Nach jahrelangen Protesten

Berliner Straßen mit kolonialen Namen werden umbenannt

29.11.2022

Berlin, Straßennamen, Kolonie, Geschichte, Kolonialgeschichte
Adolf Lüderitz und Gustav Nachtigal gelten als Wegbereiter des deutschen Kolonialismus. In Berlin sind eine Straße und ein Platz nach ihnen benannt. Jahrelange Proteste tragen jetzt Früchte: sie sollen umbenannt werden. Die neuen Namen ehren nicht mehr die Täter, sondern die Widerstandskämpfer.

Licht auf verdecktes Wissen

„Schwarze Akademie“ will Expertise schwarzer Menschen vernetzen

23.11.2022

Schwarze Menschen aus afrikanischen und anderen Ländern wollen sich gleichberechtigt einbringen bei der Gestaltung einer globalen Zukunft: Das Projekt „Schwarze Akademie“ bündelt ihr Know-how und ihre Perspektiven, möchte sie stärken und verbinden. Von

Im Osten des Kongo

„Wir sterben hier jeden Tag, und es kümmert niemanden“

22.11.2022

Flüchtlingslager, Afrika, Geflüchtete, Flüchtlinge, Krieg, Lager, Zelte
Die Lage der Menschen in der Demokratischen Republik Kongo wird immer kritischer. Manche fürchten, die Miliz M23 könnte die Bevölkerung aushungern. Repression kommt auch von der Regierung. Und dass die Welt kaum darauf reagiert, sorgt für Frust. Von

Richtungswechsel

Auch Schweigen ist ein Verbrechen

28.09.2022

Berthe Obermanns, Migazin, Menschenrechte, Frauen, Recht, Juristin, Rechtsanwältin
Die Queen zu verherrlichen, ist pietätlos gegenüber all jenen, die unter der Regentschaft von Elizabeth II. getötet, inhaftiert und gefoltert wurden. Von

Die Queen und Afrika

Elizabeth II. hat sich nie für das Unrecht der Kolonialzeit entschuldigt

11.09.2022

Queen Elizabeth, Königin, Großbritannien, England, Parade, Prinz Phillip
Nicht die ganze Welt trauert um Queen Elizabeth II. Denn sie hat sich nie für das Unrecht der Kolonialzeit entschuldigt, das auch unter ihrer Regentschaft verübt wurde. Bis zuletzt wurden Menschenrechte höflich ausgeklammert. Auf dem afrikanischen Kontinent nehmen ihr das viele übel - auch nach ihrem Tod. Von

Synonym für koloniales Unrecht

Berliner Benin-Bronzen gehen zurück nach Nigeria

29.08.2022

Benin-Bronze, Museum, Kolonialismus, Kunst, Nigeria, Raub
Die Benin-Bronzen sollen zurück nach Nigeria. Ein Vertrag wurde jetzt unterzeichnet. Die zum Synonym für koloniales Unrecht gewordenen Bronzen wurden von den Briten geraubt und verkauft - auch an deutsche Museen. Diese verweigerten bisher die Rückgabe mit der Begründung: Nigeria könne die Artefakte nicht angemessen aufbewahren.

71 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention

Koloniale Kontinuitäten im internationalen Flüchtlingsschutz

26.07.2022

Hand, Zaun, Flucht, Flüchtling, Gefängnis, Knast
Die Genfer Flüchtlingskonvention vom 28. Juli 1951 sieht eine enge Definition des Begriffs „Flüchtling“ vor. Sie ist ein Ausdruck von fortgesetztem Kolonialismus und braucht dringend eine zeitgemäße Reform. Von und

Sachsen gibt Weg für Verhandlungen zu Benin-Bronzen frei

13.07.2022

Benin-Bronze, Museum, Kolonialismus, Kunst, Nigeria, Raub
Sie schmückten einst den Palast des Königreiches Benin. Doch Ende des 19. Jahrhunderts erbeuteten Briten tausende Benin-Bronzen. Deutschland kaufte viele Bronzen ab. Jetzt sollen die Kunstwerke in nigerianisches Besitz zurückgehen. Ein Teil könnte dennoch in deutschen Museen bleiben.

Interview mit Elizabeth Beloe

Die deutsche Kolonialgeschichte gehört in die Schulbücher

13.07.2022

Elizabeth Beloe, NeMo, Kulturanthropologin, Migranten, Rassismus, People of Color
Deutschland ruft Fachkräfte und es kommen wieder Menschen. Und sie werden erneut benachteiligt – beispielsweise bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse, erklärt Elizabeth Beloe, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Netzwerke von Migrant:innenorganisationen (NeMO). Im Gespräch mit dem MiGAZIN erklärt sie auch, warum die deutsche Kolonialgeschichte in die Schulbücher gehört.

Erste Benin-Bronzen übergeben

Vereinbarung zu Rückgabe von Raubkunst aus Kolonialzeit unterzeichnet

03.07.2022

Benin-Bronze, Museum, Kolonialismus, Kunst, Nigeria, Raub
Vor 125 Jahren wurden sie zu Kolonialzeiten aus dem Königreich Benin in Afrika geraubt, dann in Europa verkauft: Nun sollen die Artefakte aus deutschen Museen ins heutige Nigeria zurückkehren. Eine Vereinbarung dazu wurde in Berlin unterzeichnet.