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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier während seiner Rede in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem (Archiv)

Steinmeier zum Ramadan

Hoffnung auf Ende der Pandemie

Bundespräsident Steinmeier wünscht Muslimen ein gutes Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan. Er bittet um Disziplin und Verständnis, dass das Ramadan-Fest erneut im kleinsten Kreis gefeiert werden kann. Bald sollten größere Feste möglich sein. Muslime weisen auf Hygiene-Regeln hin.

Mittwoch, 12.05.2021, 5:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 12.05.2021, 11:33 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |  

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Muslimen seine guten Wünsche zum Fest des Fastenbrechens an diesem Donnerstag übermittelt. „Das Zuckerfest ist ein einladendes Fest, ein Fest für alle, für die Familie der Muslime und für ihre Freunde“, sagte Steinmeier am Mittwoch in einer Videobotschaft.

„Es ist bitter, dass dieses Miteinander zum Ende des Ramadan nun das zweite Jahr in Folge nur unter den Einschränkungen möglich ist, die uns die Pandemie auferlegt.“ Er hoffe, dass die gemeinsam durchlittene Zeit der Pandemie die Religionsgemeinschaften und auch die vielen Menschen, die sich keiner Religion zugehörig fühlen, in Deutschland einander näherbringe.

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Der islamische Fastenmonat Ramadan endet traditionell mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens. In der Türkei heißt das Fest auch Zuckerfest, weil die Kinder Süßigkeiten geschenkt bekommen. Es ist neben dem Opferfest das wichtigste Fest im Islam.

Steinmeier wünscht Muslimen größere Feste

Das Fastenbrechen sei nicht nur die große Verheißung nach einer langen Zeit des Verzichts, „es ist auch ein gemeinschaftliches Ereignis“, fügte Steinmeier hinzu: „Ich danke Ihnen sehr dafür, dass Sie die Enttäuschung und den Verzicht auf ein großes Miteinander in dieser langen Pandemiezeit tragen.“ Er wünsche den Musliminnen und Muslimen, dass ihnen der Verzicht auf große gemeinsame Feiern sehr bald „mit einem noch größeren Fest vergolten wird.“

Er müsse schweren Herzens noch einmal um „Disziplin und Verständnis dafür bitten, dass das Zuckerfest auch in diesem Jahr nur im kleinsten Kreis gefeiert werden kann“, so der Bundespräsident. „Am Ende tue ich das aber in der Hoffnung, dass – je schneller die Impfungen nun vorangehen – die Verheißung der Gemeinschaft nach all den Entbehrungen für uns alle bald wieder wahr wird“, erklärte Steinmeier: „Dass Sie die Regeln heute einhalten, ist Ihr unverzichtbarer Beitrag für die Gemeinschaft unseres ganzen Landes, und dafür danke ich Ihnen allen von Herzen.“

Ramadan unter Einschränkungen

Derweil wies der Koordinationsrat der Muslime (KRM) auf die coronabedingten Einschränkungen bei der Feier des Fastenbrechens am Donnerstag hingewiesen. Das Festgebet werde in den Moscheegemeinden unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen stattfinden, erklärte der KRM in Köln. Dazu gehören demnach unter anderen Abstandsregeln, die Vornahme der rituellen Waschung zuhause, das Mitbringen eines eigenen Gebetsteppichs und das Tragen eines medizinischen Mund-/Nasenschutzes in der Moschee.

Zur Teilnahme am Festgebet müssen sich Besucher vorher bei ihrer örtlichen Moscheegemeinde informieren und gegebenenfalls anmelden, hieß es. Nach dem Gebet beglückwünschen sich Muslime, beschenken Kinder und besuchen Familienangehörige, Verwandte und Freunde. (epd/mig)

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