Die Regisseurin Eline Gehring erzählt in ihrem Langfilmdebüt „Nico“ so sensibel wie spannend von einer jungen Altenpflegerin in Berlin, die Opfer eines rassistischen Angriffs wird und anschließend ihr Trauma bewältigen muss. Von Maxi Braun
Wenn die letzten Zeitzeugen der NS-Zeit sterben, werden Archivdokumente zur wichtigsten Quelle, um ihre Schicksale zu erforschen. In einem Großprojekt sollen nun Millionen Papiere eingescannt, erschlossen und digital zugänglich gemacht werden.
Die Kunstsammlung der Bundesrepublik soll die aktuellen Entwicklungen in der bildenden Kunst spiegeln. Die Bundeskunsthalle in Bonn präsentiert ab Samstag die Neuerwerbungen der vergangenen fünf Jahre, einer Zeit politischer und gesellschaftlicher Veränderungen. Von Claudia Rometsch
Eine Ausstellung gibt anhand von zwölf Interviews und zahlreichen historischen Objekten Einblick in muslimische Lebenswelten in Deutschland. Gezeigt werden auch Verflechtungen zwischen „christlichem Abendland“ und „islamischem Morgenland“.
Für Kinder oder mit Kindern? Egal. Majid Majidis Film „Sun Children“ über vier Teheraner Straßenjungen, die sich aus geschäftlichen Gründen in einer Schule einschreiben müssen, hat genug Energie für jedes Publikum. Von Sabine Horst
Das Entsetzen war groß, als vor einem halben Jahr bekannt wurde, dass bei Berlin ein Neonazi im Grab eines jüdischstämmigen Musikwissenschaftlers beigesetzt wurde. Nun hat die evangelische Landeskirche auf dem Friedhof einen Gedenkort geschaffen.
Er versteckte Juden, arbeitete im Widerstand und schmuggelte Briefe der Inhaftierten heraus: Harald Poelchau war während der NS-Diktatur Gefängnispfarrer in Berlin. Rund 1.200 Menschen stand er in ihren letzten Stunden zur Seite. Von Christian Feldmann
1945 deportierten sowjetisch-rumänische Patrouillen bis zu 80.000 deutschstämmige Menschen aus Siebenbürgen in sowjetische Arbeitslager. Sie sollten für die Verbrechen der Nazis büßen. Vor 25 Jahren entschuldigte sich der rumänische Außenminister. Von Detlef Schneider
Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush: Andreas Dresen und Autorin Laila Stieler verfilmen den Fall Murat Kurnaz als flotte Dramedy, mit dem Fokus auf Mutter Rabiye als sympathische Heldin. Das Versagen Deutschlands in dem Fall kommt zu kurz. Von Patrick Heidmann
Auf der Jagd nach Sammlungsstücken aus der griechischen Antike ist es offenbar nicht immer ganz legal zugegangen. Die Berliner Museen haben ein kleines Kapitel ihrer Sammlungsgeschichte jetzt aufgearbeitet. Hunderte Objekte sind „illegal“ und „inoffiziell“ in Deutschland. Von Lukas Philippi