Interview mit Renate Künast
Es wurde nicht richtig ermittelt, Verfahren schnell eingestellt
20.07.2020
Die Grünen-Politikerin Renate Künast sieht in den aktuellen NSU-Drohmails an Frauen des öffentlichen Lebens eine weitere Eskalationsstufe. Die Rechtsprechung werde der Brisanz dieser Attacken nicht gerecht, sagte sie im Gespräch und will eine verfassungsrechtliche Klärung. Von Bettina Markmeyer
Chaos und Ignoranz
Lateinamerika kämpft gegen die Corona-Pandemie
20.07.2020
Während Europa über immer mehr Lockerungen diskutiert, wütet die Corona-Pandemie in Lateinamerika. Die Regierungen der Länder agieren unterschiedlich - teils mit dramatischen Konsequenzen. Meist trifft es die Armen. Von Susann Kreutzmann
"Vergeben" und "Voll"
Rassismus in Deutschland: Tausend Mal erlebt
17.07.2020
Die Wohnung ist vergeben, der Nachtclub voll, das Bahnticket wird gleich zweimal kontrolliert. Menschen mit vermeintlich ausländischem Aussehen erleben immer häufiger Diskriminierungen. Experten sehen positive Entwicklungen, aber auch rassistische Strukturen in der Gesellschaft. Von Miriam Bunjes
Stimme der Verstummten
Holocaustüberlebende Anita Lasker-Wallfisch wird 95 Jahre alt
17.07.2020
Sie spielte im Mädchenorchester von Auschwitz und wurde dadurch vor dem Tod bewahrt. Anita Lasker-Wallfisch überlebte Auschwitz und Bergen-Belsen. Lange schwieg sie über ihre Zeit im KZ. Heute ist sie eine der letzten Zeitzeuginnen des Holocaust - und wird heute 95 Jahre alt. Von Karen Miether
Kino
„Ich bin der deutsche Traum“
17.07.2020
Burhan Qurbani hat Alfred Döblins Großstadtroman "Berlin Alexanderplatz" mit viel Drive neu verfilmt und aktualisiert. Es geht um einen Flüchtenden aus Afrika, der in Berlin zu überleben sucht - Sozialdrama und Krimi mit hypnotischem Sog. Von Rudolf Worschech
Interview mit Giorgina Kazungu-Haß
„Mit Anti-Rassismus-Kampagnen bekämpfen wir nur Symptome“
16.07.2020
Die SPD-Politikerin Giorgina Kazungu-Haß ist seit 2016 die erste Schwarze Abgeordnete im rheinland-pfälzischen Landtag. Im Gespräch berichtet die Tochter einer Deutschen und eines Kenianers, wie sie die Diskussion um Rassismus in Deutschland empfindet. Von Karsten Packeiser
Debatte um "Mohrenstraße"
Afrikanistin beklagt Unwissenheit über Deutschlands koloniale Vergangenheit
14.07.2020
Afrikanistin Bechhaus-Gerst beklagt die der Debatte um eine Umbenennung der "Mohrenstraßen" große Unwissenheit. Man wisse zu wenig über Deutschlands koloniale Vergangenheit. In der Schule werde das kaum gelehrt. Von Elisa Makowski
Hessens Verfassungsschutz-Chef
„Bekämpfung des Rechtsextremismus ein absoluter Schwerpunkt“
13.07.2020
Der hessische Verfassungsschutzpräsident Robert Schäfer sieht im Kampf gegen den Rechtsextremismus die wichtigste Aufgabe seiner Behörde. Im Gespräch beklagt er ein gesellschaftliches Klima, in dem fremdenfeindliche und rassistische Parolen auf fruchtbaren Boden fallen. Von Gerhard Kneier
Buchtipp zum Wochenende
Antisemitismus: Benz kritisiert Gesinnungsdebatten
10.07.2020
Wissenschaftler aus Deutschland und Israel sehen die Antisemitismus-Debatten hierzulande in einer Schieflage. Statt nüchterner Expertise herrsche Gesinnungsstärke vor. Antisemitismusforscher Wolfgang Benz sieht die Freiheit der Wissenschaft bedroht. Von Markus Geiler
Kein Geld
Leichtes Spiel für Rechtsextremisten
07.07.2020
Rechtsextreme Gruppen suchen gezielt unter Jugendlichen ihren Nachwuchs. Präventionsexperten raten zu schnellem Eingreifen, wenn junge Menschen nach rechts abzudriften drohen. Eine gute Jugendarbeit sei hier wichtig, leider fehle ihr oft da die Mittel. Von Pat Christ