MiGAZIN - Das Fachmagazin über Migration, Flucht und Rassismus

Auffällig viele rechte Straftaten ohne Extremismus-Stempel

Bayern

Auffällig viele rechte Straftaten ohne Extremismus-Stempel

Bayerns Polizei zählt mehr rechte als linke Gewalttaten. In der Statistik des Verfassungsschutzes ist es umgekehrt. Eine neue Regierungsantwort zeigt, wie unterschiedlich die Behörden rechte Kriminalität bewerten – und die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen. Von

Joachim Herrmann, Herrmann, Innenminister, CSU, Bayern
Muhammad Samer Murtaza, Migazin, Islam, Muslime, Wissenschaft, Integration, Terror

Kopftuchverbot

„Gott glaubt an den Menschen“ – doch wer glaubt den Mädchen?

Kinder wachsen mit religiösen und kulturellen Traditionen auf. Doch das Kopftuch gilt als Zeichen fehlender Freiheit. Eine Kritik gegen das österreichische Verbot und dessen Befürworter – die auch in Deutschland Karriere machen. Von

Tetiana Kalitchenko, Ukrainerin, Ukraine, Krieg, Flucht, Integration, Sprache

Eine Ukrainerin erzählt

„Sicherheit ist noch kein neues Leben.“

Nach ihrer Flucht aus Kiew kommen Tetiana Kalitchenko und ihre Tochter in Norddeutschland an. Was folgt, ist ein langer Weg durch Sprachkurse, Wohnungssuche und Anerkennung - und die Bedeutung helfender Hände. Von

Kiflemariam Gebre Wold, MiGAZIN, Entwicklung, Rüstung, Menschenrechte, Rassismus, Migration

Koffer im Flur

Vorsorge für den Ernstfall

Die Wahl Tobias Rauschs zum Landtagspräsidenten zeigt, wie die AfD im Parlament Unterstützung jenseits der eigenen Reihen gewinnt. Für die Diaspora bedeutet dies eine schmerzhafte Erkenntnis – und warum ein Plan B nötig ist. Von

Sven Bensmann, Migazin, Kolumne, Bensmann, Sven

Nebenan

Januar, Februar, Schmerz, April

Eimerchen, Schäufelchen, Empörung: Während Politik und Öffentlichkeit Kleinkriege aufführen, wächst die AfD. Die AfD muss ihre Themen kaum noch selbst setzen. Die Pointe ist bitter. Von

Lavdije Zidi, Lehrerin, Bildung, Schule, Integration, Sprache

PISA-Ritual

Soziale Gerechtigkeit durch Bildung

Die PISA-Werte sinken, benachteiligte Jugendliche verlieren weiter an Boden. Gleichzeitig bleibt eine zentrale Erkenntnisquelle zu wenig genutzt: das Klassenzimmer. Es ist Zeit für einen Kurswechsel. Von

Lea Gajić, Gesellschaft, Menschenrechte, MiGAZIN

Fragile Zugehörigkeit

Für einen zweiten Tag der Deutschen Einheit

Ein deutscher Pass schafft einen rechtlichen Status. Doch wer als deutsch wahrgenommen wird, entscheidet sich oft im Alltag. Dort zeigt sich, wie brüchig das Versprechen gleicher Zugehörigkeit ist. Von

Digitaler Alltag

Hass im Netz trifft häufig Migranten und Muslime

Smartphone, Soziale Medien, Apps, Telefon, Internet, Facebook, Twitter, YouTube

Hassrede gehört für viele zum Alltag im Internet. Einer aktuellen Befragung zufolge haben 79 Prozent der Internetnutzenden solche Kommentare gesehen. Häufig genannt werden Angriffe auf Menschen mit Migrationsgeschichte, religiöse Minderheiten und politisch Andersdenkende.

Warnruf zum EU-Gipfel

Organisationen schlagen Alarm: Asylrecht unter Druck

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38 Organisationen appellieren an Berlin, Europas Asylrecht zu verteidigen. Der Appell an die Bundesregierung trifft auf einen maßgeblichen Befürworter zusätzlicher Verschärfungen. Innenminister Dobrindt möchte in bestimmten Situationen das Asylrecht aussetzen.

Hunger-Report 2026

Mehr Hunger in Afrika, weniger Geld gegen die Not

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Während sich die Hungersituation südlich der Sahara verschlechtert, wird internationale Ernährungshilfe massiv zusammengestrichen. Zwischen 2022 und 2025 sank ihre Finanzierung um 59 Prozent. Hilfsorganisationen warnen davor, damit neue Katastrophen zu riskieren.

Gegen das Vergessen

Bundeskunsthalle zeigt neue Wege des Gedenkens an NS-Verbrechen

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Ein Baumversteck, eindringliche Bilder und ein interaktives Hologramm: Eine neue Ausstellung in Bonn verbindet Kunst mit historischen Zeugnissen. Sie fragt, wie die Erinnerung an nationalsozialistische Verbrechen auch für kommende Generationen lebendig bleiben kann. Von

Zitat der Woche

„Gedenkstätten sind keine Imagekampagnen für Deutschland; es sind Bildungsorte.“

Marlene Schönberger, 7. Oktober 2026 · Deutscher Bundestag, Plenarprotokoll 21/98, Seite 12223

Doppelter Rotstift

Deutschland drängt EU zu Hilfskürzungen

Friedrich Merz, Politik, CDU, Politiker, Rede

Deutschland kürzt die internationale Hilfe im eigenen Haushalt und drängt nun auch in Brüssel auf Einsparungen. Der neue EU-Kompromiss trifft die internationale Zusammenarbeit besonders hart, während Mittel für Grenzschutz geschont werden. Selbst aus der Bundesregierung kommt Kritik am Sparkurs.

Studie über Pressefreiheit

Israel-Berichterstattung: Die Angst in der Redaktion

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Nicht nur von außen kommt Druck: Viele Journalisten sehen bei der Nahost-Berichterstattung auch ihre eigenen Redaktionen als Gefahr für die Pressefreiheit. Besonders Medienschaffende mit Migrationsgeschichte üben Selbstzensur. Wem journalistische Kompetenz zugetraut wird, hängt ebenfalls von der Herkunft ab.

COMiG
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Die östliche Migrationsroute

139 Tote, 84 Vermisste in Dschibuti: Die tödliche Hoffnung auf Arbeit

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Während Tausende vor dem Krieg im Jemen fliehen, versuchen andere, über dasselbe Land nach Saudi-Arabien zu gelangen. Sie hoffen auf Arbeit und ein besseres Leben. Für mindestens 139 Menschen endete die gefährliche Reise nun mit dem Tod auf See. Die Katastrophe wirft ein Schlaglicht auf eine Migrationsroute, auf der Gewalt, Ausbeutung und Tod zum Alltag gehören.

Kinostart für „Heimsuchung“

Ein Haus am See – und die Abgründe deutscher Geschichte

Heimsuchung, Film, Kino, Nationalsozialismus, Heimat, Flucht, Krieg

Jenny Erpenbecks Roman „Heimsuchung“ wird zum Kinostoff: An einem See in Brandenburg wechseln Bewohner und politische Systeme. Besonders eindringlich wird das Schicksal einer jüdischen Familie geschildert. Die Konzentration auf knapp zwei Stunden hat allerdings ihren Preis. Von

Ein seit 20 Jahren ungelöstes Problem: Neonazis auf der Richterbank

Gesetzentwurf zur Schöffenwahl

Ein seit 20 Jahren ungelöstes Problem: Neonazis auf der Richterbank

Eine Berliner Schöffin fantasierte davon, Ausländer zu töten. Neonazis werben seit Jahren gezielt um Richterämter. Ein Gesetz dagegen scheiterte bereits. Nun unternimmt die Bundesregierung einen neuen Anlauf. Ob die neuen Regeln Rechtsextremisten von der Richterbank fernhalten? Und was geschieht mit Strafurteilen, an denen rechtsextreme Richter beteiligt waren? Von

Deutschlands Schweigen zu Israel ist „unanständig“

Friedenspreisträger Philippe Sands

Deutschlands Schweigen zu Israel ist „unanständig“

In seiner Dankesrede kritisiert Philippe Sands Deutschlands Haltung gegenüber Israel ungewöhnlich scharf. Der Träger des Friedenspreises verlangt, Völkerstraftaten klar zu benennen, und warnt vor Einschränkungen der öffentlichen Debatte. Von

Umfassenden Schutz versprochen – Verbandsklage light geliefert

Niedersachsen

Umfassenden Schutz versprochen – Verbandsklage light geliefert

SPD und Grüne versprachen umfassenden Schutz vor Diskriminierung durch Behörden. Vier Jahre später liegt ein deutlich kleinerer Entwurf vor: Kommunale Stellen bleiben ausgenommen, neue Entschädigungsansprüche fehlen. Klagen dürfen nur staatlich anerkannte Verbände.

Warum AfD-Politiker Tillschneider nicht in die Synagoge durfte

Halle-Gedenken

Warum AfD-Politiker Tillschneider nicht in die Synagoge durfte

Hans-Thomas Tillschneider sollte am Jahrestag des rechtsextremen Anschlags in Halle das Parlament vertreten. Doch vor der Synagoge bildeten Studierende eine Menschenkette und ließen ihn nicht rein. Ein Blick auf seine ältere Reden erklärt den Protest.

Parlament und Wahlurne: Migranten fordern mehr politische Teilnahme

Schluss mit „PR-Platzierungen“

Parlament und Wahlurne: Migranten fordern mehr politische Teilnahme

Menschen mit Migrationserfahrung sind im Bundestag deutlich unterrepräsentiert. Organisationen beklagen Hürden, Intransparenz und aussichtslose Listenplätze. Sie fordern Reformen zudem das kommunale Wahlrecht. Ein Dossier zeigt, warum die deutsche Wiedervereinigung dies zumindest in einem Teil Deutschlands zunichtemachte.

Jüdisches Leben: Studie zeigt Angst und Alltag

Schutzlücken

Jüdisches Leben: Studie zeigt Angst und Alltag

Drei Jahre nach dem Hamas-Terror hat sich der Alltag vieler Juden in Deutschland verändert. Eine Studie dokumentiert Angst und Ausgrenzung – und zeigt, wie unterschiedlich jüdische Menschen auf Israels Krieg im Gazastreifen blicken. Antidiskriminierungsbeauftragte Ataman fordert Konsequenzen.

ICE-Beamter fährt Mexikaner  an – Absicht vermutet

USA/Texas

ICE-Beamter fährt Mexikaner an – Absicht vermutet

Ein Geländewagen der US-Einwanderungsbehörde ICE erfasst in Texas einen flüchtenden Bauarbeiter. Der 48-Jährige wird schwer verletzt. ICE spricht von einem Unfall. Doch die örtliche Staatsanwaltschaft sieht Hinweise auf einen vorsätzlichen Angriff. Überwachungsvideos zeigen den Vorfall.

US-Regierung schließt Microsoft aus Visa-Programm aus

Zu viele Ausländer beschäftigt

US-Regierung schließt Microsoft aus Visa-Programm aus

US-Vizepräsident JD Vance kritist Microsoft, amerikanische Mitarbeiter durch Ausländer zu ersetzen. Der Tech-Riese soll vorerst keine neuen Anträge auf dauerhaftes Bleiberecht für ausländische Mitarbeiter stellen dürfen. In Indien sorgt die historisch aufgeladene Wortwahl von Vance für scharfen Protest.

Vergeudete Potenziale: Zugewanderte arbeiten unter Niveau

Arbeitsmarkt-Studie

Vergeudete Potenziale: Zugewanderte arbeiten unter Niveau

Trotz Fachkräftemangels arbeiten viele Zugewanderte unterhalb ihrer Qualifikation. Laut einer Bertelsmann-Studie verdienen ausländische Beschäftigte im Schnitt 19,6 Prozent weniger – auch wegen Sprachhürden, Bürokratie und Diskriminierung. Von

Forscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle

Bildungsmigration

Forscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle

Deutschland will für Fachkräfte, Studierende und Auszubildende aus Drittstaaten attraktiver werden. Der SVR sieht jedoch Risiken: Vereinfachte Zugänge könnten zweckwidrig genutzt werden und junge Menschen in prekäre Lebenslagen bringen.

Shida Bazyar und die Kunst des kollektiven Wegsehens

Rezension

Shida Bazyar und die Kunst des kollektiven Wegsehens

Shida Bazyar hat mit ihrem Roman Die Lücken den Deutschen Buchpreis 2026 gewonnen. Sie erzählt von jüdischen Familien, die aus einer Kleinstadt verschwinden, und von Bewohnern, die ihre Mitverantwortung verdrängen. Jahrzehnte später: Wiederholt sich die Geschichte? Ein hochaktueller Roman. Von

„Die Lücken“ trifft einen Nerv, den Deutschland nicht loswird

Deutscher Buchpreis

„Die Lücken“ trifft einen Nerv, den Deutschland nicht loswird

Der Wunsch nach einem historischen Schlussstrich bekommt literarischen Gegenwind: Shida Bazyar erzählt von NS-Verstrickung, Schweigen und Rassismus bis in die Gegenwart. Dafür erhält sie den Deutschen Buchpreis – mit einem Werk, das Gleichgültigkeit ausdrücklich verweigert. Von und