MiGAZIN - Das Fachmagazin über Migration, Flucht und Rassismus

Schlagzeilenrecht
Was hinter dem Kölner „Abschiebeskandal“ steckt
Köln soll Abschiebungen von rund 500 Menschen verhindert haben. Der Vorwurf sorgt bundesweit für Empörung. Doch ein Blick ins Gesetz und auf die Fakten zeigt: Aus einem normalen Verwaltungsvorgang wurde eine weit größere - medial aufgebauschte - Geschichte. Von Birol Kocaman

Berliner „Volksbad“
Rassistische Drohungen stoppen Badetermin für Schwarze
Ein geschützter Nachmittag sollte Schwarzen Menschen einige Stunden unbeschwertes Schwimmen ermöglichen. Nach einer Kampagne gegen das Angebot folgten rassistische Anfeindungen und Gewaltandrohungen. Am Ende müssen diejenigen verzichten, für die der Schutzraum gedacht war. Von Sabrina Szameitat und Matthias Arnold

Migration und Sicherheit
Studie sieht Muster hinter parlamentarischen Anfragen der AfD
Kleine Anfragen sollen Regierungshandeln kontrollieren. Nach Analyse des Kölner Instituts der Deutschen Wirtschaft nutzt die AfD sie jedoch häufig für einen anderen Zweck: Konfliktthemen aufgreifen, Aufmerksamkeit erzeugen und die eigene Anhängerschaft mobilisieren. Von Thomas Nawrath

Bamf-Asylpraxis
Schutzentzug bei Syrern steigt sprunghaft
Die Lage in Syrien bleibt instabil, doch Deutschland prüft den Schutzstatus immer häufiger neu. Wer als arbeitsfähig und ausreichend vernetzt gilt, kann seinen Schutz verlieren – auch wenn Abschiebungen bislang kaum stattfinden. Die Linke warnt vor belastenden Verfahren. Von Anne-Béatrice Clasmann

Oben ohne oder Ganzkörperanzug
Nicht Vielfalt bedroht das Freibad
Die einen vermissen die alte Ordnung, die anderen feiern die neue Vielfalt - unterschiedliche Badebekleidung, neue Gewohnheiten. Experten sehen darin keinen Grund zur Sorge. Die größeren Probleme sind marode Anlagen und fehlende Wasserflächen für den Schwimmunterricht. Von Alina Grünky und Wolfgang Jung

Amtliche Zahlen
Einwanderung hält die junge Generation messbar größer
Wer über Deutschlands Zukunft spricht, kommt an der Demografie nicht vorbei: Nur jeder zehnte Mensch ist zwischen 15 und 24 Jahre alt. Bei Menschen mit Einwanderungsgeschichte liegt der Anteil deutlich höher.

Jüdisches Leben
Ein deutscher Pass als späte Anerkennung geraubter Zugehörigkeit
Deutschland ermöglicht Nachkommen von Menschen, denen die Nazis die Staatsangehörigkeit entzogen, die Einbürgerung. In New York nahmen mehrere Juden ihre Urkunden entgegen – als späte Rückverbindung zu einer geraubten Zugehörigkeit. Von Anne Pollmann

Fünf Jahre Taliban
Hunger und Entrechtung prägen Afghanistan fünf Jahre danach
Fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban ist Afghanistan sicherer vor Krieg und Anschlägen. Gleichzeitig verschärfen sich Hunger, Armut und die Einschränkungen für Frauen. Internationale Hilfsprogramme sind massiv unterfinanziert. Von Mathis Richtmann

Arbeitsmarkt-Studie
Vergeudete Potenziale: Zugewanderte arbeiten unter Niveau
Trotz Fachkräftemangels arbeiten viele Zugewanderte unterhalb ihrer Qualifikation. Laut einer Bertelsmann-Studie verdienen ausländische Beschäftigte im Schnitt 19,6 Prozent weniger – auch wegen Sprachhürden, Bürokratie und Diskriminierung. Von Katrin Nordwald

Bildungsmigration
Forscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle
Deutschland will für Fachkräfte, Studierende und Auszubildende aus Drittstaaten attraktiver werden. Der SVR sieht jedoch Risiken: Vereinfachte Zugänge könnten zweckwidrig genutzt werden und junge Menschen in prekäre Lebenslagen bringen.

36 Boys
Wie eine Gang zur Antwort auf Ausgrenzung wurde
Tim Raue blickt auf seine Jugend bei den „36 Boys“ zurück – auf Gewalt, Gemeinschaft und das Gefühl, endlich Teil von etwas zu sein. Die deutsche Integrationspolitik jener Jahre kritisiert er scharf. Von Andreas Rabenstein

Zum 150. Jubiläum
Bayreuth ringt mit Wagners Antisemitismus
Zum 150. Jubiläum ringen die Bayreuther Festspiele um den Umgang mit Richard Wagners Antisemitismus, ihrer Nähe zum Nationalsozialismus und einer jahrzehntelang verdrängten Geschichte. Michel Friedmans Rede soll darauf eine Antwort versuchen. Von Kathrin Zeilmann und Britta Schultejans











