MiGAZIN - Das Fachmagazin über Migration, Flucht und Rassismus

Wenn rechtsextreme Sprüche den Arbeitsplatz erreichen

Arbeitgeber in der Pflicht

Wenn rechtsextreme Sprüche den Arbeitsplatz erreichen

Frauenfeindliche Sprüche in der Teeküche, AfD-Wahlwerbung an der Pinnwand: Wenn rechte Parolen, Menschenverachtung und Einschüchterung in den Arbeitsalltag einsickern, geht es nicht mehr um Meinung, sondern um Schutz, Würde und klare Grenzen. Von

Vorurteil, Diskriminierung, Rassismus, Kopftuch, Muslime, Islam
Anissa Kirch, MiGZAIN, Oman, Religion, Islam, Muslime

Essay

Freiheit braucht Orientierung

Was wie eine Debatte über Kopftuch, Burka oder Bikini wirkt, ist in Wahrheit ein Streit über Freiheit, Rücksicht und Zusammenleben. Eine persönliche Erfahrung aus Oman wirft einen ungewohnten Blick auf deutsche Gewissheiten. Von

Lia Petridou, MiGAZIN, Journalistin, Kommunikation, ndo, neue deutsche medienmacher

Zerfaserte Realität

Für eine Renaissance der Leitmedien

Was geht verloren, wenn jede Timeline ihre eigene Wirklichkeit erzeugt? Eine persönliche Medienerfahrung führt zur Frage, warum soziale Netzwerke Öffentlichkeit zersplittern – und weshalb Leitmedien plötzlich wieder gebraucht werden. Von

Johannes Brandstäter, Diakonie, Menschenrechte, Migration, Migranten, Einwanderung, Zuwanderung

Bildung

Kitas als Integrationskraftwerke

Die Politik wirbt um Zuwanderung, spart aber bei deren Kindern. In Kitas fehlen Personal, Plätze und Förderung. So beginnt Teilhabe für viele mit einem staatlich organisierten Fehlstart. Dabei haben Kitas das Potenzial als Integrationsmotor. Von

Bernadett Kovács, Erzieherin, Integration, Sprache, Bildung, Deutschlan, Migration

Kampf gegen die Bürokratie

Mein Weg von Ungarn in die deutsche Kita

Sie kam als Lehrerin nach Deutschland – mit Erfahrung und mit Liebe zu Kindern und zu ihrem Beruf. Aus ihrem Diplom wurde aber ein Kampf gegen die Bürokratie. Eine Geschichte über Entwertung, zermürbendes Warten und Hoffnung. Von

Joachim Glaubitz, MiGAZIN, Menschenrechte, Flucht, Migration, Asyl, Rechtsextremismus

Baden-Württemberg

Die Mär von der Protestwahl

Die AfD wird längst nicht mehr bloß aus Frust gewählt. Immer mehr stimmen bewusst für ihre rassistischen und rechtsextremen Positionen – und genau das entlarvt eine bequeme Legende. Was ist nun zu tun? Von

Deborah Wolf, Integration, Identität, Rassismus, Sachsen, MiGAZIN

Münchner Sicherheitskonferenz

Applaus für Kolonialismus und Verachtung

In München wurde eine koloniale Weltsicht nicht nur ausgesprochen, sondern beklatscht – und damit offengelegt, wer im Westen als Teil des „Wir“ gilt und wer nicht. Was München 2026 über Macht und Zugehörigkeit verriet. Von

Notstand an Bord

Italien verweigert Seenotrettern nahen sicheren Hafen

Flüchtlinge, Seenotretter, Seenotrettung, Flüchtlingspolitik, Mittelmeer

Mehr als 50 gerettete Menschen harren weiter auf der „Sea-Watch 5“ aus – erschöpft, krank, teils verletzt, eine schwangere Frau unter ihnen. Während sich der medizinische Notstand zuspitzt, verweigern die Behörden einen nahen sicheren Hafen und machen das Mittelmeer erneut zum Schauplatz politisch kalkulierter Härte.

Afrikas unfreiwillige Söldner

Mit falschen Jobversprechen in Russlands Krieg

Soldaten, Krieg, Panzer, Schnee, Winter, Russland, Ukraine

Sie suchten Arbeit im Ausland, um ihre Familien ernähren zu können: als Fahrer, Wachmann oder auf dem Bau. Doch statt eines Jobs landeten Hunderte Afrikaner in russischer Uniform an der Front – getäuscht, ausgenutzt und verheizt.

Humanitäre Not

Afghanistan zwischen Pakistan-Konflikt und Iran-Krieg

Afghanistan, Hunger, Hilfe, Armut, Warten, Berge, Dürre, Essen, Männer

Explodierende Preise, Bomben aus Pakistan, eingeschränkte Einfuhren aus dem Iran: Immer mehr Menschen in Afghanistan wissen nicht, woher sie ihre nächste Mahlzeit nehmen sollen. Von

Debatte in der Linken

Gysi verknüpft Antisemitismus mit Zuwanderung in die Partei

Gregor Gysi, Gysi, Gregor, linke, die linke, politik

Gregor Gysi gerät parteiintern unter Druck, weil er Antisemitismus in der Linken mit neuen Mitgliedern mit Migrationsgeschichte verknüpft. Die Kritik zielt auf ein altes Muster: gesellschaftliche Probleme werden Minderheiten zugeschoben, statt ihre tieferen Ursachen zu benennen.

Zitat der Woche

„Wer Respekt vor der Drecksarbeit hat, Bomben auf Zivilisten abzuwerfen, ist selbst ein Dreckskerl.“

Navid Kermani, 22. Juni 2025, dpa – nach folgender Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz: „Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht [Angriff auf den Iran] für uns alle.“

Terrorpläne und Rassenkrieg

Weitere Razzien gegen mutmaßliche Neonazi-Gruppe

Polizei, Polizeiauto, Polizeieinsatz, Straße, Hundertschaft

Die mutmaßlichen Mitglieder der rechtsextremen „Letzten Verteidigungswelle“ wollten nicht einfach Angst verbreiten, sondern mit rassistischer Gewalt gegen Asylbewerber, Migranten und politische Gegner einen „Rassenkrieg“ entfachen. Neuen Razzien zeigen, wie jung, konkret und gefährlich rechter Terror noch immer ist. Von

Chats mit der AfD

Union bemüht sich um Schadensbegrenzung

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Hat Manfred Weber die EVP-Fraktion beim Thema Brandmauer im Griff? Der Kanzler hält sich mit persönlicher Kritik an ihm zurück – macht aber eine Ansage, andere CDU-Politiker relativieren. SPD spricht von Wahlbetrug. Von

COMiG
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Neue ZDF-Doku

Warum der Fall Özil viel mehr als nur Fußball erzählt

Mesut Özil, Fußball, Fans, Stadtion, Nationalmannschaft, DFB, Sport, Türke

Mesut Özil war einst Symbol einer vielfältigen Republik, heute steht er für einen tiefen Bruch – mit dem DFB und mit Deutschland. Eine neue ZDF-Doku zeigt nicht nur den Absturz eines Idols, sondern auch das Scheitern einer Gesellschaft im Umgang mit Zugehörigkeit und Rassismus. Von

Extremismusforscher warnt

Rechte Wahlerfolge in Hessen: AfD gefestigt, frühere NPD zweistellig

Wahlen, Wahl, Wahlurne, Demokratie, Wähler, Wahlkabine

Die AfD rückt in Hessens Kommunen immer weiter in die Mitte der Macht – und selbst die frühere NPD erzielt mancherorts zweistellige Ergebnisse. Was hier wächst, ist nicht bloß Protest, sondern ein politisches Klima, warnt Rechtsextremismusforscher Becker.

Rechtsextreme Konzerte im Visier

Thüringen

Rechtsextreme Konzerte im Visier

Volksverhetzende Drohkulisse, Neonazi-Szene, einschlägig bekannte Kneipe – und trotzdem finden die Konzerte statt. Südthüringen zeigt, wie mühsam der Rechtsstaat gegen Rechtsextreme vorgeht, während diese ihre Räume weiter behaupten.

„Es gibt keinen Raum, in dem es keinen Rassismus gibt.“

Forscherin

„Es gibt keinen Raum, in dem es keinen Rassismus gibt.“

Rassismus vermuten die meisten Menschen eher bei anderen als bei sich selbst. Rassismusforscherin Lisa Janotta meint, Rassismus abbauen könne eine Gesellschaft nur, wenn sie anerkenne, dass Vorurteile menschlich sind. Von

Berliner Partizipationsgesetz benachteilige Bewerber ohne Migrationserfahrung

Justizsenatorin im „Alleingang“

Berliner Partizipationsgesetz benachteilige Bewerber ohne Migrationserfahrung

Das Berliner Gesetz für mehr Teilhabe gerät unter Verfassungsverdacht, weil es Bewerber ohne Einwanderungsgeschichte benachteiligen soll. Die Justizsenatorin will das ändern. Offen bleibt die Frage, wie Bewerber mit Migrationserfahrung fair behandelt werden sollen.

Flüchtlingsrat: Wegfall der Asylberatung hätte dramatische Folgen

„Folgenschweren Fehler“

Flüchtlingsrat: Wegfall der Asylberatung hätte dramatische Folgen

Die Bundesregierung will ausgerechnet dort kürzen, wo Rechtsstaatlichkeit beginnt: bei unabhängiger Beratung für Asylsuchende. Das bedroht nicht nur dutzende Stellen, sondern dürfte Verfahren verlängern, Unsicherheit verschärfen und Abläufe ad absurdum führen. Von und

Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026

Tausende Veranstaltungen

Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026

Mehr als 3.600 Aktionen setzen in Deutschland ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus – so viele wie nie zuvor. Doch während das Engagement wächst, nehmen auch Druck, Störungen und Angriffe auf antirassistische Arbeit zu. Von

Migrationsforscher: Iraner könnte es nach Deutschland ziehen

Unterschiedliche Szenarien

Migrationsforscher: Iraner könnte es nach Deutschland ziehen

Könnte Deutschland ein Ziel für Flüchtlinge aus dem Iran sein? Durchaus, sagt der Migrationsforscher Oltmer. Allerdings sei derzeit eine größere Fluchtbewegung eher unwahrscheinlich. Die Grenzen seien dicht. „Da ist kaum ein Durchkommen.“ Von und

Venezolaner in Chile: Zwischen Bleiben und Gehen

Ausländerfeindliche Diskurse

Venezolaner in Chile: Zwischen Bleiben und Gehen

Erst geholt, dann zum Problem erklärt: In Chile geraten Venezolaner zwischen Wirtschaftskrise, Rechtsruck und Rückkehrdruck. Das erinnert an Deutschland, wo Migration im Wahlkampf ebenfalls schnell zur Sündenbock-Erzählung wird. Von

Mauretaniens Kampf gegen Überfischung

Europas Fangflotten

Mauretaniens Kampf gegen Überfischung

Europäische Trawler verdienen vor Mauretaniens Küste prächtig mit – doch für lokale Fischer wird das Meer zum Kampfgebiet. Dass ausgerechnet Überwachungsschiffe sie bremsen müssen, zeigt, wie rücksichtslos Europas Fangflotten agieren. Von

Mängel bei Versorgung psychisch kranker Geflüchteter

Studie

Mängel bei Versorgung psychisch kranker Geflüchteter

Eine Studie beleuchtet die Versorgung Geflüchteter mit psychischen Erkrankungen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Die Forschenden legen eine lange Liste mit erheblichen Mängeln vor.

Islamische Gefängnisseelsorge unzureichend angeboten

Studie

Islamische Gefängnisseelsorge unzureichend angeboten

In deutschen Gefängnissen ist die Seelsorge christlicher und jüdischer Insassen gewährleistet. Für Muslime mangelt es vielerorts aber an einer ausreichenden islamischen Seelsorge. Die Lage in den Ländern ist sehr unterschiedlich – manche geben an, es gebe keinen Bedarf. Von

„Was ist daran so spannend, dass wir nicht in Deutschland geboren sind?“

„Tatort“-Kommissar Hasanovic

„Was ist daran so spannend, dass wir nicht in Deutschland geboren sind?“

Zwei neue „Tatort“-Kommissare, ein alter Reflex: Noch immer gilt es als Sensation, wenn Figuren mit Einwanderungsgeschichte einfach nur ihren Job machen. Edin Hasanovic hält der Republik damit einen Spiegel vor.

Deutsche Botschaft in Rom erinnert an erstes Anwerbeabkommen

„Gastarbeiter“

Deutsche Botschaft in Rom erinnert an erstes Anwerbeabkommen

Rund 70 Jahre nachdem Italien und Deutschland das Abkommen über die Anwerbung und Vermittlung von italienischen Arbeitskräften geschlossen haben, erzählen in Rom die Kinder der sogenannten Gastarbeiter von ihren Erfahrungen. Von