Einwanderer, die neu in ein Land gekommen sind, haben es in der ersten Zeit schwer, Fuß zu fassen auf dem Arbeitsmarkt. Viele dürfen mangels Erlaubnis nicht arbeiten. Der Handel an der Börse ist dann oft die einzige Möglichkeit, sich erwerbsmäßig zu betätigen.
Angesichts des Fachkräftemangels sind Betriebe laut DIHK auf die Integration von Geflüchteten angewiesen. Das Bundeswirtschaftsministerium verspricht Erleichterungen beim Aufenthaltsrecht von Geflüchteten.
Die Zahl der Hungernden ist im vergangenen Jahr laut UN weiter gestiegen: Knapp 193 Millionen Menschen benötigten dringend Hilfe. Besonders dramatisch ist die Lage in Äthiopien, Madagaskar, im Südsudan und im Jemen.
Erst die Corona-Pandemie und jetzt auch noch der Ukraine-Krieg. Weltweit steigen die Preise auf den Warenmärkten für Lebensmittel und Energie. Das ist ein großes Problem für arme Länder.
Es hat sich nun im Rahmen einer Studie herausgestellt: Rund 1,3 Millionen osteuropäische Migrantinnen und Migranten waren im Jahr 2020 in sozialversicherungspflichtigen Berufen tätig. Das sind gute Nachrichten, allein, es gibt dennoch ein Problem.
Migranten machen sich vergleichsweise häufiger selbstständig als die Bevölkerung ohne ausländische Wurzeln. Viele gründen Unternehmen aus eigenem Antrieb, viele aber auch, weil sie auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt werden.
Rund 1,3 Millionen Frauen und Männer aus Osteuropa entlasten den deutschen Arbeitsmarkt und die Sozialkassen. Wie aus einer aktuellen Studie außerdem hervorgeht, arbeiten viele unter ihrem Qualifikationsniveau.
Der Deutsche Mieterbund fordert mehr bezahlbaren Wohnraum. Der Wohnungsmarkt sei bereits vor der Flucht aus der Ukraine angespannt gewesen. Die Bundesregierung stehe in der Pflicht, mehr zu tun.
Der demografische Wandel trifft die Pflegebranche hart. Dienstleister sind froh über jede Kraft. Pflegeverbände fordern von der Politik mehr Tempo bei der Anerkennung ausländischer Qualifikationen und unkomplizierte Zuwanderungsregeln für potenzielle Fachkräfte. Von Markus Jantzer