MiGAZIN - Das Fachmagazin über Migration, Flucht und Rassismus

Roland Imhoff im Gespräch
Sozialpsychologe: „Kleiner Schritt vom Stereotyp zum Vorurteil“
In Debatten um Migration, Gender oder Bürgergeldempfänger kommen auch vorurteilsbeladene Töne vor. Sozialpsychologe Roland Imhoff forscht zu Stereotypen. Im Gespräch erklärt er, wie sie entstehen und wann sie problematisch werden. Von Nils Sandrisser

Berlin
Weniger Geflüchtete, trotzdem volle Unterkünfte
Wie schon 2024 sind auch 2025 weniger Geflüchtete nach Berlin gekommen. Die Unterkünfte sind dennoch voll. Integrationssenatorin Kiziltepe will mehr Plätze für dezentrale Unterbringung schaffen – auch wegen der Kosten.

Wohnsitzauflage
Brandenburg reagiert auf Schulgewalt mit Kurskorrektur in der Migrationspolitik
Gewalt an einer Cottbuser Grundschule bringt Politik und Verwaltung unter Druck – doch Brandenburg reagiert nicht nur mit schulischen Maßnahmen, sondern auch mit einem harten migrationspolitischen Signal. Es gibt Kritik.

Turbo-Abschiebung
Schuster will Beugehaft für Ausreisepflichtige
Sachsens Innenminister Armin Schuster ist die harte Linie der Bundesregierung in der Flüchtlingspolitik noch nicht hart genug. Er fordert Beugehaft und Turbo-Abschiebung für ausreisepflichtige Ausländer. Auch die Menschenrechtskonvention stellt er infrage.

Pflege über Grenzen
Studie zeigt hohe Belastung für Menschen mit Eltern im Ausland
Wer in Deutschland lebt und Eltern im Ausland unterstützt, gerät deutlich häufiger unter Druck – finanziell, emotional und im Beruf. Eine neue Studie macht sichtbar, wie verbreitet diese Familienrealität ist, warum Hilfen oft nicht greifen – und warum Sozial- und Familienpolitik auf den Prüfstand gehören.

Diskriminierung vertreibt
Jeder dritte Eingewanderte denkt übers Auswandern nach
Deutschland benötigt Einwanderung. Gleichzeitig kann sich mehr als jede fünfte Person eine Auswanderung vorstellen. Besonders unter Menschen mit Migrationsgeschichte erwägen erstaunlich viele, das Land zu verlassen. Das zeigt eine neue Studie. Konkrete Pläne haben aber nur wenige.

Tunesien
Bilanz 15 Jahre nach dem Arabischen Frühling
Vor 15 Jahren begann mit der tunesischen Revolution der sogenannte Arabische Frühling. Heute ist die Situation in vielen Ländern schwierig, die erhoffte Revolutionsrendite von Demokratie, Stabilität und wirtschaftlichem Aufschwung ausgeblieben. Welche Rolle spielt Europa dabei? Von Sarah Mersch

Schwere Vorwürfe
Trump schickt noch mehr ICE-Beamte nach Minneapolis
Das Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE unter Trump stößt in demokratischen Städten auf Widerstand. Tödliche Schüsse eines ICE-Beamten auf eine Frau befeuern das. Wie reagiert die Regierung?

Große Lücke
Deutschland vernachlässigt Rassismusforschung
Ein neuer Bericht zeigt: Trotz hoher gesellschaftlicher Relevanz ist Rassismusforschung in Deutschland kaum institutionalisiert. Brüchige Förderung und große Forschungslücken prägen das Bild. Taucht das Thema auf, dann oft nur als Randaspekt – nur drei von 52.000 Professuren entfallen explizit in den Bereich Rassismusforschung.

Studie
Sozialer Abstieg begünstigt Hinwendung zu Rechtspopulisten
Daten aus fast zwei Jahrzehnten zeigt: Wer beruflich absteigt, wählt signifikant öfter Rechtspopulisten. Forschern zufolge spielt „Fremdenfeindlichkeit“ aber nur eine untergeordnete Rolle.

Eskalation der Vorurteile
„Extrawurst“ im Kino: Wie ein Grill die Gesellschaft spaltet
Beim Thema Grillen lodern Debatten um Identität und Vorurteile auf. In der Gesellschaftssatire „Extrawurst“ zerbricht ein Tennisclub am Gasgrill XQ 3010. Das sagt Darsteller Hape Kerkeling dazu. Von Cordula Dieckmann

Unwort des Jahres
Jury warnt vor entmenschlichender Sprache: „Zustrombegrenzungsgesetz“
Die Jury kritisiert „Sondervermögen“ als beschönigenden Begriff für neue Schulden. Auf Platz zwei landet „Zustrombegrenzungsgesetz“, weil es Zuwanderung mit einer bedrohlichen Metapher auflädt. Merz‘ „Stadtbild“ scheitert an Unwort-Kriterien.











