Die große Geste
Der Kniefall Willy Brandts in Warschau vor 50 Jahren
07.12.2020
Das Bild des knienden Kanzlers vor dem Ehrenmal der Helden des Warschauer Ghettos gehört zu den symbolträchtigsten des 20. Jahrhunderts. Es veränderte das Bild der Welt von Deutschland und die Einstellung der Deutschen zu ihrer Vergangenheit. Von Nils Sandrisser
Schoah-Relativierung
NS-Vergleiche auf Corona-Leugner-Demos erneten scharfe Kritik
25.11.2020
Die Empörung darüber, dass sich Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen mit NS-Opfern vergleichen, reißt nicht ab. "Der Holocaust ist kein Abziehbild für jedwede Opfergefühle", sagt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung.
Aufarbeitung
Staatsanwälte ermitteln in 13 Fällen zu NS-Verbrechen
24.11.2020
Auch 75 Jahre nach Beginn der Nürnberger Prozesse ermitteln Staatsanwälte wegen NS-Verbrechen. Trotz der lange zurückliegenden Zeit rechnet die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen damit, dass es noch weitere Fälle geben wird. Behörde rechnet mit weiteren Verfahren.
„Überfälliger Schritt“
Grüne fordern Aufarbeitung von Kolonialverbrechen
20.11.2020
100 Jahre nach dem formalen Ende des Kolonialismus fordern die Grünen Aufarbeitung der Geschichte – samt Verbrechen und Entschuldigung. CDU will mehr Forschung und verweist auf die Komplexität.
Vor 75 Jahren
„Jeder von uns hat die Prozesse gewollt“
20.11.2020
Es ging um Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess standen vor 75 Jahren 24 ranghohe Vertreter des NS-Staats vor Gericht. Der Nürnberger Jude und frühere US-Soldat Ernest Lorch transportierte die Gefangenen. Von Thomas Tjiang
Ein gewagtes Experiment
Wenn Senioren Advent und Chanukka zusammen feiern
19.11.2020
Im Altenheim der Budge-Stiftung in Frankfurt verbringen Juden und Nichtjuden gemeinsam ihren Lebensabend. So verfügte es der jüdische Stifter vor 100 Jahren. Nach den Schrecken des Holocaust wurde das Zusammenleben ein gewagtes Experiment. Von Jens Bayer-Gimm
Online-Ausstellung eröffnet
Jüdisches Leben in Deutschland
11.11.2020
Die Online-Ausstellung "7Places - Sieben Orte" des Zentrums für verfolgte Künste in Solingen erzählt anhand von Beispielen die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland. Unterstützt wird das interaktive digitale Projekt von den Vereinten Nationen.
„Schande des 9. November 1938“
Das Entsetzlichste: Erinnerung an die Gleichgültigkeit der Nachbarn
10.11.2020
Die Kanzlerin nennt es eine „Schande“, der Antisemitismusbeauftragte spricht von moralischem Versagen: Bei der Reichspogromnacht vor 82 Jahren gingen die Nazis offen zur Gewalt gegen Juden über. Am Montag wurde an die Opfer erinnert.
„Rettung ist Ehrensache“
Neue Dauerausstellung über „Stille Helden“ der NS-Zeit
26.10.2020
Der NS-Gewaltherrschaft versuchen sich in ganz Europa Menschen zu entziehen. Vielen Verfolgten, vor allem Juden, gelingt dies nicht. Und wenn doch, dann meist nur mit Hilfe anderer Menschen - darunter auch Muslime.
Heute vor 80 Jahren
Erste Massendeportation deutscher Juden
22.10.2020
Am 22. Oktober 1940 wurden mehr als 6.500 Juden aus dem Südwesten Deutschlands in das berüchtigte französische Lager Gurs deportiert. Eine Überlebende erinnert sich: "Ich sah meine Eltern erbleichen, zu Tode erschrecken" Von Alexander Lang