Ertekin Özcan

Ertekin Özcan wurde 1946 in Erzincan–Çayırlı geboren. 1957 zog er mit seinen Eltern nach Istanbul, wo er 1970 sein Jurastudium abschloss und Rechtsanwaltstätigkeit ausübte. Seit Oktober 1973 lebt er in (West-)Berlin, wo er am Fachbereich Politische Wissenschaften der FU über „Türkische Immigrantenorganisationen in der Bundesrepublik Deutschland“ promovierte. Zugleich engagierte sich E. Özcan seit 1974 in zahlreichen türkischen Organisationen mit sozialdemokratischer Orientierung. 1977 wurde er Gründungsvorsitzender des Dachverbandes „HDF -Föderation progressiver Volksvereine der Türkei in Europa“. Ab Mitte der 80’er hat er sich für die Gründung überparteilicher Verbände eingesetzt, die für die Interessenvertretung und Integration der türkischen Minderheit in Berlin und in Deutschland eintraten, unter anderem war er Gründungsvorsitzender des „Türkischen Elternvereins in Berlin“ (1985-1988), Mitgründer und Sprecher des „Türkischen Bundes in Berlin“, Gründungsvorsitzender der „TGD -Türkische Gemeinde in Deutschland“ (1994-95) und Bundesvorsitzender der „FÖTED -Föderation türkischer Elternvereine in Deutschland“ (2000-2008). Er ist seit 1991 Mitglied der SPD, seit 1986 des KOTTI e.V. und war Mitglied der GEW (1984-2013). Von 1976 bis 1986 war er als Dozent und Lehrbeauftragter an der FU Berlin, FHSS Berlin, FHSfVR Berlin, VHS und beim ANE (Arbeitskreis Neue Erziehung) als Projektleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig sowie 1988 bis 2006 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Geschäftsführer des türkischen Elternvereins. Seit 2008 ist er als Organisations- und Kommunikationsberater, Sachbuchautor und Dichter tätig. 1992 erlangte Özcan die deutsche Staatsbürgerschaft.

30 Jahre Wiedervereinigung

„Die Mauer ist uns Migranten auf den Kopf gefallen“

07.10.2020

Als Deutschland 30 Jahre Wiedervereinigung feierte, war für viele in der türkeistämmigen Community nicht zum Feiern zumute. Sie verbinden mit dem Mauerfall traumatische Erinnerungen. Ein Zeitzeuge erinnert sich.