Als Deutschland 30 Jahre Wiedervereinigung feierte, war für viele in der türkeistämmigen Community nicht zum Feiern zumute. Sie verbinden mit dem Mauerfall traumatische Erinnerungen. Ein Zeitzeuge erinnert sich. Von Ertekin Özcan
Viele von uns sind Kinder und Enkel der ersten Generation Arbeitsmigrant:innen. Das prägt. Während weißdeutsche Eltern ihren Kindern Märchen erzählten, hörten wir die Geschichten von Mölln und Solingen. Von A. Kadir Özdemir
Auf Trumps Corona-Infektion wollte ich eigentlich mit Häme und Spott reagieren. Schließlich hat er diesen Standard selbst gesetzt. Trotzdem tue ich das nicht. Andererseits: Eine Glosse ist eine Glosse ist eine Glosse. Von Sven Bensmann
Wenn Sicherheitsbehörden von Rassisten unterwandert werden, dann ist das eine Gefahr für jeden einzelnen Bürger und für die Demokratie insgesamt. Es ist Zeit für eine Null-Toleranz-Strategie. Von Said Rezek
Wenn Sie in den Dunstkreis von Verschwörungstheoretikern geraten, ist Ihr Ruf ruiniert. Da können Sie auch gleich zum Islam konvertieren. Andererseits: "Ist der Ruf erst ruiniert, dann denkt es sich ganz ungeniert. Von Anja Hilscher
Bei jedem fünften Kita-Kind wird zu Hause vorrangig eine andere Sprache als Deutsch gesprochen. Ist das gut oder schlecht? Kommt es auf die "Fremd"-Sprache an? Und wie gehen wir damit um? Von Maria Ringler
Vor gut einem Jahr wurden Ansprüche nach dem Asylbewerberleistungsgesetz eingeschränkt. Ein Rückblick auf die Rechtsprechung bundesdeutscher Sozialgerichte zeigt: Es bestehen Zweifel an der Verfassungskonformität vieler Leistungskürzungen. Von Lisa Pollmann
Das BAMF nutzt die Corona-Pandemie, um die Frist für Dublin-Abschiebungen von Geflüchteten zu verlängern. Diese Praxis verstößt allerdings EU-Recht und belastet Verwaltungsgerichte wie Geflüchtete unnötig. Von Hendrik Lammers
Integrationskurs-Lehrende haben zwar Fachwissen im Bereich Deutsch als Zweitsprache, aber professionell erworbene pädagogische Kenntnisse haben sie oft nicht. Austausch oder kollegiale Beratung? Fehlanzeige. Von Christiane Carstensen
Deutschlands Politiker werden nicht müde, ihre Bereitschaft zu bekunden, bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise zu helfen. Verkauft wird das als Akt der Humanität. In Wahrheit ist das reine Heuchelei - aus vielen Gründen. Von Prof. Dr. Suitbert Cechura