GEAS steht wegen Haft, Grenzverfahren und Abschiebungen in der Kritik. Menschenrechtler werfeb der Bundesregierung vor, die EU-Regeln nicht nur umzusetzen, sondern sie zusätzlich zu verschärfen. Ein Rechtswissenschaftler hat einen Vorschlag, für ein anderes Flüchtlingssytem. Von Jens Bayer-Gimm
Der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt löst bundesweite Mobilisierung aus. Zehntausende sollen am Wochenende demonstrieren. Aktivisten sprechen vom „Ernstfall“ und fordern eine entschlossene Antwort der demokratischen Parteien und der Zivilgesellschaft. Von Thomas Nawrath
Die Erinnerung an 9/11 ist unvollständig, wenn sie bei Heldentum und Zusammenhalt endet. Auf die Anschläge folgten Kriege, Gewalt und Argwohn gegen Muslime – und ein Sicherheitsapparat, der heute auch Trumps Abschiebepolitik trägt. Von Konrad Ege
In Deutschland lebten zur Jahresmitte rund 3,5 Millionen Geflüchtete - etwa 20.000 weniger als zu Jahresbeginn. Als Gründe nennt die Bundesregierung Abschiebungen, Ausreisen und Einbürgerungen. Die Bundesregierung hält weiter an Verschärfungen fest. Die Linke fordert schnellere Integration. Von Karsten Frerichs und Jürgen Prause
Die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA haben Vorurteile gegenüber dem Islam in Deutschland verstärkt. Bis heute wirkt das Feindbild nach, das sich damals etablierte, sagt die Kommunikationswissenschaftlerin Carola Richter im Gespräch. Von Franziska Hein
Aktuelle Filme beschäftigen sich mit rechter Gewalt, strukturellem Rassismus und fehlender Aufarbeitung. Gemeinsam ist ihnen ein neuer Blick: Sie erzählen aus Sicht jener Menschen, die lange nur als Randfiguren erzählt wurden – die Betroffenen. Ihre Perspektive macht aus vermeintlichen Einzelfällen ein größeres Bild. Von Jens Balkenborg
Für die Nazis war es ein modernes und perfekt am Zweck ausgerichtetes Gelände: Im KZ Sachsenhausen sollten die Insassen dem totalen Terror ausgesetzt sein. Im September vor 90 Jahren wurden die ersten Häftlinge dorthin verschleppt. Von Yvonne Jennerjahn
Der Herbst 1941 markierte einen entscheidenden Wendepunkt auf dem Weg zum Holocaust. Historikerin Andrea Löw erklärt im Gespräch, wie Ausgrenzung in systematische Deportation mündete – und warum sie angesichts des Aufstiegs der AfD heute Warnzeichen erkennt. Von Susanne Rochholz
Rudabeh lernt Deutsch, sucht Arbeit und plant in Deutschland ihre Zukunft. Gleichzeitig entscheidet eine von den Taliban beeinflusste Botschaft über den Pass ihrer Familie. Gleichzeitig wächst die Sorge vor Abschiebungen. Von Irene Dänzer-Vanotti
Mehr als 5.500 Menschen sind erkrankt, mindestens 2.642 seit Beginn des Ebola-Ausbruchs im Ostkongo an der Infektionskrankheit gestorben. Besonders gefährdet sind Kinder. Laut Save the Children breitet sich das Virus häufig innerhalb von Familien aus. Von Birte Mensing