Kadir Özdemir, Migazin, Integration, Migration, Migranten, Soziologie

A. Kadir Özdemir

A. Kadir Özdemir migrierte mit 12 Jahren nach Deutschland und erlebte zum ersten Mal die Tragweite von Sprache und Sprachlosigkeit. Er studierte Neuere Geschichte und Soziologie und arbeitet seit 15 Jahren im Feld von Migration, Partizipation, Antirassismus und Intersektionalität. Seit 2016 leitet er landesweite Projekte zur Sichtbarkeit und Empowerment von queeren Personen of Color und ist Lehrbeauftragter an der Georg-August-Universität Göttingen. Er ist zudem Autor von Fachbüchern, in denen das Verhältnis von Mehrheit- und Minderheiten in ihren Machtverhältnissen beleuchtet werden.

Defragmentiert

Ende Gelände der weißen Klassenzufriedenheit

30.07.2020

„Die Neuen“ sollen Deutsch lernen. Und dann? Sie sollen eine Ausbildung machen. Und dann? Sie sollen arbeiten und Steuern zahlen. Und dann? Ja und dann? Dann löst dieser Erfolg ein schizophrenes Verhalten in den weißdeutschen Strukturen aus.

Plädoyer

Migrationserbe statt „Migrationshintergrund“

13.07.2020

Ähnlich wie Gender ist „Migrationshintergrund“ ein machtvolles gesellschaftliches Konstrukt und Stressfaktor im Hamsterrad der Integrationsdebatten. Dieser Begriff ist längst zu einem Ausdruck des Ausschlusses geworden. Ein Plädoyer für das Migrationserbe.

Teilhabe

Warum Jugendliche nicht von Politik wissen wollen

27.06.2016

Politikverdrossenheit bei Jugendlichen wird immer wieder angeprangert. Bei näherem Hinsehen fällt auf, dass insbesondere Jugendliche mit Migrationsgeschichte durchaus an politischen Themen interessiert sind, aber nicht mehr an die Wirksamkeit ihrer Stimme glauben. Von A. Kadir Özdemir

EU-Flüchtlingspolitik

Wie ein Künstler, der sein Werk verspottet

23.10.2015

Deutschland nimmt vergleichsweise nur ganz wenige Flüchtlinge auf. Dennoch inszeniert es sich als Schutzmacht für die Bedürftigen - Bundeskanzlerin Merkel als Mutter Theresa der Asylsuchenden. Die Wahrheit sieht anders und noch viel schlimmer auf EU-Ebene.

Migration und Korruption

Korrupt, das sind nur die anderen.

10.09.2015

Wissenschaftler untersuchen immer wieder negative Folgen von Einwanderung - mitgeschleppte Korruptionsangewohnheiten etwa. Den eigentlichen Korruptionsschaden verursachen aber elitäre Polit-Kreise. Das müsste man den "besorgten Bürgern" einmal klar machen.

Kurdischer Obama?

Ein Bild hält uns gefangen

19.08.2015

Seit Wochen kursiert eine Metapher in den Medien: HDP-Chef Selahattin Demirtaş sei ein kurdischer Obama. Wie stichhaltig dieser Vergleich ist und ob die damit verbundenen Assoziationen stimmen, hat sich A. Kadir Özdemir näher angeschaut.