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Gerettete Flüchtlinge auf dem Deck der Sea Eye (Archiv-Foto) © Sea Eye/Fabian Heinz

Ausharren an Bord

„Ocean Viking“ und „Sea-Watch 3“ warten auf Hafen für 810 Flüchtlinge

Die ersten der insgesamt 810 geretteten Geflüchteten an Bord von Rettungsschiffen im Mittelmeer warten seit Freitag vergangener Woche auf die Zuweisung eines Hafens – vergeblich. Seenotretter haben bereits mehrere Anfragen an Italien und Malta gestellt.

Donnerstag, 05.08.2021, 5:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 04.08.2021, 15:17 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Die Rettungsschiffe „Ocean Viking“ und „Sea-Watch 3“ mit insgesamt 810 Flüchtlingen an Bord haben am Mittwoch weiter auf die Zuweisung eines sicheren Hafens gewartet. Viele der 257 Geretteten an Bord der „Sea-Watch 3“ seien dehydriert und litten unter Seekrankheit, erklärte die Betreiberorganisation Sea-Watch. Einige Flüchtlinge und Migranten seien kollabiert und hätten Infusionen erhalten. „Auch nach mehrfachen Anfragen haben wir immer noch keinen sicheren Hafen zugewiesen bekommen“, sagte die Einsatzleiterin auf der „Sea-Watch 3“, Anne Dekker.

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Die von der Organisation SOS Méditerranée betriebene „Ocean Viking“ harrt mit 553 geretteten Menschen an Bord ebenfalls im Mittelmeer aus. Die Crew wiederhole täglich die Anfragen an die italienischen und maltesischen Behörden, sagte Sprecherin Petra Krischok. Bisher habe sie noch keinen Hafen zugewiesen bekommen.

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Rettung bei mehreren Einsätzen

Die Schiffe der beiden Organisationen hatten die Flüchtlinge und Migranten seit Freitag bei mehreren Einsätzen gerettet. Von beiden Schiffen wurden bereits mehrere Überlebende aus gesundheitlichen Gründen evakuiert.

Das Mittelmeer gehört zu den gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. Es gibt dort keine staatlich organisierte Seenotrettung für Migranten aus Afrika, die regelmäßig auf der gefährlichen Überfahrt nach Europa in Seenot geraten. Einzig private Organisationen halten mit verschiedenen Schiffen Ausschau nach gefährdeten Menschen. Bislang sind in diesem Jahr laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mindestens 1.173 Menschen ums Leben gekommen. (epd/mig)

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