Nasim Ebert-Nabavi
Nasim Ebert-Nabavi, geboren in Teheran, ist Rechtsanwältin, Doktorandin und Dozentin für Öffentliches Recht. Sie schreibt aus juristischer und intersektionaler Perspektive über aktuelle rechtspolitische Themen mit Blick auf Machtverhältnisse, Gerechtigkeit und strukturelle Zusammenhänge.
AfD wächst
09.09.2026
Warnen, abgrenzen, nach rechts rücken – und trotzdem wächst die AfD. Diese Sackgasse ist gefährlich: Demokratie braucht wirksame Politik und Bürger, die für gleiche Rechte und Menschenwürde einstehen.
„Remigration“ vs. Demografie
30.08.2026
Was passiert mit einem Bundesland, das ausgerechnet jene Menschen zum Problem erklärt, die längst Teil seiner Gegenwart sind und die es für seine Zukunft braucht?
Patriotismus vs. Nationalismus
24.06.2026
Deutschland jubelt einer Mannschaft zu, die sichtbar gewordene Realität Deutschlands ist: Kinder und Enkel von Eingewanderten tragen den Adler, gewinnen Spiele und widersprechen dem ewiggestrigen Gerede.
Öl, Uran, Schweigen
17.06.2026
Donald Trump verkündet das Ende des Iran-Krieges, die Straße von Hormus soll wieder öffnen. Doch in der Absichtserklärung fehlen 92 Millionen Menschen, politische Gefangene und jede menschenrechtliche Bedingung an Teheran.
FIFA WM 2026
14.06.2026
Wäre ein deutscher oder englischer Spitzenschiedsrichter von der WM ausgeschlossen worden, wäre die Empörung groß gewesen. Bei Omar Artan bleibt sie gering – und genau darin liegt die unbequeme Wahrheit dieses Falls.
Realpolitik verbiegt Rechtsstaat
31.03.2026
Merz‘ Empfang von Ahmed al-Scharaa war mehr als Diplomatie. Er zeigte, wie weit deutsche Politik inzwischen geht, wenn es darum geht, Geflüchtete abzuschieben – politisch organisierte Verdrängung.
Politischer Übergriff
29.03.2026
Der Fall Collien Fernandes hätte eine Debatte über digitale Gewalt auslösen können. Stattdessen verschob Friedrich Merz den Fokus auf Migration – und drängte Schutz, Macht und Verantwortung an den Rand.
Iran
03.03.2026
Der Angriff auf Iran bricht das Völkerrecht – und dennoch tanzen Menschen. Zwischen Erleichterung, Angst um Angehörige und der Sehnsucht nach Freiheit zeigt sich die ganze Zumutung dieses historischen Augenblicks.
Super Bowl
11.02.2026
Latin-Superstar Bad Bunny sprengt den Super Bowl. Mit Spanisch, Puerto Rico und klaren Symbolen. Er nutzt die größte Bühne Amerikas – und macht sichtbar, wer längst dazugehört.
Gewalt ganz nah
02.02.2026
„Weit weg“ gilt nicht für alle: Für Millionen Menschen in Deutschland sind Gaza, Iran oder Sudan keine Schlagzeilen, sondern Familie, Angst und endlose Ungewissheit.