MiGAZIN - Das Fachmagazin über Migration, Flucht und Rassismus

Fluchtforscher warnen vor Abschottung und schwächerem Asylschutz

Report Globale Flucht 2026

Fluchtforscher warnen vor Abschottung und schwächerem Asylschutz

Der „Report Globale Flucht 2026“ sieht eine wachsende politische Abwehr gegen Geflüchtete. Während Fluchtzahlen weltweit steigen, bauen Staaten legale Wege ab; zugleich drohen durch die EU-Asylreform neue Verschlechterungen für Schutzsuchende. Von

Schranke, Familie, Asyl, Flucht, Flüchtlinge, Geflüchtete, Grenze
Sven Bensmann, Migazin, Kolumne, Bensmann, Sven

Nebenan

Merzel muss weg?

Die Union hätte gern ein Merz-Problem. In Wahrheit ist sie viel größer. Denn würde er hingeschmissen werden, wären Söder und Spahn die Alternativen. Und niemand will Merz vermissen – niemand! Von

Edgar Pocius, MiGAZIN, Migration, Klassen, Bildungsbürgertum, Migration, Gesellschaft

Russlanddeutsche

Angst vor dem eigenen Migrantenschatten

Viele Spätaussiedler verstehen ihre Einwanderung als Rückkehr nach Deutschland nicht als Migration. Problematisch wird diese Deutung, wenn daraus eine Abgrenzung nach unten und Verdrängung der eigenen Geschichte wird. Von

AfD, Rechtsextremismus, Fahne, Fahnen, Deutschland

Mecklenburg-Vorpommern

AfD-Programm: Politik der Ausgrenzung

Die AfD Mecklenburg-Vorpommern stellt Migration in ihrem Programmentwurf zur Landtagswahl 2026 als Bedrohung für „Heimat“ und „Identität“ dar. Teilhabe wird dabei zur Frage von Herkunft, Nutzen und Anpassung. Von

Auswärtiges Amt, Bundesadler, Ministerium, Berlin, Deutschland

Familiennachzug

Humanität im Promillebereich

Die Härtefallregelung beim ausgesetzten Familiennachzug sollte Familien schützen. Tatsächlich greift sie fast nie – oder nur in 0,15 Prozent der Fälle. Humanität als politische Kulisse. Von

CDU, Broschüre, Christliches Menschenbild, Familie, Abschiebung, Familiennachzug

Brandmauer aus Papier

CDU muss AfD nicht mögen, um ihr nützlich zu sein

Die CDU warnt in einer Broschüre vor der AfD – und guckt unfreiwillig in den Spiegel. Denn wer Menschenwürde gegen Rechts verteidigt, sollte in der Migrationspolitik nicht dauernd so klingen, als habe die AfD den Taktstock. Von

re:publica, Naika Foroutan, Bühne 2026, Vielfalt, Frauen

„Tik Tok Motherf*cker“

Postmigrantische Digitalgedanken zur re:publica 2026

Auf der re:publica 2026 wurde viel über Demokratie und KI gesprochen – aber erstaunlich wenig über Macht. Selbst die Panel-Besetzung der re:publica mutete nahezu algorithmisch an. Von

Rheinland-Pfalz

Meldestelle zählt deutlich mehr Angriffe auf Sinti und Roma

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MIA Rheinland-Pfalz registriert deutlich mehr antiziganistische Vorfälle gegen Sinti und Roma als im Vorjahr. Der Anstieg auf 100 Fälle zeigt nur einen Teil der Realität, weil Angst und fehlendes Vertrauen viele Betroffene vom Melden abhalten.

Wanderungsbilanz

Nettozuwanderung nach Deutschland bricht ein

Ankunft, Flughafen, Flugzeug, Migration, Reise, Urlaub

Deutschlands Wanderungsbilanz fällt 2025 deutlich niedriger aus als im Vorjahr. Die Nettozuwanderung sank um 45 Prozent, auch weil weniger Menschen aus Syrien, Afghanistan, der Ukraine und EU-Staaten kamen.

„Australians First“

Rechtspopulisten machen Einwanderer zum Sündenbock – und liegen vorn

Australien, Sydney, Opfernhaus, Meer, Stadt, Panorama

Australiens Parteiensystem gerät unter Druck, weil One Nation mit Anti-Einwanderungs-Parolen erstmals die Umfragespitze erreicht. Pauline Hansons Partei macht Zuwanderer für Wohnraummangel, Arbeitslosigkeit und Engpässe im Gesundheitssystem verantwortlich.

Ebola im Kongo

Kein Vertrauen in die internationale Gemeinschaft

Ebola, Afrika, Markt, Ostkongo, Goma, Armut, Gesundheit, Krankheit

Die späte Entdeckung des Ebola-Ausbruchs in Ituri ist auch Folge internationaler Versäumnisse: Für Bundibugyo fehlen Schnelltests, Impfstoffe und Medikamente. Die Menschen zahlen den Preis für eine Krankheit, an der kaum geforscht wurde. Von

Zitat der Woche

„Das [Migranten] sind Menschen. Und wir müssen sie wie menschliche Wesen behandeln, auf menschliche Weise – und nicht schlechter als Haustiere, andere Tiere et cetera.“

Papst Leo XIV., 23.04.2026, epd – zum Ende seiner Afrika-Reise auf dem Rückflug nach Rom

Außengrenzen

Juristin warnt vor Fehlentscheidungen in neuen Asylzentren

Hand, Stacheldraht, Flucht, Flüchtling, Zaun, Geflüchtete

Das neue Europäische Asylsystem soll Verfahren an den EU-Außengrenzen beschleunigen. Rechtsanwältin Claire Deery warnt jedoch, dass Schutzbedürftige aus Ländern mit niedriger Anerkennungsquote übersehen und kaum rechtzeitig klagen könnten. Von

„Sie behandeln sie wie Tiere“

Trumps Migrationskurs eskaliert vor Haftzentrum in New Jersey

USA, Polizei, New Jersey, Abschiebung, Abschiebezentrum, Gewalt, Demonstration

Das Abschiebezentrum Delaney Hall in New Jersey wird zum Symbol für Trumps harten Kurs gegen Migranten. Bürgerrechtsgruppen kritisieren „brutale und unmenschliche Bedingungen“. Die Regierung widerspricht und versucht zu beschwichtigen – vergeblich.. Von

COMiG
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Kreta-Route

Griechenland setzt auf geschlossene Zentren für Geflüchtete

Flüchtling, Boot, Schiff, Griechenland, Kreta, Migration, Meer, Küste

Griechenland will auf steigende Bootsankünfte aus Libyen mit deutlich härteren Maßnahmen reagieren. Geplant sind geschlossene Zentren in Chania und Heraklion sowie Schnellverfahren, die Schutzsuchende binnen weniger Wochen erfassen und abschieben sollen.

Gutachten

Leugnung von Israels Existenzrecht: Straftat oder Meinungsfreiheit?

Israel, Fahne, Flagge, Staat, David Stern

Hessen will über den Bundesrat Verbalattacken auf das Existenzrecht Israels strafbar machen. Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes weckt jedoch erhebliche Zweifel, ob der Vorstoß mit der Meinungsfreiheit vereinbar ist. Braucht es überhaupt ein neues Gesetz? Von

Mildes Urteil für Neonazis nach brutalem Angriff auf Flüchtlingsfamilie

Rechte Gewalt in Gehren

Mildes Urteil für Neonazis nach brutalem Angriff auf Flüchtlingsfamilie

Im September 2025 greifen sechs Männer das Zimmer einer Flüchtlingsfamilie an – mit Steinen und Sprengstoff. Nun sind im Prozess die Urteile gefallen. Beim Motiv wird das Gericht sehr deutlich, beim Strafmaß nicht: eine kurze Haftstrafe, Bewährungen und Verwarnungen.

Yad Vashem in München: Kritik an Unabhängigkeit

Antisemitismus

Yad Vashem in München: Kritik an Unabhängigkeit

Yad Vashem will erstmals Außenstellen außerhalb Israels eröffnen: ein Bildungszentrum in München und eine Dependance in Leipzig. Während Politiker die Entscheidung begrüßen, warnen Fachleute vor offenen Fragen zu Unabhängigkeit, Transparenz und geschichtspolitischer Deutung.

Touré will Ministerpräsidentin werden

Schleswig-Holstein

Touré will Ministerpräsidentin werden

Aminata Touré will Schleswig-Holsteins Grüne in die Landtagswahl 2027 führen. Die Sozialministerin verbindet ihre Kandidatur mit einer Kritik an männlich geprägter Spitzenpolitik, an geringer Repräsentanz von Migranten in Spitzenämtern – und an der Migrationspolitik der Bundesregierung.

Bund will Täter und Kunden von Menschenhandel härter bestrafen

Kabinettsbeschluss

Bund will Täter und Kunden von Menschenhandel härter bestrafen

Das Bundeskabinett hat eine Reform gegen Menschenhandel beschlossen. Täter sollen künftig leichter verfolgt und härter bestraft werden. Künftig sollen auch Kunden haften, die wissentlich Leistungen von Opfern nutzen – etwa im Nagelstudio oder auf dem Bau. Von

1,1 Millionen feiern Karneval der Kulturen in Berlin

Straßenfest

1,1 Millionen feiern Karneval der Kulturen in Berlin

Mehr als 1,1 Millionen Menschen haben am Pfingstwochenende den Karneval der Kulturen in Berlin besucht. Zum 30-jährigen Jubiläum warnen die Veranstalter aber vor Bürokratie, Auflagen und einer Finanzierungslücke.

Unionsparteien stärken AfD mit Kurs gegen Migration

Extremismusforscher Botsch

Unionsparteien stärken AfD mit Kurs gegen Migration

Gideon Botsch warnt vor einer Normalisierung der AfD-Wahl. Schärfere Migrationspolitik von Union und anderen Parteien habe die AfD nicht geschwächt, sondern ihre Erzählung von Migration als Hauptproblem gestärkt.

Strafverfahren gegen jüdische Beschneider empört

Belgien

Strafverfahren gegen jüdische Beschneider empört

Wegen Anklagen gegen zwei jüdische Beschneider kritisieren jüdische Vertreter die belgischen Behörden scharf. Die European Jewish Association wirft der Staatsanwaltschaft vor, die Religionsfreiheit zu verletzen – Belgien weist dies zurück. Der Fall erinnert an Debatte in Deutschland. Von

Verbrechen gegen Flüchtende in Libyen vor dem Internationalen Strafgerichtshof

EU in der Kritik

Verbrechen gegen Flüchtende in Libyen vor dem Internationalen Strafgerichtshof

Folter, Versklavung, sexuelle Gewalt und Mord – Khaled El Hishri ist die erste Person, die sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof wegen Verbrechen an Geflüchteten in Libyen verantworten muss. Überlebende schildern brutale Gewalt in Mitiga. Europas Libyen-Politik steht in der Kritik. Von

Forscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle

Bildungsmigration

Forscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle

Deutschland will für Fachkräfte, Studierende und Auszubildende aus Drittstaaten attraktiver werden. Der SVR sieht jedoch Risiken: Vereinfachte Zugänge könnten zweckwidrig genutzt werden und junge Menschen in prekäre Lebenslagen bringen.

Mängel bei Versorgung psychisch kranker Geflüchteter

Studie

Mängel bei Versorgung psychisch kranker Geflüchteter

Eine Studie beleuchtet die Versorgung Geflüchteter mit psychischen Erkrankungen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Die Forschenden legen eine lange Liste mit erheblichen Mängeln vor.

Vom Asylheim in die ARD-Hauptrolle

Aram Arami

Vom Asylheim in die ARD-Hauptrolle

Aram Arami kam als Kind aus dem Nordirak nach Deutschland, lebte im Asylheim und erlebte rechte Übergriffe in Berlin. Heute steht er als ARD-Ermittler vor der Kamera – mit Plänen für mehr. Von

Sachsen-Anhalts Kultur wehrt sich gegen AfD

Rechte Agenda

Sachsen-Anhalts Kultur wehrt sich gegen AfD

Für den Fall eines Wahlsiegs in Sachsen-Anhalt kündigte die AfD eine „patriotische Kulturpolitik“ an. 27 namhafte Kulturinstitutionen des Landes warnen in einer Erklärung vor dieser „völkisch-nationalistischen Kulturauffassung“. Es gehe um mehr als Geschmacksfragen.