MiGAZIN - Das Fachmagazin über Migration, Flucht und Rassismus

Protest
Magdeburger Läden geschlossen – gegen AfD und Rassismus
Anderthalb Wochen vor der Abstimmung in Sachsen-Anhalt schließen zahlreiche von Migranten geführte Geschäfte in Magdeburg für mehrere Stunden. Die Aktion richtet sich gegen Rassismus und reagiert auf die hohen Umfragewerte der AfD vor der Landtagswahl.

Thüringen
Rias meldet so viele antisemitische Vorfälle wie noch nie
Rias Thüringen dokumentierte im vergangenen Jahr 418 antisemitische Vorfälle – den höchsten Wert seit Gründung der Meldestelle. Mehr als die Hälfte ordnete die Stelle dem israelbezogenen Antisemitismus zu. Zugleich nahmen Fälle mit rechtsextremem Hintergrund zu.

„Anreiz“ ohne Nachweis
Leistungsausschluss bei Dublin-Fällen: Zweifel an Recht und Wirkung
Die Bundesregierung setzt bei Dublin-Asylsuchenden auf Leistungsentzug – als „Anreiz“ für freiwillige Ausreisen. Doch sie weiß weder, wie oft die Regel angewendet wird, noch ob sie tatsächlich wirkt. Hinzu kommt: Das Gesetz steht auf sehr dünnem Eis. Spielt die Bundesregierung auf Zeit? Von Sedat Dursun

Funktstille
AfD will Staatsverträge kündigen: NDR und MDR zeigen Konsequenzen
Kurzzeitig schwarzer Bildschirm, mehrere Sekunden Stille im Radio: NDR und MDR zeigen vor den Landtagswahlen, welche Folgen eine Kündigung ihrer Staatsverträge haben könnte. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hat die AfD entsprechende Schritte angekündigt. Von Elisa Makowski

Demokratie-Monitor
Niedersachsen rückt politisch weiter nach rechts
Die Demokratie genießt in Niedersachsen weiterhin breite Zustimmung. Doch dahinter zeigen sich deutliche Risse: Ethnozentristische, rechtsextreme und antisemitische Einstellungen nehmen zu, die politische Mitte verliert an Bindekraft. Besonders auffällig sind Ressentiments gegenüber Geflüchteten, Migranten und Muslimen.

Urlaubsgefühl und Selbstbild
„Oh Gott, nicht hinschauen – da sind Deutsche!“
Jahrzehntelang reisten Deutsche mit dem Gefühl, Effizienz und Pünktlichkeit erfunden zu haben. Heute warten anderswo taktgenaue Züge, stabiles Internet und Kartenzahlung – während zu Hause Funkloch und Verspätung grüßen. Der alte Musterschüler entdeckt im Urlaub eine ungewohnte Rolle. Von Christoph Driessen

Kongo
Ebola breitet sich aus – Kinder sterben besonders häufig
Mehr als 5.500 Menschen sind erkrankt, mindestens 2.642 seit Beginn des Ebola-Ausbruchs im Ostkongo an der Infektionskrankheit gestorben. Besonders gefährdet sind Kinder. Laut Save the Children breitet sich das Virus häufig innerhalb von Familien aus. Von Birte Mensing

Studie
Ernüchternde Bilanz für grüne Revolution in Afrika
AGRA wollte den Hunger in seinen afrikanischen Partnerländern halbieren und die Landwirtschaft produktiver machen. Rund 20 Jahre später sieht eine zivilgesellschaftliche Studie diese Ziele weitgehend verfehlt. Die Zahl der Unterernährten stieg deutlich.

Arbeitsmarkt-Studie
Vergeudete Potenziale: Zugewanderte arbeiten unter Niveau
Trotz Fachkräftemangels arbeiten viele Zugewanderte unterhalb ihrer Qualifikation. Laut einer Bertelsmann-Studie verdienen ausländische Beschäftigte im Schnitt 19,6 Prozent weniger – auch wegen Sprachhürden, Bürokratie und Diskriminierung. Von Katrin Nordwald

Bildungsmigration
Forscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle
Deutschland will für Fachkräfte, Studierende und Auszubildende aus Drittstaaten attraktiver werden. Der SVR sieht jedoch Risiken: Vereinfachte Zugänge könnten zweckwidrig genutzt werden und junge Menschen in prekäre Lebenslagen bringen.

„Staatsschutz“ im Kino
Kampf gegen Neonazis – und gegen den Staat
Eine Staatsanwältin wird Opfer rechter Gewalt – und ausgerechnet ihre eigene Behörde bremst die Aufklärung. „Staatsschutz“ zeichnet ein verstörendes Bild institutioneller Verharmlosung und zeigt, was passiert, wenn Behörden rechte Gewalt nicht ernst nehmen. Von Britta Schmeis

Buchvorstellung
Wie viel Feindschaft hält eine Freundschaft aus?
Die Geschichten führen nach Israel, Palästina, in die Ukraine, die USA und nach Deutschland – Isabel Schayani erzählt in ihrem neuen Buch „Unwahrscheinliche Freundschaften“ von Menschen, die Krieg, politische Gegensätze und persönliche Verluste trennen – und die trotzdem verbunden bleiben. Von Robert Messer











