MiGAZIN - Migration und Integration in Deutschland

Koalition will bis Sommer Maßnahmen gegen Rassismus teilweise umsetzen

Halbherzig

Koalition will bis Sommer Maßnahmen gegen Rassismus teilweise umsetzen

Mit einem Abschlussbericht hat der nach den Anschlägen von Halle und Hanau gegründete Kabinettsausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus seine Arbeit beendet. Manch konkrete Maßnahme wird noch umgesetzt, bei anderen ist das fraglich.

Bundeskanzleramt, Berlin, Panorama, Stadt, Politik
Junus el-Naggar, Islam, Muslime, Religion, MiGAZIN

Was nun?

Lina studiert Jura und trägt ein Kopftuch

Meine Nichte Lina studiert Jura und sie ist sehr besorgt über ein Gesetz, das ihr unmöglich machen könnte, ihren Wunschberuf auszuüben. Ich konnte Lina nicht trösten. Von

Anja Seuthe, Muslime, Islam, Religion, Kopftuch

Schon wieder Kopftuchverbot

Der Deutsche weiß am besten, was gut für die Muslima ist

Ich habe überlegt, ob ich mich vor dem Schreiben dieses Beitrags abregen soll. Ich habe mich dagegen entschieden: Einem neuen Gesetz zufolge können Länder und Verwaltungen in Behörden Nazi-Tattoos und! Kopftücher verbieten. Von

Christiane Carstensen, MiGAZIN, Integration, Integrationskurs, Integrationslehrerin, Sprachhintergrund

Sprachhintergrund

Digital literacy – das bedeutet Zeit, Zeit, Zeit, Zeit.

Um nicht alphabetisierte Menschen fit für die digitale Teilhabe zu machen, braucht es Zeit und gut geplanten Unterricht. Bezahlte Vor- und Nachbereitungszeit sind aber immer noch die offenen Flanken der Integrationskurse. Von

Sven Bensmann, Migazin, Kolumne, Bensmann, Sven

Nebenan

Der Griff in die Schüssel

Die Union hat Hans-Georg Maaßen zum Bundestags-Direktkandidaten gekürt: Einmal zusammen mit der AfD all den Klimaschutzquatsch, die linksgrünversiffte Menschenrechtsideologie und die Flüchtenden über Bord werfen. Von

Hakan Demir, SPD, Bundestag, Neukölln, Kolumne, MiGAZIN

Von Neukölln in den Bundestag

Warum wir mehr Geschichten brauchen

Hakan Demir ist Enkel von Gastarbeiter:innen und tritt für den Bundestag an. Alle zwei Wochen berichtet er uns von seinem Wahlkampf. Diesmal spricht er über die Bedeutung von Geschichten für die Politik. Von

Gabriele Boos-Niazy, Kopftuch, Muslime, Islam, Kopftuchverbot, Religionsfreiheit

Widersprüchliche Signale

Niemand hat die Absicht, ein Kopftuchverbot zu erlassen!?

Das Bundesinnenministerium erlässt neue Regelungen zum Erscheinungsbild von Beamt:innen, die als verklausuliertes Kopftuchverbot daherkommen - eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Von

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Israel-Palästina-Konflikt

Angriffe auf Synagogen: Empörung wächst

Synagoge, Stern, David, Kuppel, Religion

Nach den Angriffen auf Synagogen in Nordrhein-Westfalen haben Politiker und Religionsvertreter besorgt reagiert. Doch die Straftaten reißen nicht ab. In der Nacht auf Donnerstag kam es bundesweit zu weiteren Vorfällen.

Mittelmeer

„Ärzte ohne Grenzen“ starten Seenotrettung mit eigenem Schiff

Seenotretter, Mittelmeer, Boot, Flüchtlinge, Sea Eye, Alan Kurdi

Bislang waren Mitarbeiter von „Ärzte ohne Grenzen“ zur Seenotrettung vor den Küsten Europas auf sieben Schiffen im Einsatz. Nun will die Nothilfeorganisation mit einem eigenen Schiff Flüchtlinge im Mittelmeer retten.

BUCH DER WOCHE

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Zu den Buchempfehlungen...

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  • Gebundene Ausgabe : 345 Seiten
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Ein verheißenes Land

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Exklusiv-Buchauszug

Kleiner Bruder: Die Geschichte meiner Suche

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Als sein kleiner Bruder verschwindet und alles darauf hindeutet, dass er die gefährliche Reise nach Europa angetreten hat, macht sich Ibrahima auf die Suche. Und erfährt am eigenen Leib, was der Traum von einem Leben in Europa bedeutet: Gewalt, Ausbeutung, Verzweiflung. MiGAZIN veröffentlicht einen Exklusiv-Auszug aus dem Buch.

Gericht war Überlastet

Milde Strafen für Nazis wegen Prozess-Verschleppung

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Die 2010 in Dresden gegründete rechtsextreme Hooligan-Gruppe „Faust des Ostens“ hat vor etlichen Jahren in den Fußballstadien für Randale gesorgt. Erst jetzt standen drei Mitglieder vor Gericht. Sie kommen mit milden Strafen davon - wegen Verschleppung des Verfahrens aufgrund einer Überbelastung der Strafgerichte.

Zitat der Woche

Wir besiegen die Pandemie nur weltweit oder gar nicht.

— Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, Bundestag

Union blockiert

Kein Beschluss über Streichung von „Rasse“ aus Grundgesetz

Grundgesetz, Gleichheit, Verfassung, Art. 3, Rasse, Diskriminierung

Der Begriff „Rasse“ bleibt vorerst weiter im Grundgesetz. Einer Streichung hat das Bundeskabinett nicht zugestimmt - die Unionsfraktion blockiert. Justizministerin glaubt nicht mehr an eine Änderung in der laufenden Legislaturperiode, Familienministerin bleibt optimistisch.

Reiche impfen, Arme nicht

Corona-Pandemie ist Bewährungsprobe für Menschenrechte

Corona, Coronavirus, Virus, Pandemie, Epidemie, Gesundheit, Krankheit

Durch die Corona-Pandemie seien weltweit die Menschenrechte unter Druck geraten, auch die globale Ungleichheit werde stärker, beklagen Menschenrechtsorganisationen. Sie fordern einen Kompass für künftige Krisen.

COMiG
Alle COMiGs anzeigen

Steinmeier zum Ramadan

Hoffnung auf Ende der Pandemie

Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident, Rede, Steinmeier

Bundespräsident Steinmeier wünscht Muslimen ein gutes Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan. Er bittet um Disziplin und Verständnis, dass das Ramadan-Fest erneut im kleinsten Kreis gefeiert werden kann. Bald sollten größere Feste möglich sein. Muslime weisen auf Hygiene-Regeln hin.

Fastenbrechen per Zoom

In Indien fällt Ramadan vielerorts zum zweiten Mal in den Lockdown

Indien, Flagge, Fahne, Staat, Land

Dass auch in diesem Jahr Einschränkungen während des Ramadans gelten, war für viele Muslime in der indischen Stadt Mumbai zunächst schwierig. Doch der befürchtete Versorgungsengpass ist ausgeblieben. Fasten gebrochen wird also - auch per Zoom. Von

Deutlich mehr Diskriminierungen im Corona-Jahr 2020

ADS-Jahresbericht

Deutlich mehr Diskriminierungen im Corona-Jahr 2020

Mehr Beschwerden wegen rassistischer Diskriminierung und einen Ausschlag nach oben durch die Corona-Pandemie registrierte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes im vergangenen Jahr. Das geht aus dem Jahresbericht hervor. Mangels Personal gibt es seit Monaten keine telefonische Beratung.

Fast 300 Diskriminierungs-Beschwerden gegen Behörden

Berlin

Fast 300 Diskriminierungs-Beschwerden gegen Behörden

In Berlin sind binnen eines Jahres 287 Beschwerden gegen Behörden eingegangen – die meisten aus „rassistischen Zuschreibungen“. Vor Gericht ist noch kein Fall gelandet.

Neues Gesetz zum Erscheinungsbild von Beamten sorgt für Kritik

Nazi-Tattoos und Kopftuchverbot

Neues Gesetz zum Erscheinungsbild von Beamten sorgt für Kritik

Weitgehend unbeachtet hat der Bundestag ein Gesetz mit Vorschriften für das Äußere von Beamten verabschiedet. Es geht um Tattoos, aber auch um religiöse Kleidungsstücke. Protest regte sich zu spät. Inzwischen hat auch der Bundesrat zugestimmt.

Kabinett billigt Milliarden-“Aufholpaket“ für Kinder und Jugendliche

150 Euro pro Kind

Kabinett billigt Milliarden-“Aufholpaket“ für Kinder und Jugendliche

Menschen, die in Deutschland benachteiligt sind, drohen durch die Corona-Krise auf der Strecke zu bleiben. Ein Aufholpaket soll zumindest Kindern und Jugendlichen Nachhilfe, Sport und Ferien ermöglichen. Experten fordern besondere Anstrengungen für Kinder mit Migrationshintergrund.

Mehr Anstrengungen bei Integrationspolitik nötig

Sachverständige

Mehr Anstrengungen bei Integrationspolitik nötig

Deutschland ist ein Einwanderungsland, wie zahlreiche Daten belegen. Für die Chancengleichheit für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte muss Experten zufolge jedoch noch an etlichen Stellen nachgebessert werden.

Jede dritte Muslimin befürchtet Nachteile durch Kopftuch

Studie

Jede dritte Muslimin befürchtet Nachteile durch Kopftuch

Die Neuauflage der Studie „Muslimisches Leben in Deutschland“ aktualisiert die Datenlage: Der Anteil der Muslime in Deutschland liegt bei 6,4 Prozent, jeder Zweite ist Deutscher und jeder Dritte fühlt sich von einem Islam-Verband vertreten.

Hilfsorganisationen beklagen Mittelkürzungen in Afghanistan

Folgen des Abzugs

Hilfsorganisationen beklagen Mittelkürzungen in Afghanistan

Helfer wollen in Afghanistan auch während des Abzugs der internationalen Truppen arbeiten. Dafür brauchen sie Zugang zu den Bedürftigen - und Schutz vor Gewalt. Stattdessen beklagen sie Mittelkürzungen.

Die Todesstrafe in den USA verliert zunehmend an Unterstützern

Ende einer „hässlichen Geschichte“?

Die Todesstrafe in den USA verliert zunehmend an Unterstützern

Die aus der amerikanischen Justiz schwer wegzudenkende Institution der Todesstrafe - der Inbegriff staatlicher Macht - ist ins Wanken geraten. Hinrichtungsgegner standen in vielen Bundesstaaten lange Zeit auf einsamer Flur - das hat sich geändert. Von

Flüchtlinge arbeiten meist unter schlechten Bedingungen

Studie

Flüchtlinge arbeiten meist unter schlechten Bedingungen

Die Arbeitsbereitschaft vieler Geflüchteter ist hoch – auch weil ihr Verbleib in Deutschland an einen Job gekoppelt ist. Einer Studie zufolge nutzen Arbeitgeber diese Zwangslage aus. Die Folgen der Arbeitsaufnahme sind dann oft das Gegenteil von Teilhabe. Experten sehen den Gesetzgeber in der Verantwortung.

Theologen in der Politik längst nicht mehr links

Studie

Theologen in der Politik längst nicht mehr links

Antje Vollmer von den Grünen, Peter Hintze von der CDU oder der frühere Bundespräsident Joachim Gauck - sie alle sind oder waren evangelische Theologen. Wissenschaftler in Münster erforschen das politische Engagement von evangelischen Theologen: Links war gestern, heute sind sie sogar in der AfD zu finden.

Spielzeugmuseum stellt sich dem Thema Rassismus

„Spielzeug ist nicht unschuldig“

Spielzeugmuseum stellt sich dem Thema Rassismus

Spielzeug gehört zu Nürnberg wie die Lebkuchen. Räderpferdchen, Bauklötze und Püppchen sind was rundum Schönes und Fröhliches - könnte man meinen. Aber auch Spielzeug kann eine Schattenseite haben. Von

„Das leere Museum schmerzt mich sehr“

Gespräch mit Hetty Berg

„Das leere Museum schmerzt mich sehr“

Vor einem Jahr – in der Corona-Krise- übernahm die Kulturhistorikerin Hetty Berg die Leitung des Jüdischen Museums Berlin. Sie folgte auf den angesehenen Judaisten Peter Schäfer, der das Amt nach massiver Kritik an der Politik des Hauses vorzeitig verließ. Im Gespräch erklärt die Niederländerin, wie es ist, ein Museum durch Pandemiezeiten zu führen und das Haus wieder zu konsolidieren. Von