MiGAZIN - Das Fachmagazin über Migration, Flucht und Rassismus

Warum der rechte OEZ-Terror jahrelang „Amoklauf“ blieb

Deutungshoheit

Warum der rechte OEZ-Terror jahrelang „Amoklauf“ blieb

Die Angehörigen erkannten früh, dass die Opfer am Münchener Olympia Einkaufszentrum gezielt nach rassistischen Zuschreibungen ausgewählt worden waren. Behörden brauchten Jahre für diese Einordnung. Warum das so ist und was dahinter steckt. Von

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Doppelmoral

Das Kind darf zu Spahn. Die Mutter vermutlich nicht.

Für seinen Kinderwunsch überwand Jens Spahn Grenzen und nutzte seinen Wohlstand. Eine Leihmutter, die aus wirtschaftlicher Not nach Deutschland käme, würde seine Migrationspolitik an der Grenze zurückweisen. Von

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Moralgefälle

Was uns die US-WM über unsere Debattenmoral verrät

Die WM in den USA zeigt uns nicht nur unsere sportliche Mittelklasse, sondern auch unsere drittklassige Debattenmoral – und den deutschen Freundschaftsrabatt für westliche Werte, denen wir gerne universelle Geltung zuschreiben. Von

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Unsichtbare Hürden

Psychologische Hilfe oft nur theoretisch zugänglich

Mehr Therapieplätze sind wichtig, lösen aber nicht jede Hürde. Eine Psychologin an einer Schule in Berlin-Neukölln über Scham, soziale Herkunft, Migrationserfahrungen – und darüber, warum Hilfe nicht immer als Hilfe erlebt wird. Von

Sven Bensmann, Migazin, Kolumne, Bensmann, Sven

Nebenan

Wann die Demokratie kippt

Transparenz ist lästig, Grundrechte sind teuer und soziale Sicherheit gefährdet angeblich den Standort. Praktisch, dass sich all diese Probleme mit Überwachung, Kürzungen und weniger Mitsprache lösen lassen – zumindest aus Sicht der Profiteure. Von

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Polizeimeldung im Südwesten

Amtliche Vorverurteilung der Herkunft

Baden-Württembergs Polizei nennt künftig grundsätzlich die Nationalität von Tatverdächtigen. Damit wird Herkunft amtlich markiert – und ein ohnehin verzerrter Verdacht weiter verschärft. Von

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Auf in die Kneipen

Gegen jeden Fatalismus!

Die AfD wird stärker, rechtsextreme Einstellungen werden sichtbarer, demokratische Institutionen geraten unter Druck. Doch Gegenwart ist keine festgelegte Zukunft: Demokratie bleibt dort offen, wo Menschen gemeinsam handeln. Von

„L’Amour toujours“

Schweigen nach rassistischen Parolen an Privatschule

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Mehrere Jugendliche grölen gemeinsam eine rassistische Parole. Später übernimmt kaum jemand Verantwortung. Der Vorfall zeigt, wie Rassismus im Schutz der Gruppe als Partyspaß inszeniert wird - und durch kollektives Schweigen ohne Konsequenzen bleibt.

Ab August

Bund hebt Zulassungsstopp für Integrationskurse teilweise auf

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Geflüchtete aus der Ukraine sowie EU-Bürgerinnen und EU-Bürger sollen ab August wieder freiwillig an Integrationskursen teilnehmen können. Die Öffnung gilt jedoch nur eingeschränkt. Asylsuchende und Geduldete bleiben weitgehend außen vor. Die Kritik bleibt scharf.

Zum 150. Jubiläum

Bayreuth ringt mit Wagners Antisemitismus

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Zum 150. Jubiläum ringen die Bayreuther Festspiele um den Umgang mit Richard Wagners Antisemitismus, ihrer Nähe zum Nationalsozialismus und einer jahrzehntelang verdrängten Geschichte. Michel Friedmans Rede soll darauf eine Antwort versuchen. Von und

Machtkalkül vs. Brandmauer

CDU entfacht weitere Debatte über Umgang mit der AfD

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Sechs Wochen vor der Landtagswahl fordert Sachsens Ministerpräsident Gespräche mit allen Parteien. Damit verschärft Michael Kretschmer den Streit über die Abgrenzung zur AfD. Nach seiner Logik ist die AfD vor der Wahl tabu, danach soll gezählt werden. Von , und

Zitat der Woche

„Das [Migranten] sind Menschen. Und wir müssen sie wie menschliche Wesen behandeln, auf menschliche Weise – und nicht schlechter als Haustiere, andere Tiere et cetera.“

Papst Leo XIV., 23.04.2026, epd – zum Ende seiner Afrika-Reise auf dem Rückflug nach Rom

Auswertung

Wohngeld-Kürzungen treffen Migranten besonders oft

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Der Bund plant Kürzungen beim Wohngeld. Eine Studie zeigt, welche Personen von den niedrigeren Zahlungen betroffen wären. Und das sind an erster Stelle Familien mit Kindern. Besonders oft wären Migranten betroffen, wie eine MiGAZIN-Auswertung zeigt.

„Klima der Angst“

Pakistan verschärft Vorgehen gegen Afghanen ohne Aufenthaltstitel

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Seit dem 10. Juli lässt Pakistan afghanische Staatsangehörige ohne Visum festnehmen. Die Zahl der Ausreisen nach Afghanistan hat sich daraufhin mehr als verdoppelt. Hilfsorganisationen warnen vor erzwungenen Rückkehrentscheidungen und wachsender Unsicherheit.

COMiG
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„Partnerschaft“

Märkte, Rohstoffe, Migration: Was Deutschland in Afrika sucht

Johann Wadephul, Außenminister, Auswärtiges Amt, Politiker, CDU, Politik

Außenminister Wadephul wirbt in Nigeria um engere Beziehungen. Die Bundesregierung spricht von Partnerschaft und gemeinsamen Interessen. Ihre öffentlich genannten Ziele sind jedoch deutlich von deutschen Bedürfnissen geprägt: Absatz, Rohstoffe und Begrenzung von Migration. Nigeria setzt andere Schwerpunkte.

Jahresbilanz

Beratungsstellen zählen doppelt so viele rechte Gewalttaten als der Bund

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Sind Strafverfolgungsbehörden blind auf dem rechten Auge? Während das Bundesinnenministerium 1.246 Fälle ausweist, dokumentierten Beratungsstellen in ihrer Jahresbilanz 3.167 rechte Angriffe. Sie warnen vor anhaltend hoher Gewalt - und vor den Folgen für Betroffene. Von

Fragen und Trauer: München, Oslo und Utøya erinnern an 22. Juli

Rechtsterrorismus

Fragen und Trauer: München, Oslo und Utøya erinnern an 22. Juli

Am 22. Juli vor zehn Jahren tötete ein Rassist am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen, die er gezielt auswählte. Beim Gedenkakt forderte Bundespräsident Steinmeier „mehr klare Kante“ gegen Rassismus. Zeitgleich erinnerte Norwegen an die Anschläge von Oslo und Utøya. Was die Taten verbindet.

Stand des deutschen Visumsrechts 2026

Mirko Vorreuter im Gespräch

Stand des deutschen Visumsrechts 2026

Visumverfahren dauern lange und sind komplex. Migrationsrechtler Mirko Vorreuter erklärt im Gespräch den aktuellen Stand des deutschen Visumsrechts und wo die größten strukturellen Probleme liegen.

Hamburgs Parlament bleibt hinter der Vielfalt der Stadt zurück

Hamburgs Parlament bleibt hinter der Vielfalt der Stadt zurück

Die erste Befragung zur Migrationsgeschichte in Hamburgs Bürgerschaft liefert eine auffällige Zahl: 29 Abgeordnete geben einen Migrationshintergrund an – bei 42 Prozent in der Bevölkerung. Was diese Differenz für politische Debatten, Vertrauen und Zugehörigkeit bedeutet.

Return Hubs schaffen neue Probleme – und lösen keine

Andreas Grünewald im Gespräch

Return Hubs schaffen neue Probleme – und lösen keine

Die EU arbeitet an einer Verschärfung ihrer Abschiebepolitik. Im Zentrum stehen sogenannte Return Hubs, also Abschiebelager in Drittstaaten. Migrationsexperte Andreas Grünewald erklärt im Gespräch, warum die Zahl der Abschiebungen dennoch kaum steigen dürfte. Von

Ohne Zuwanderung würde Europa massiv einbrechen

EU-Demografie-Bericht

Ohne Zuwanderung würde Europa massiv einbrechen

Nach einem Bericht der EU-Kommission hat die europäische Bevölkerung ihren Höchststand erreicht. Ohne Zuwanderung würde sie bis 2100 nicht nur schrumpfen, sondern rund 130 Millionen Menschen weniger zählen. Migration verhindert den Wandel nicht, bremst aber seinen dramatischsten Verlauf.

Bespuckt, beleidigt, gestoßen: Antisemitismus trifft den Alltag

Baden-Württemberg

Bespuckt, beleidigt, gestoßen: Antisemitismus trifft den Alltag

Die dokumentierten Fälle reichen vom Angriff vor einem Gebetsraum bis zur Gewalt gegen einen Schüler. 335 Meldungen zeigen, wie schnell jüdische Sichtbarkeit auf Straßen, in Schulen oder bei Versammlungen zur Gefahr werden kann. Von

Proteste in Italien nach Polizeieinsatz gegen Abderradim Fakir

Wut und Trauer

Proteste in Italien nach Polizeieinsatz gegen Abderradim Fakir

Der Tod eines Marokkaners bei einer Polizeikontrolle bewegt seit dem Wochenende das ganze Land. Bei Protesten werden mindestens elf Menschen verletzt. Italiens Innenminister nimmt die Polizei in Schutz. Erstmals meldet sich auch Ministerpräsidentin Meloni zu Wort. Von

Video setzt italienische Polizei unter Druck – gefesselt, fixiert, tot

„Genug, genug!“

Video setzt italienische Polizei unter Druck – gefesselt, fixiert, tot

In Bologna kommt ein Marokkaner ums Leben, während ihn zwei Polizeibeamte am Boden halten. Viele Fragen zum Einsatz sind offen: Warum wurde der 42-Jährige weiter fixiert, obwohl er bereits gefesselt war? Der Fall sorgt in Italien für viele Schlagzeilen. Jetzt soll geklärt werden, was genau geschah. Von

Vergeudete Potenziale: Zugewanderte arbeiten unter Niveau

Arbeitsmarkt-Studie

Vergeudete Potenziale: Zugewanderte arbeiten unter Niveau

Trotz Fachkräftemangels arbeiten viele Zugewanderte unterhalb ihrer Qualifikation. Laut einer Bertelsmann-Studie verdienen ausländische Beschäftigte im Schnitt 19,6 Prozent weniger – auch wegen Sprachhürden, Bürokratie und Diskriminierung. Von

Forscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle

Bildungsmigration

Forscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle

Deutschland will für Fachkräfte, Studierende und Auszubildende aus Drittstaaten attraktiver werden. Der SVR sieht jedoch Risiken: Vereinfachte Zugänge könnten zweckwidrig genutzt werden und junge Menschen in prekäre Lebenslagen bringen.

Angst des ZDF vor Danger Dans „Keine Angst“

Lied gegen Nazis gestrichen

Angst des ZDF vor Danger Dans „Keine Angst“

Danger Dan sollte seinen neuen Song gegen Rechtsextremismus in der 100. Ausgabe der ZDF-Satiresendung „Die Anstalt“ präsentieren. Nach einer internen Prüfung wurde die Performance gestrichen. Die „Anstalt“-Macher sehen darin ein falsches Signal angesichts wachsender rechtsextremer Gewalt.

„23 000 Leben“: Netflix zeigt die Geschichte der Iuventa-Crew

Seenotrettung

„23 000 Leben“: Netflix zeigt die Geschichte der Iuventa-Crew

Der Netflix-Film erzählt die wahre Geschichte der Berliner Initiative Jugend Rettet. Eine junge Crew rettete im Mittelmeer mehr als 23.000 Menschen und geriet anschließend selbst ins Visier italienischer Ermittler. Der Film macht sichtbar, wie humanitäre Hilfe durch politische Blockaden und juristische Verfahren unter Verdacht geriet. Von