MiGAZIN - Das Fachmagazin über Migration, Flucht und Rassismus

Landkreise wollen mehr Unterstützung vom Bund

Unterbringung von Geflüchteten

Landkreise wollen mehr Unterstützung vom Bund

Die Kommunen verlangen mehr Unterstützung vom Bund, Geflüchtete angemessen versorgen zu können. Der bayerische Innenminister Herrmann sieht den Bund in der Pflicht, Abschiebungen zu erleichtern. Einen Aufnahmestopp lehnt der Landkreis-Präsident ab.

Geflüchtetenunterkunft, Flüchtlingsunterkunft, Container, Flüchtlingsheim, Bunt
Miriam Rosenlehner, Migazin, Portrait, Rassismus, Schriftstellerin, Buch

Ansichten & Aussichten

Ist das Rassismus?

81 Prozent der Befragten des „Nationalen Rassismusmonitors“ glauben, dass man unabsichtlich rassistisch sein kann. 52 Prozent halten das für kein Problem. Von

Sven Bensmann, Migazin, Kolumne, Bensmann, Sven

Nebenan

Politische Personalien

In der Politik ist wieder was los: Ardern tritt zurück - so ganz ohne Super-Job in der Wirtschaft, Unions Pascha rotzt im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen, Deutschland hat eine neue Verteidigungsministerin. Und da war noch etwas... Von

Lukas Geisler, Migazin, Flucht, Flüchtling, Rassismus, Menschenrechte

Grenzräume

Integration – eine Frankfurter Perspektive

Neues Jahr, neues Glück? Nicht ganz. Deutschland führte mal wieder eine „Integrationsdebatte“. Bessere Debattenbeiträge bringt auch das Jahr 2023 nicht. Fündig wurde ich bei einer Vorlesung von Theodor W. Adorno von 1964. Von

Kai Simmerl, Migration, Integration, Migazin, Rassismus, Einwanderung

Migration und Klimaschutz

Nadelöhr der Energiewende: Fehlende Fachkräfte

Deutschland tut sich schwer mit der Anwerbung ausländischer Fachkräfte. Wichtig ist daher auch, junge Azubis anzuwerben. Davon hängt mit ab, ob Deutschland die Energiewende umsetzen kann. Von

Clemens Becker, Migazin, Sprache, Linguistick, Integration, Rassismus, Diskriminierung

Ja, nein, jein

Plädoyer für die Enthaltung zum Chancen-Aufenthaltsrecht

Das Chancen-Aufenthaltsrecht ist seit Jahresbeginn da. Zum Glück, teilweise. Unbeherzigt blieben mahnende Worte der Linken. Ein Muster, das sich wiederholt. Von

Rosa Fava, MiGAZIN, Meinung, Rassismus, Diskriminierung, Kommentar

Wo bleibt die Entschuldigung?

Korrigierte Zahlen zeigen: Hotspot der Gewalt nicht in Neukölln

Zwei Wochen nach Silvester wird bekannt, dass der Höhepunkt der Gewalt gegen Einsatzkräfte nicht in Neukölln lag. Die korrigierten Zahlen sind zu finden im letzten Drittel eines nüchternen rbb-Beitrags - unauffällig, leise und ohne jede Entschuldigung von Experten, Politikern oder Journalisten. Von

Stromkrise in Südafrika

Bis zu elfeinhalb Stunden gehen die Lichter aus

Licht, Lampe, Birne, Glühbirne, Strom, Elektrizität

Ampeln fallen aus, Krankenhäuser müssen ihre Operationen verschieben. Was bei uns einer Katastrophe gleichkommen würde, ist in Südafrika seit 14 Jahren Alltag. Die Probleme sind größtenteils hausgemacht, doch eine Lösung ist nicht in Sicht. Von

Ausschlussverfahren in Prüfung

CDU setzt Maaßen Frist für Parteiaustritt

CDU, Logo, Christlich Demokratische Union, Gebäude, Fenster, Himmel

Die CDU will Hans-Georg Maaßen notfalls über ein Ausschlussverfahren aus der Partei werfen. Vorher setzt sie ihm aber noch eine Frist für den freiwilligen Austritt. Maaßen selbst sieht keinen Grund für seinen Ausschluss. Bundesinnenministerin Faeser: Unbegreiflich, wie Maaßen je Verfassungsschutz-Chef werden konnte.

BUCH DER WOCHE

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Wo die Fremde beginnt: Über Identität in der fragilen Gegenwart

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  • C.H.Beck; 1. Edition (26. Januar 2023)
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Zu den Buchempfehlungen...

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Anti-Rassismus für Lehrkräfte: Handlung reflektieren – Sensibilität schaffen – Diskriminierung vorbeugen

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anders bleiben: Briefe der Hoffnung in verhärteten Zeiten

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People of Deutschland: 45 Menschen, 45 Geschichten. Über Rassismus im Alltag und wie wir unser Land verändern wollen

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  • Martina Rink, Simon Usifo
  • Eden Books - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe; 1. Edition (4. Februar 2023)
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Wo die Fremde beginnt: Über Identität in der fragilen Gegenwart

	Wo die Fremde beginnt: Über Identität in der fragilen Gegenwart
  • Elisabeth Wellershaus
  • C.H.Beck; 1. Edition (26. Januar 2023)
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5.

Recht gegen rechts: Report 2023

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  • S. FISCHER; 1. Edition (25. Januar 2023)
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Rechtsextremismus

Rassistischer Angriff auf muslimische Familie

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Sieben Männer haben am Wochenende eine muslimische Familie rassistisch beleidigt und angegriffen. Nur durch die Zivilcourage herbeigeeilter Passanten konnte der Angriff vereitelt werden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Ratgeber

Ins Ausland während des Studiums ist auch ohne reiche Eltern möglich

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Auslandsaufenthalt während des Studiums ist vor allem auch eine Kostenfrage. Deshalb verzichten viele Studierende, deren Eltern sie nicht finanziell unterstützt können, auf diese wertvolle Erfahrung. Das muss nicht sein, wie MiGAZIN-Expertin Sophia Hiss zeigt. Von

Zitat der Woche

Sie sind nicht ‚Menschen mit Migrationshintergrund‘ – wir sind ein Land mit Migrationshintergrund!

— Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Berlin, 10.09.2021. Anlass: Empfang im Schloss Bellevue zum 60. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens.

30. Januar 1933

Hitler: Aus Hinterzimmern an die Macht

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Der Machtübertragung an Hitler am 30. Januar 1933 ging das Auffliegen eines Geheimnisses voraus: Zeitungen berichten über das konspirative Treffen Adolf Hitlers und Franz von Papens am 4. Januar 1933 in einer Kölner Villa. Beide wollen Kanzler werden - Ausgang zunächst offen. Von

Linke fordert geteilte Verantwortung

Landrat kritisiert Bund nach Protest gegen Flüchtlingsunterkunft

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Tumultartige Proteste gegen ein Containerdorf für Geflüchtete in der Gemeinde Updahl haben für Empörung gesorgt. Rechtsextreme zündeten Pyrotechnik. Der Landrat sieht den Bund in der Pflicht. Laut den Linken ist eine geteilte Verantwortung vonnöten.

COMiG
Alle COMiGs anzeigen

Holocaust-Überlebende

Jeder Verfolgte verdient Erinnerung

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Dem Bundestag ist es gelungen, an die Menschen zu erinnern, die wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt wurden, ohne andere Opfer der Nationalsozialisten in den Hintergrund zu rücken. Auch die Diskriminierung nach 1945 kam zur Sprache.

Mittelmeer

Seenotretter bergen weitere 95 Geflüchtete

Seenotrettung, Mittelmeer, Flüchtlinge, Schlauchboot, Rettung

Seenotretter haben vor der libyschen Küste weitere 95 Menschen gerettet – vier wurden aus dem Wasser gezogen. Damit wurden binnen weniger Tage weit mehr als 300 Menschen vor dem Ertrinken gerettet. Eine staatlich organisierte Seenotrettung gibt es im Mittelmeer nicht.

Kommunen müssen wieder mehr Schutzsuchende unterbringen

„Alles ist besser als Turnhallen“

Kommunen müssen wieder mehr Schutzsuchende unterbringen

Über eine Million Ukrainer sind 2022 nach Deutschland geflüchtet. Sie sind nicht die einzigen - auch die Zahl Schutzsuchender aus anderen Ländern ist gestiegen. Von den Kommunen ist Flexibilität gefordert - ein Besuch auf dem Messegelände Hannover. Von

Vor 50 Jahren schließen die USA und Nordvietnam Waffenstillstand

Kriegsverbrechen und Prestige

Vor 50 Jahren schließen die USA und Nordvietnam Waffenstillstand

Als die Außenminister der USA und Nordvietnams in Paris einen Waffenstillstand unterzeichnen, schweigen die Waffen noch lange nicht. Darum geht es beiden Seiten auch gar nicht. Am Ende des von zahlreichen Verbrechen gekennzeichneten Krieges sind in Südvietnam drei Millionen Menschen tot. Von

CDU prüft Parteiausschluss von Ex-Verfassungsschutz-Chef Maaßen

Ordnungsmaßnahme

CDU prüft Parteiausschluss von Ex-Verfassungsschutz-Chef Maaßen

Der frühere Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen soll nicht länger CDU-Mitglied sein. Die Partei prüfe derzeit den Parteiausschluss. Maaßen war mehrfach mit rechten Verschwörungsideologien und rassistischen Aussagen aufgefallen.

IS-Gräueltaten an Jesiden als Völkermord anerkannt

Bundestagsbeschluss

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2014 überfielen IS-Kämpfer die jesidische Heimatregion im Nordirak. Männer wurden getötet, Frauen und Mädchen verschleppt, versklavt und systematisch vergewaltigt. Der Bundestag erkannte nun die Gräueltaten als Völkermord an. Von

In Metropolen leben Familien mit Migrationsgeschichte in zu kleiner Wohnung

Studie

In Metropolen leben Familien mit Migrationsgeschichte in zu kleiner Wohnung

Etwa sechs Prozent der Haushalte in deutschen Großstädten leben in tendenziell zu kleinen Wohnungen, besonders häufig sind Haushalte mit Migrationsgeschichte und Familien betroffen. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor.

Bevölkerung in Deutschland 2022 auf 84,3 Millionen gewachsen

Einwanderung auf Rekordniveau

Bevölkerung in Deutschland 2022 auf 84,3 Millionen gewachsen

Deutschland verzeichnete im vergangenen Jahr eine Nettoeinwanderung auf Rekordniveau. Die Bevölkerungszahl stieg auf 84,3 Millionen. Dominiert wurde die Einwanderung von Flucht vor Krieg und Gewalt – aus der Ukraine, aus Syrien oder Afghanistan.

Organisationen in Afghanistan ringen mit Arbeitsverbot für Frauen

Humanitäre Katastrophe

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Einen Monat ist es her, dass die Taliban ein Arbeitsverbot für Frauen bei Hilfsorganisationen verhängt haben. Viele Organisationen mussten deshalb Projekte einstellen. Das verschärft die humanitäre Krise in dem Land.

Ghana zwischen Inflation und Start-up-Spirit

Nach Corona

Ghana zwischen Inflation und Start-up-Spirit

Die Corona-Pandemie hat den Aufschwung in der Wirtschaft Ghanas ausgebremst. Doch die Zuversicht, dass der Schwung zurückkehrt, ist groß - zum Beispiel bei der Start-up-Initiative „Impact Hub“, der drückenden Inflation zum Trotz. Von

Bessere Chancen für Geflüchtete in Betrieben mit Ausländern

Studie

Bessere Chancen für Geflüchtete in Betrieben mit Ausländern

Betriebe, in denen ausländische Arbeitskräfte arbeiten, stellen auch Geflüchtete ein. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Die Studienautoren sprechen von einem Erfahrungsvorsprung.

Herr Yıldırım wird schärfer sanktioniert als Herr Bergmann

Hartz-IV-Studie

Herr Yıldırım wird schärfer sanktioniert als Herr Bergmann

Menschen mit „ausländischen“ Namen werden bei mangelnder Hartz-IV-Mitwirkung schärfer sanktioniert als Langzeitarbeitslose mit „deutschen“ Namen. Das ist das Ergebnis einer Studie an der Universität Siegen. Die Studienautoren sprechen von de facto Diskriminierung.

Wissen über den Holocaust auch über Social Media vermitteln

Deborah Schnabel im Gespräch

Wissen über den Holocaust auch über Social Media vermitteln

Der Holocaust hat nach Ansicht der Direktorin der Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank, Deborah Schnabel, im Schulunterricht nicht das Gewicht, das er haben müsste. Wissen über die Verfolgung und Ermordung der Juden müsse heute auch über Social-Media-Kanäle vermittelt werden, sagte die Expertin im Gespräch. Von

Gunter Demnig verlegt auch mit 75 noch Steine

Holocaust-Gedenktag

Gunter Demnig verlegt auch mit 75 noch Steine

Dieses Frühjahr sollen es 100.000 Stolpersteine sein, die Gunter Demnig seit dem offiziellen Start des Projekts in den 90er Jahren verlegt hat. Eigentlich wollte er mit 75 Jahren etwas kürzertreten, aber die Knie machen noch mit. Von