MiGAZIN - Das Fachmagazin über Migration, Flucht und Rassismus

Ausbeutung von Arbeitskräften: Angeworben und allein gelassen

Monitor Menschenhandel

Ausbeutung von Arbeitskräften: Angeworben und allein gelassen

Deutschland wirbt Arbeitskräfte aus dem Ausland an. Doch wer hierzulande ausgebeutet wird, findet oft nur schwer Hilfe. Ein neuer Bericht zeigt: Für Betroffene fehlen vielerorts sichere Unterkünfte, der Zoll kontrolliert immer weniger Betriebe – und hiesige Gesetze können den Weg aus der Ausbeutung zusätzlich erschweren. Von

Bau, Bauarbeiter, Männer, Arbeitsmarkt, Diskriminierung, Ausbeutung
Tobias Gehring, Soziolog, Flucht, Flüchtlinge, Afrika, Migazin

Transkulturalität

Ein Kulturkonzept für unsere Zeit

Unser Land, unsere Kultur? In globalisierten Migrationsgesellschaften lohnt sich eine andere Perspektive. Zum 80. Geburtstag von Wolfgang Welsch lohnt ein Blick auf seine Idee der Transkulturalität. Von

Muhammad Samer Murtaza, Migazin, Islam, Muslime, Wissenschaft, Integration, Terror

Kopftuchverbot

„Gott glaubt an den Menschen“ – doch wer glaubt den Mädchen?

Kinder wachsen mit religiösen und kulturellen Traditionen auf. Doch das Kopftuch gilt als Zeichen fehlender Freiheit. Eine Kritik gegen das österreichische Verbot und dessen Befürworter – die auch in Deutschland Karriere machen. Von

Tetiana Kalitchenko, Ukrainerin, Ukraine, Krieg, Flucht, Integration, Sprache

Eine Ukrainerin erzählt

„Sicherheit ist noch kein neues Leben.“

Nach ihrer Flucht aus Kiew kommen Tetiana Kalitchenko und ihre Tochter in Norddeutschland an. Was folgt, ist ein langer Weg durch Sprachkurse, Wohnungssuche und Anerkennung - und die Bedeutung helfender Hände. Von

Kiflemariam Gebre Wold, MiGAZIN, Entwicklung, Rüstung, Menschenrechte, Rassismus, Migration

Koffer im Flur

Vorsorge für den Ernstfall

Die Wahl Tobias Rauschs zum Landtagspräsidenten zeigt, wie die AfD im Parlament Unterstützung jenseits der eigenen Reihen gewinnt. Für die Diaspora bedeutet dies eine schmerzhafte Erkenntnis – und warum ein Plan B nötig ist. Von

Sven Bensmann, Migazin, Kolumne, Bensmann, Sven

Nebenan

Januar, Februar, Schmerz, April

Eimerchen, Schäufelchen, Empörung: Während Politik und Öffentlichkeit Kleinkriege aufführen, wächst die AfD. Die AfD muss ihre Themen kaum noch selbst setzen. Die Pointe ist bitter. Von

Lavdije Zidi, Lehrerin, Bildung, Schule, Integration, Sprache

PISA-Ritual

Soziale Gerechtigkeit durch Bildung

Die PISA-Werte sinken, benachteiligte Jugendliche verlieren weiter an Boden. Gleichzeitig bleibt eine zentrale Erkenntnisquelle zu wenig genutzt: das Klassenzimmer. Es ist Zeit für einen Kurswechsel. Von

IOM-Bericht

Mindestens 4.400 tote Kinder auf Fluchtrouten erfasst

Schuh, Stacheldraht, Flucht, Flüchtling, Zaun, Geflüchtete

Mehr als 4.400 Kinder sind IOM-Angaben zufolge in den vergangenen zwölf Jahren auf Migrationsrouten ums Leben gekommen. Wegen einer hohen Dunkelziffer dürfte die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen. Besonders groß sind die Datenlücken bei Todesfällen auf See.

Landesweite Proteste

Kopftuchverbot in Österreich: Mädchen verweigern Gehorsam

Österreich, Wien, Kopftuchverbot, Schüler, Rassismus, Schule, Bildung

Dutzende Schülerinnen in Österreich weigern sich, das neue Kopftuchverbot für unter 14-Jährige zu befolgen. Die Behörden melden 52 mutmaßliche Verstöße, landesweit wird demonstriert. Die Regierung sieht im Verbot einen Schutz, Kritiker einen Eingriff in die Religionsfreiheit. Von Femke Colborne, Elena Crisan

Rückkehrparadox

EU erleichtert Abschiebungen – und erschwert freiwillige Ausreisen

Europäische Union, Fahne, Flagge, Europaparlament, Europa

Brüssel verschärft die Regeln für Menschen, die nicht ausreisen. Wer freiwillig zurück will und Unterstützung benötigt, trifft dagegen auf einen erschöpften Fördertopf. Die Folgen sind bereits in Deutschland spürbar: In mehreren Bundesländern fallen geplante Ausreisen aus – aus Untätigkeit, wie ein Blick in die Niederlande zeigt.

Völkermord in Namibia

Streit im Bundestag: Gerechtigkeit für Herero und Nama gefordert

Debatte, Bundestag, Politik, Hakan Demir, Parlament

Mehr als 120 Jahre nach dem Völkermord an den Ovaherero und Nama fordern Nachkommen der Opfer Reparationen und Mitsprache. Deutschland erkennt die Verbrechen an, lehnt eine Entschädigungspflicht aber ab. Ein Milliardenabkommen soll zur Versöhnung beitragen – doch genau darüber herrscht Streit.

Zitat der Woche

„Gedenkstätten sind keine Imagekampagnen für Deutschland; es sind Bildungsorte.“

Marlene Schönberger, 7. Oktober 2026 · Deutscher Bundestag, Plenarprotokoll 21/98, Seite 12223

Digitaler Alltag

Hass im Netz trifft häufig Migranten und Muslime

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Hassrede gehört für viele zum Alltag im Internet. Einer aktuellen Befragung zufolge haben 79 Prozent der Internetnutzenden solche Kommentare gesehen. Häufig genannt werden Angriffe auf Menschen mit Migrationsgeschichte, religiöse Minderheiten und politisch Andersdenkende.

Warnruf zum EU-Gipfel

Organisationen schlagen Alarm: Asylrecht unter Druck

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38 Organisationen appellieren an Berlin, Europas Asylrecht zu verteidigen. Der Appell an die Bundesregierung trifft auf einen maßgeblichen Befürworter zusätzlicher Verschärfungen. Innenminister Dobrindt möchte in bestimmten Situationen das Asylrecht aussetzen.

COMiG
Alle COMiGs anzeigen

Hunger-Report 2026

Mehr Hunger in Afrika, weniger Geld gegen die Not

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Während sich die Hungersituation südlich der Sahara verschlechtert, wird internationale Ernährungshilfe massiv zusammengestrichen. Zwischen 2022 und 2025 sank ihre Finanzierung um 59 Prozent. Hilfsorganisationen warnen davor, damit neue Katastrophen zu riskieren.

Gegen das Vergessen

Bundeskunsthalle zeigt neue Wege des Gedenkens an NS-Verbrechen

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Ein Baumversteck, eindringliche Bilder und ein interaktives Hologramm: Eine neue Ausstellung in Bonn verbindet Kunst mit historischen Zeugnissen. Sie fragt, wie die Erinnerung an nationalsozialistische Verbrechen auch für kommende Generationen lebendig bleiben kann. Von

Andere Länder, andere Glückspielregeln

Sollte man wissen

Andere Länder, andere Glückspielregeln

Menschen wandern ein und aus in andere Länder. Bei solchen Umzügen werden auch Gewohnheiten und digitale Konten mitgenommen. Wer unbedarft weitermacht wie in der Heimat, läuft Gefahr, gegen Regeln zu verstoßen.

Israel-Berichterstattung: Die Angst in der Redaktion

Studie über Pressefreiheit

Israel-Berichterstattung: Die Angst in der Redaktion

Nicht nur von außen kommt Druck: Viele Journalisten sehen bei der Nahost-Berichterstattung auch ihre eigenen Redaktionen als Gefahr für die Pressefreiheit. Besonders Medienschaffende mit Migrationsgeschichte üben Selbstzensur. Wem journalistische Kompetenz zugetraut wird, hängt ebenfalls von der Herkunft ab.

Auffällig viele rechte Straftaten ohne Extremismus-Stempel

Bayern

Auffällig viele rechte Straftaten ohne Extremismus-Stempel

Bayerns Polizei zählt mehr rechte als linke Gewalttaten. In der Statistik des Verfassungsschutzes ist es umgekehrt. Eine neue Regierungsantwort zeigt, wie unterschiedlich die Behörden rechte Kriminalität bewerten – und die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen. Von

Deutschland drängt EU zu Hilfskürzungen

Doppelter Rotstift

Deutschland drängt EU zu Hilfskürzungen

Deutschland kürzt die internationale Hilfe im eigenen Haushalt und drängt nun auch in Brüssel auf Einsparungen. Der neue EU-Kompromiss trifft die internationale Zusammenarbeit besonders hart, während Mittel für Grenzschutz geschont werden. Selbst aus der Bundesregierung kommt Kritik am Sparkurs.

Parlament und Wahlurne: Migranten fordern mehr politische Teilnahme

Schluss mit „PR-Platzierungen“

Parlament und Wahlurne: Migranten fordern mehr politische Teilnahme

Menschen mit Migrationserfahrung sind im Bundestag deutlich unterrepräsentiert. Organisationen beklagen Hürden, Intransparenz und aussichtslose Listenplätze. Sie fordern Reformen zudem das kommunale Wahlrecht. Ein Dossier zeigt, warum die deutsche Wiedervereinigung dies zumindest in einem Teil Deutschlands zunichtemachte.

Jüdisches Leben: Studie zeigt Angst und Alltag

Schutzlücken

Jüdisches Leben: Studie zeigt Angst und Alltag

Drei Jahre nach dem Hamas-Terror hat sich der Alltag vieler Juden in Deutschland verändert. Eine Studie dokumentiert Angst und Ausgrenzung – und zeigt, wie unterschiedlich jüdische Menschen auf Israels Krieg im Gazastreifen blicken. Antidiskriminierungsbeauftragte Ataman fordert Konsequenzen.

139 Tote, 84 Vermisste in Dschibuti: Die tödliche Hoffnung auf Arbeit

Die östliche Migrationsroute

139 Tote, 84 Vermisste in Dschibuti: Die tödliche Hoffnung auf Arbeit

Während Tausende vor dem Krieg im Jemen fliehen, versuchen andere, über dasselbe Land nach Saudi-Arabien zu gelangen. Sie hoffen auf Arbeit und ein besseres Leben. Für mindestens 139 Menschen endete die gefährliche Reise nun mit dem Tod auf See. Die Katastrophe wirft ein Schlaglicht auf eine Migrationsroute, auf der Gewalt, Ausbeutung und Tod zum Alltag gehören.

ICE-Beamter fährt Mexikaner  an – Absicht vermutet

USA/Texas

ICE-Beamter fährt Mexikaner an – Absicht vermutet

Ein Geländewagen der US-Einwanderungsbehörde ICE erfasst in Texas einen flüchtenden Bauarbeiter. Der 48-Jährige wird schwer verletzt. ICE spricht von einem Unfall. Doch die örtliche Staatsanwaltschaft sieht Hinweise auf einen vorsätzlichen Angriff. Überwachungsvideos zeigen den Vorfall.

Vergeudete Potenziale: Zugewanderte arbeiten unter Niveau

Arbeitsmarkt-Studie

Vergeudete Potenziale: Zugewanderte arbeiten unter Niveau

Trotz Fachkräftemangels arbeiten viele Zugewanderte unterhalb ihrer Qualifikation. Laut einer Bertelsmann-Studie verdienen ausländische Beschäftigte im Schnitt 19,6 Prozent weniger – auch wegen Sprachhürden, Bürokratie und Diskriminierung. Von

Forscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle

Bildungsmigration

Forscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle

Deutschland will für Fachkräfte, Studierende und Auszubildende aus Drittstaaten attraktiver werden. Der SVR sieht jedoch Risiken: Vereinfachte Zugänge könnten zweckwidrig genutzt werden und junge Menschen in prekäre Lebenslagen bringen.

Ein Haus am See – und die Abgründe deutscher Geschichte

Kinostart für „Heimsuchung“

Ein Haus am See – und die Abgründe deutscher Geschichte

Jenny Erpenbecks Roman „Heimsuchung“ wird zum Kinostoff: An einem See in Brandenburg wechseln Bewohner und politische Systeme. Besonders eindringlich wird das Schicksal einer jüdischen Familie geschildert. Die Konzentration auf knapp zwei Stunden hat allerdings ihren Preis. Von

Shida Bazyar und die Kunst des kollektiven Wegsehens

Rezension

Shida Bazyar und die Kunst des kollektiven Wegsehens

Shida Bazyar hat mit ihrem Roman Die Lücken den Deutschen Buchpreis 2026 gewonnen. Sie erzählt von jüdischen Familien, die aus einer Kleinstadt verschwinden, und von Bewohnern, die ihre Mitverantwortung verdrängen. Jahrzehnte später: Wiederholt sich die Geschichte? Ein hochaktueller Roman. Von