Wolfgang Schäuble

„Wir haben mit Türken ein besonderes Integrationsproblem.“

Mit dem Thema "Diversität gestalten - Globale und lokale Impulse für erfolgreiche Integration" beschäftigte sich am gestrigen Tag in Berlin eine internationale Tagung des Bundesministeriums des Innern und der Bertelsmann Stiftung.

Freitag, 19.06.2009, 6:29 Uhr|zuletzt aktualisiert: Samstag, 21.08.2010, 1:05 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Integrationsprozess in den Kommunen
Im Mittelpunkt stand die Rolle der Kommunen im Integrationsprozess. „Die persönlichen Netzwerke, die unsere Gesellschaft tragen, bilden sich am stärksten in unseren Städten und Gemeinden. Dabei sind die in Deutschland traditionell starken Kommunen unser großes Plus in der Integrationspolitik – auch im internationalen Vergleich. Hier wird seit Jahren hervorragende Arbeit geleistet“, so der für Integration zuständige Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble.

Unter dem Motto „Erfolgreiche Integration ist kein Zufall. Strategien kommunaler Integrationspolitik“ haben das Bundesministerium des Innern und die Bertelsmann Stiftung bereits im Jahr 2005 in einem gemeinsamen Wettbewerb die Frage gestellt, wie den Kommunen die Integration gelingt. Vier Kommunen wurden für ihre überzeugenden Ansätze und Konzepte ausgezeichnet. Mit der Tagung am 18. Juni 2009 wurde an den Wettbewerb angeknüpft. Die damaligen Preisträger und Jurymitglieder werden der Frage nachgehen, wie sich ihre Strategien zur kommunalen Integrationspolitik weiterentwickelt haben.

___STEADY_PAYWALL___

Integrationsproblem mit den Türken
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hob – einer Meldung in der türkischen Tageszeitung „Sabah“ zufolge – auch hervor, dass die Türken in Deutschland am meisten Integrationsprobleme haben: „Wir haben mit Türken ein besonderes Integrationsproblem.“ Er fügte hinzu: „Wir haben die Türken aus Anatolien hierher gebracht. Erst wollten sie nur Geld verdienen, mit der Zeit haben sie Familien gegründet und sind hier geblieben.“

Insbesondere türkische Frauen hätten ein Integrationsproblem. In Bezug auf den Spracherwerb seien Fortschritte erzielt worden. Der Familiennachzug sei an Kenntnisse der deutschen Sprache geknüpft worden. Damit habe man deutlich gemacht, dass der Spracherwerb Pflicht ist. Das Signal sei angekommen und angenommen, so in der „Sabah“.

Laut Schäuble sei die Integration trotz aller Schwierigkeiten „auf gutem Wege“. Dabei erwähnte er beispielsweise, dass immer mehr Familien ihre Kinder zu katholischen oder protestantischen Kindergärten schicken und Moscheen in Deutschland beim größten Teil der Bevölkerung Akzeptanz erfahren würden.

Faire Bildungschancen
Den Fokus auf die Bedeutung der Bildung im Integrationsprozess legte Dr. Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung: „Erfolgreiche Integrationspolitik ist eine der zentralen Herausforderungen für die Kommunen… Ohne faire Bildungschancen kann Integration nicht gelingen. Gerade gute frühkindliche Bildung und die Kooperation von Schulen mit kommunalen Partnern sind Erfolgsfaktoren für Integration. So eröffnen sich Chancen für jeden einzelnen, aber auch für die Entwicklung der Kommunen“.

Transatlantischer Austausch
Da der Umgang mit Vielfalt zunehmend auch eine internationale Dimension aufweist, stand neben den lokalen Initiativen der transatlantische Austausch im Vordergrund. Experten aus den USA, Kanada, Großbritannien und Italien berichteten über ihre Erfahrungen im Umgang mit Vielfalt.

„Wir können uns in Zeiten der zunehmenden grenzüberschreitenden Mobilität und der weltweiten medialen Vernetzung nicht mehr darauf beschränken, Herausforderungen national lösen zu wollen. Unilaterale Entscheidungen bringen uns häufig nicht mehr weit. Gerade transatlantische Impulse sind eine Bereichung für unsere nationalen und europäischen Ansätze zur Integration von Zuwanderern“, erklärt Bundesminister Schäuble.

Zurück zur Startseite
UNTERSTÜTZE MiGAZIN! (mehr Informationen)

Wir informieren täglich über Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Um diese Qualität beizubehalten und den steigenden Ansprüchen an die Themen gerecht zu werden bitten wir dich um Unterstützung: Werde jetzt Mitglied!

MiGGLIED WERDEN
MiGLETTER (mehr Informationen)

Bestelle jetzt den kostenlosen MiGAZIN-Newsletter:

Auch interessant
MiGDISKUTIEREN (Bitte die Netiquette beachten.)

  1. Blauauge sagt:

    Herr Schäuble soll das Kind mal beim Namen nennen. Wir haben nicht nur ein Problem mit den Türken, nein, mit den Muslimen haben wir ein Problem. Keinerlei Anpassung, die einzige Anpassung findet in unseren sozialen Hängematten statt. Da fühlen wir uns so richtig wohl in Deutschland. Da gibt es auch komischerweise keine Probleme, von den ungläubigen […] das hart erarbeitete Geld abzupressen. Die Zeit ist reif für komplette Rückführprogramme der Muslime in die gelobten Heimatländer. Dort muß man dann zwar arbeiten, aber mit Allahs Hilfe wird das sicherlich gelingen, auch mal einen Finger zu rühren. Einer der Mitkommentatoren hat es schon beschrieben, wie die Anwerbung der Türken 1961 von Statten ging. Also nichts mit: „Wir haben ´Deutschland aufgebaut“, einfach lachhaft. Den Italienern, den Griechen, Portugiesen etc. sind wir zu Dank verpflichtet. Aber sicherlich nicht den Türken. Deutschland ist ein christliches Land mit Kreuzen und Nonnen und soll es auch bleiben. Wir wollen keinen Kalifatsstaat. Wählt die unfähigen Politiker ab und die Ziele lassen sich konsequent verfolgen.

    • Ich bitte Sie darum, wenigstens ein Mindestmaß an Sachlichkeit zu bewahren. Ihr Kommentar ist an Pauschalisierung kaum mehr zu überbieten. Haben Sie bitte Verständnis, wenn wir hier möglichst konstruktive Diskussionen haben wollen.

    • delice sagt:

      Wir sollten dann bitteschön auch damit anfangen all die Auslandsdeutschen von dieser Welt gen Deutschland zu schicken. Ich denke, dass wir bestimmt 500 Millionen dann hier hätten! Wäre dann das Boot hier nicht voll, aber es wäre „rein DEUTSCH“!

      • G.Keldermann sagt:

        @ delice

        Ich denke nicht, das die Türkei (ich gehe davon aus, das Sie das mit WIR meinen) befugt oder in der Lage dazu ist, Auslandsdeutsche (mit Ausnahme der in der Türkei lebenden) nach Deutschland „zurückzuschicken“.

  2. Hans Wurst sagt:

    Ich verstehe die Aufregung nicht. Die Diskussion ist typisch und symptomatisch für die Situation in Deutschland. Die eigentliche Problematik liegt darin, dass viele deutsche Politiker Integration sagen aber Assimilation meinen.

    Es ist nur legitim, sich gegen diese Art von Politik zu wehren, natürlich auf dem Boden des Grundgesetzes. Nicht umsonst haben die Väter und Mütter des Grundgesetzes im § 1 die Würde des Menschen an erster Stelle gestellt. Daran kann keiner rütteln, auch nicht Herr Schäuble.

    • G.Keldermann sagt:

      @ Hans Wurst

      Es scheint hier im Kommentarbereich von MIGAZIN eine beliebte
      Spielart von (ich zähle das jetzt nicht noch auf) zu sein, sich
      mit „typisch deutschen“ Pseudonymen zu melden, und
      das amysant zu finden. Aber warum, kommt doch ihre
      Intention schon nach wenigen Worten zu Tage ?

      Die eigentliche Problematik liegt darin, dass viele Vertreter der Migranten
      (oder die,die sich dafür ausgeben) ,Integration sagen aber Partizipation
      (zu ihren Bedingungen) meinen.

  3. Kosmopolit sagt:

    Aus meinem Archiv hier einige Textpassagen, um die Probleme mit den Türken zu beleuchten.
    tacheles Nr. 5, Februar 1997, Diskussionsveranstaltung:
    Islamischer Fundamentalismus und türkischer Rechtsextremismus in der BRD am 13. 2. 1997, um 19.30 Uhr, im Haus der Jugend, Dorper Straße
    Seit Anfang der 90er Jahre nehmen islamische Vereinigungen sowie türkische nationalistische Gruppierungen in der BRD auffällig zu. Die fundamentalistischen islamischen Vereinigungen streben eine geeinte islamische Welt, in der die Trennung von Politik und Religion aufgehoben ist, sowie eine eigenständige islamische Gesellschaft der hier lebenden Muslime an. Sie instrumentalisieren die Religion, indem sie versuchen, sich mit dieser eine Lobby für ihre politischen Aktivitäten zu schaffen.
    Permanente Propaganda türkischer Medien bezweckt die Herausbildung starken Nationalbewußtseins mit Richtung auf ein großtürkisches Reich (in Anlehnung an das osmanische Reich). Auf diese Weise soll der Vielvölkerstaat Türkei zusammengehalten, von den eklatanten wirtschaftlichen und innenpolitischen Problemen in der Türkei abgelenkt und Frust und Verunsicherung der Migranten in religiöse Bahnen gelenkt werden.
    Bei vielen türkischen Jugendlichen fällt die nationalistische Beeinflussung nach dem Motto: „Die Türkei ist das Größte, es gibt nichts Größeres“ auf fruchtbaren Boden, begünstigt durch die ausgeprägte Ausgrenzungs- und Diffamierungspolitik der BRD.
    Soweit aus diesem Beitrag aus 1997, der an der Aktualität und Brisanz nichts eingebüßt hat.
    Da gibt es hier also einen fremden Staat, die Türkei, uns fremd in Kultur und Religion, dem wird gestattet, auf deutschem Rechtsboden, islamische Religion mit türkischen Lehrkräften auszuüben. Erschwerend kommt hinzu, dass hier unsere Rechtsstaat keine Kontrolle über die Lerninhalte hat. Diese Lehrkräfte, von der türkischen Religionsbehörde bezahlt, der deutschen Sprache nicht mächtig, vermitteln islamische Religion und Tradition, was für eine Integration kontraproduktiv ist. Dies ist auch ein Instrument der türkischen Politik, sich vehement in unsere Innenpolitik mit einzumischen.
    Zur Erinnerung, hier ein Kommentar aus der Wochenzeitung „Die Zeit“ ;
    Die großen türkischen Dachorganisationen spiegeln die politischen Kampflinien der türkischen Innenpolitik wieder: Ditib vertritt den offiziellen türkischen Staatsislam, den sowohl der von Milli Görü dominierte Islamrat als auch der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) ablehnen. Und alle gemeinsam wollen sich nicht vom Zentralrat vertreten lassen.
    Warum lässt hier unser Staat eine innenpolitische Einmischung durch den türkischen Staat zu ? Führt diese Einmischung, auch die der türkischen Presseorgane und der TV-Sender auf deutschen Terrain, letztendlich zur Vertiefung der Parallelgesellschaften ?
    Hinzu kommt der oftmals politisch schwierige Hintergrund der Verbände. So finanziert und kontrolliert beispielsweise das türkische Religionsministerium in Ankara den Verband Ditib. Im Islamrat gilt die türkische Milli Görüs als entscheidend, die der Verfassungsschutz beobachtet. Grund ist der Verdacht, Milli Görüs könnte radikal-islamischen Gruppen nahe stehen. Was im Vordergrund nicht so richtig zur Geltung kommt, ist die Tatsache, dass Milli Görüs sich für die Scharia stark macht.
    Faszinierend musste der deutsche Beobachter im TV sehen, hier in Frontal 21 vom 25.4.06, wie nationalistische türkische Organisationen, wie die grauen Wölfe, die türkische Jugend in Ballungungsgebieten, unterwandert, wie in Köln zu sehen. Durchweg werden in diesen türkischen Verbänden das Türkentum herausgestellt und gepflegt und eine Integration hintergründig behindert. Als weiteres Beispiel diente hier der türkische Film „Die grauen Wölfe“ der sich diesem Klischee des „Türkentum“ ausführlich hin gibt.
    Und so soll der Beitrag zur Integration aussehen, wenn versucht wird, die deutsche Innenpolitik aufzumischen, sich anschließend dann zu beschweren, die Mehrheitsgesellschaft tut so wenig für das türkische „Wohlbefinden“.
    Frage zu diesen Ausführungen: Machen das andere Migrantengruppen in dieser Ausprägung auch ?

    • Frage zu diesen Ausführungen: Machen das andere Migrantengruppen in dieser Ausprägung auch ?

      Nein, so viel Quatsch ist jeder Migrantengruppe zu viel.

      • Kosmopolit sagt:

        @Ekrem Senol
        Ich war 40 Jahre in einem internationen Konzern, mit fast allen Nationalitäten, beschäftigt.
        Hier habe ich auch liebenswerte Türken kennen gelernt, ohne Kopftuch und mit viel Bildung.
        Wenn ich jetzt in unserem kleinen Ort rum schaue, erschrecke ich bei dem Anblick vieler
        islamischer Frauen, in Kleidersäcke gehüllt, mit Kopftuch und großer Kinderschar 3 Mtr. hinter dem Pacha. Meine Nachbarin war Lehrerin. Sie hat zu diesem Thema auch eine Ansicht und hat gesehen, dass sich viele Muslime, die schon lange hier leben, total gewandelt haben. Zur Info :
        http://www.migazin.de/2009/06/11/der-erste-integrations-indikatorenbericht/#comment-1555
        Vergessen Sie eines aber nicht, die Türkei ist ein lebendes Pulverfass aufgrund vieler
        unterdrückten Probleme, die vieles auch nach Deutschland exportiert hat. Die Kurdenprobleme aus den 80er schon vergessen, wo hier Autos brannten und Straßen gesperrt wurden??
        Was glauben Sie, was in der Türkei los wäre, wenn Zuwanderer dort sich so verhalten würden wie z.T. die Türken hier? Besonders die Verachtung unserer Lebensweise, die von Generation zu Generation übertragen wird. Das ist überwiegend religiös begründet. Die Berliner Schulhöfe lassen grüßen, und nicht nur dort!
        Einem großen Teil der türkischen Teilnehmern fehlt jedwede Art von Selbstreflektion, das ist schade. Außerdem find ich es bedauerlich, dass sie sich sachlich nicht zu den türkischen Verbanden geäußert haben. Zafer Senocak hat doch recht.

      • G.Keldermann sagt:

        @ Ekrem Senol

        Herr Senol,Sie enttäuschen mich.

  4. Markus Hill sagt:

    O-Ton: „Özdemir steht meines Erachtens stellvertretend für Menschen mit Migrationshintergrund.“

    Interessant ist, dass das wohl viele andere Migranten nicht so sehen und ihn eher in die Ecke eines Vertreters von rein türkischen Interessen betrachtet. Womit man ihm wahrscheinlich nicht ganz gerecht wird.
    Die Internetseite hier erscheint mir interessant. Zumindest „spricht“ man miteinander. Richtig, man sollte in Deutschland Migrantenprobleme und Türken-Probleme fein unterscheiden. Die Türken sind eine grosse Einwanderungsgruppe mit einer schon fast „bodenlos-schlechten-Reputation“ in Deutschland. Durch die Integrationsstudien stigmatisiert (mit gutem Grund, die Fakten sprechen für sich) und verrufen, dürfen sie in den nächsten Jahren viel Überzeugungsarbeit leisten. Wobei man oft das Kind mit dem Bade ausschüttet. Die Mädchen steigern sich in den Schulleistungen. Vielleicht ergibt das Druck und Scham für die 20-jährigen Goldkettchen-Träger ohne Hauptschulabschluss, etwas polemisch formuliert. ABER: Vergessen wird oft, dass ein guter Teil auch gut intergriert ist. Dieser schämt sich für die auffälligen „Problemtürken“. Zumindest gibt es da Schnittmengen mit dem Denken von anderen Migrantengruppen (Nicht-Türken, die sich mittlerweile auch genervt fühlen durch die Migrantenschelte, die in der Regel „Türken-Schelte“ ist) und von Deutschen. Die Dinge werden jetzt offen und kontrovers diskutiert. Daraus kann sich zum Beispiel eine fruchtbare Diskussion mit Lösungsansätzen bilden. Solche Seiten wie hier sind da sehr zu begrüssen. Ob es eine wirklich repräsentative „Migrantenseite“ oder eine reine „Türkenseite“ wird, sollte die Zeit zeigen. Viel Glück!!!

    • Ob es eine wirklich repräsentative “Migrantenseite” oder eine reine “Türkenseite” wird, sollte die Zeit zeigen. Viel Glück!!!

      Danke! Wir sind bemüht, unser Redaktionsteam zu erweitern – Stichwort: MiGMACHEN. Es haben sich einige vielversprechende Kandidaten auch nichttürkischer Herkunft gemeldet. Es geht in die richtige Richtung.

  5. Battal Gazi sagt:

    Die Kommentare werden hier immer brauner

  6. Pekingente sagt:

    Das Problem mit der Integration, besteht nicht nur in Deutschland sondern auch in ganz Westeuropa, von Norwegen bis Italien, von Südzypern bis Portugal und nirgends ist die Integration gelungen.

    Ich frage mich wieso?.. Ist unsere Kultur, unsere Tradition und Lebensweise wirklich so schwer zu akzeptieren, dass man sie ablehnt und sogar verabscheut?.
    .Vielelicht liegt es auch einfach nur daran das wir Europäer „Ungläubige“ sind, mit unseren Frauen die als „Freiwild“ angesehen werden.
    Ich habe an Integration geglaubt, doch es aufgegeben und viele in meinem Freundeskreis bzw. Verwandte sind genau meiner Meinung.
    Hier findet keine Integration statt, sondern lediglich Parallelgesellschaften, respektloses Verhalten gegenüber unserer Kultur und nationale Interessen des türkischen Staates.
    Eher sollte man die integrationsUNwillige aufwachsende muslimische Jugend ( ist nicht pauschal gemeint ) auf ein gesittetes Leben in ihrem Heimatland vorbereiten und unterstützen.
    Hätten wir Thailänder, Chinesen oder Japaner als grösste Einwanderergruppe wären uns diese Probleme sicherlich erspart geblieben und wir hätten eine Bereicherung in unserer Gesellschaft..

    • Hans Wurst sagt:

      … deswegen gibt es in Bangkok, New York, Vancouver,… China Towns, Little Italy, … weil sich die Chinesen etc sehr gut integriert haben. Manchmal kann man an der Wahrnehmung einige Mitbürger wahrlich verzweifeln…

      Ich unterstelle mal keine Absicht sondern un- oder halbwissen, und das soll was heißen!

      • G.Keldermann sagt:

        @ Hans Wurst

        Sie FÜHLEN sich zumindest als Staatsbürger dieser Länder, und setzen alles daran deren Staatsbürgerschaft zu erlangen, u.a. da diese oft Voraussetzung für den dauerhaften Aufenthalt ist.

        Was z.B. Chinatown betrifft, möchten Sie, das es solche „Viertel“ auch hier in Deutschland gibt ? Ansätze sind schon vorhanden.

        • Ozan sagt:

          Mit dem Fühlen ist das so eine Sache…. Was nützt einem das Höchste an Gefühlen, wenn einem nicht das Gefühl vermittelt wird dazu zu gehören? Wer tagein tagaus hören muss, er sei eigentlich ein „Gast“ in Deutschland, den man u.U. wieder in seine vermeintliche Heimat zurückzuschicken gedenkt, verhält sich entsprechend. Stichwort: Self-Fulfilling-Prophecy… Integration ist stets reziproker Natur und keine Einbahnstraße….

          • G.Keldermann sagt:

            @ Ozan

            Aber ist nicht gerade das Verhalten, das Erscheinungsbild das dazu führt. das die Aufnahmegesellschaft ihn bestenfalls als „Gast“ ansieht, und ihm rät, das,wenn er sich hier nicht wohlfühlt und einfügen (integrieren) will,doch besser in ein Land (oder das Herkunftsland seiner Community) zu gehen ?

            Wäre die Aufnahmebereitschaft nicht viel größer oder überhaupt gegeben, wenn sich der Aufzunehmende ANDERS verhalten würde ?

            • Ozan sagt:

              Welches Erscheinungsbild meinen Sie? Wie hat sich der integrationswürdige Türke denn zu verhalten? Gibt es einen Verhaltenskatalog? Dürfen hier ansässige Türken keinerlei kulturelle Eigenheiten konservieren? Geht es um das Kopftuch? Bin ich Gast, weil ich beim Fussball eher der türkischen Auswahl die Daumen drücke als der deutschen?
              Fakt ist , dass es sich bei den Türken um Menschen handelt, die bereits in der dritten Generation in Deutschland leben . Viele der Problemfälle sind in Deutschland sozialisiert und tragen das Gütesiegel „Made in Germany“.

              • Synapse sagt:

                „Gibt es einen Verhaltenskatalog?“
                Ja: Eure Freiheit endet dort, wo Ihr die Freiheit der anderen beschneidet. Konkretes Beispiel: Zieht Eure Kinder schweinefleischfrei auf, wenn das für Euch wichtig ist, verlangt aber nicht, daß deutsche Kindergärten schweinefleischfrei für alle (auch die Nichttürken) kochen.
                Weiter: verzichtet auf Sonderbehandlung und Sonderrechte. Verlangt keine Quote und keine türkischstämmigen Aushängeschilder in einflußreichen Positionen. Wenn Ihr fähig seid, kommt Ihr so oder in die Stellungen, in die Ihr wollt. Wenn Ihr es aber nicht seid, habt Ihr in diesen Positionen nichts zu suchen.
                Ich kenne erfolgreiche Griechen und Italiener in Deutschland. Ihr Geheimnis? Sie verbinden in keinster Weise ihre Ethnizität mit ihrem Karrierestreben. Sie wollen einfach – als individuelle Person – erfolgreich sein.

              • G.Keldermann sagt:

                @ Ozan

                Es kommt darauf an, WAS Sie als „kulturelle Eigenarten bezeichnen.

                Ein nationalistisches TÜRKENTUM.
                ein archaisches Familienbild,
                und der Islam, wenn er nicht nur eine
                Religion, sondern auch eine
                „politische“ Ideologie darstellt,

                stehen für den Gegensatz zur deutschen Gesellschaft und unser Rechtsempfinden.

                Sie sagen „ach schon wieder der Islam “ ?

                Ist Ihnen schon aufgefallen, das es sich bei Vereinen und Organisationen (mit Relevanz),
                die sich um die “ Rechte “ der türkischen oder muslimischen Migranten „kümmern“
                fast ausschließlich um islamische/religiöse handelt ?

                Bei DITIB noch dazu um eine Organisation, die hier in Deutschland (durch die
                Weisungsabhängigkeit von der DIYANET, die wiederum DIREKT dem
                jeweiligen türkischen Ministerpräsidenten untersteht) quasi Einfluss
                des türkischen Staates auf die hier lebenden Menschen ausübt ?

      • Kosmopolit sagt:

        @Hans Wurst
        Ihr Sarkasmus in aller Ehre. Ich kenne Thailand ein wenig.
        Was glauben Sie, was würde passieren, wenn die Deutschen in BKK, Pattaya oder HKT (Phuket)
        sich so benehmen würden wie manche Migranten ( Türken, Araber, Libanesen) hier und Sonderrechte oder Privilegien vom thailändischen Staat einfordern würden. Sprechen Sie mal mit Ausländern in Thailand, was dort Sache ist. Nur, im Gegensatz zu den islamisch geprägten Mitbürgern hier, fordern Chinesen in China Town ( überall wo China Town sich etabliert hat) keine Sonderbehandlung und mischen die Innenpolitik des Gastlandes nicht auf. Dort gibt es keine Diskussionen über das GG, so wie hier in Deutschland durch die Vertreter des Islam.

      • Markus Hill sagt:

        Ungleiches sollte man da ungleich behandeln. Diese Bevölkerungsgruppen geniessen in der Regel eine gute Reputation. Die haben sie sich erarbeitet. Statt eines „verslumten“ Köln-Mülheims (bin da aufgewachsen, neben Keupstr.) könnte ich mir ein kleines China- oder India-Town in Köln gut vorstellen. Es besteht da also nicht ein genereller Vorbehalt gegen kleine „Dörfer“ in Städten, ist halt eine Sache der Qualität. In einem Kölner China-Town würden vielleicht sogar Deutsche und anderer Mitteleuropäer einem sehr starken Wettbewerb in der Schule ausgesetzt. Für ein Einwanderungsland – wenn man sich so definiert – wäre es ein Vorteil, eine Bereicherung. Ich glaube, die meisten Deutschen wären offen für solche Dinge. POSITIVES BEISPIEL: Die japanische Community (noch nicht ganz so gross) in Düsseldorf. In Frankfurt gibt es neben dem Bahnhof kleine Inder-Enklaven. Nett, spannend, angenehm bunt.

        • municipal sagt:

          @ Markus Hill

          Und ich beleibe dabei: Die Problematik gegenüber anderen Migrantengruppen ist bei Migranten , die aus islamisch geprägten Ländern kommen, in der Religion/Ideologie ISLAM begründet, der auf alle Bereiche (auch des täglichen Lebens)
          Einfluss hat. Dieser Einfluss wird durch die Verbände gegenüber dem Mehmet-Normal-Verbraucher (siehe Otto-Normal-Verbraucher) verstärkt, um ihn unter „die Fittiche“ zu bekommen, und später als mögliche Demonstrationsmasse zur Durchsetzung eigener Interessen zu missbrauchen. Der Gruppendruck innerhalb der Community ist hilfreich dabei.

          Bei Menschen mit türkischem Hintergrund kommt noch der überbordende Einfluss des türkischen Nationalismus mit Blut, Boden, Ehre dazu.

    • Battal Gazi sagt:

      Am besten sind genau die Migranten die die Miese Stimmung gegen eine Bevölkerrungsgruppe nutzen um sich ins Rechte Bild zu rücken.

      Guten Appetit!

      • G.Keldermann sagt:

        @ Battal Gazi

        Sie meinen sicherlich solch „Nestbeschmutzer“ wir Frau Kelek und Frai Ates, richtig ?

      • Markus Hill sagt:

        Inder, Chinesen etc.: Mit Ihrer Äusserung tun Sie diesen Einwandergruppen unrecht. In der Regel überzeugen diese die Mehrheit durch ein Leistung und ein angenehmes Auftreten (wie übrigens auch bestimmte Türken – zunehmend und zunehmend – man verallgemeinert halt, ist unglücklich). Einfach einen kühleren Kopf und weniger Betroffenheit – als Deutscher muss man sich in der x-ten Generation die Nazi-Kiste anhören. Die meisten haben nachgewiesermassen nichts damit zu tun und es gibt da kein Nazi-Gen, ebenso wie es kein Türken-Unterschichts-ich-will-kein-Deutsch-Lernen-Gen gibt:-)

    • delice sagt:

      Es sprach der „Herrenmensch“ aus Süd-West-Afrika!

      Deutschland über ALLES!

  7. Ozan sagt:

    Man sollte Fussballer werden in diesem Land… Gleich wie schlecht die Ausbildung und der Sprachduktus auch sind, fortan gilt man als Musterbeispiel für gelungene Integration, vorausgesetzt man entscheidet sich für die deutsche Nationalelf….

  8. Yakamoz sagt:

    Und was ist so schlimm an der angeblichen „Türkenlastigkeit“ dieser Seite??? Die Türken bilden ja schließlich die größte Migrantengruppe in Deutschland. Wem es hier nicht gefällt, braucht sie ja nicht zu lesen!
    Überhaupt verstehe ich die ganzen Islam- bzw. Türken-feindlichen Kommentare hier nicht, was soll das? Bleibt doch weg von dieser Seite, wenn euch diese Beiträge hier nicht gefallen!
    Ich finde diese Seite super und ich lese hier gerne mehrmals täglich gerade wegen der Türkei- und Türken-spezifischen Artikel hier!
    Bitte liebe Redaktion macht weiter so wie bisher und laßt euch nicht ärgern von so ein paar Provokateuren!

    • G.Keldermann sagt:

      @ Yakamoz

      Versuchen Sie doch mal, „feindliche“ und “ Provokateure“ wegzulassen, Ihre „Opferhaltung“ aufzugeben, und offensichtliche Probleme sachlich zu diskutieren, und sie nicht sofort als „Diskriminierung“, „Vorturteile“ oder „Beleidigung“ als nicht vorhanden abzuschmettern.

      • Yakamoz sagt:

        […], aber eines muß ich doch mal loswerden:

        Es geht hier nicht um „Opferhaltung“ (ich bin übrigens deutscher Abstammung), sondern die Türken sind ja schließlich die größte Einwanderergruppe in Deutschland. Daher ist es nur logisch, daß man auch am meisten hört von ihren Problemen.
        Außerdem werden sie auch am meisten diskrimiert durch Gesetze (siehe z.B. die Sprachtests, Visabestimmungen oder Ehegattennachzug oder doppelter Staatsangehörigkeit usw. usw.) und der deutschen Mehrheitsgesellschaft (z.B. durch Arbeitsplatz- oder Wohnungssuche usw.) im Gegensatz zu anderen EU-Ausländern und anderen „weißen“ Zuwanderen . Dadurch haben sie auch größere Schwierigkeiten als diese.

        Ihre Kommentare bestätigen selbstredend die Abwehrhaltung seitens der deutschen Mehrheitsgesellschaft gegenüber speziell den Türken und Muslimen im allgemeinen . Also machen Sie dann nicht diesen ihre „Opferhaltung“ zum Vorwurf!

        • Markus Hill sagt:

          Ein Einwurf, aus Sachinteresse: Ist die Gruppe der Aussiedler nicht ähnlich gross? Vielleicht kann man da anknüpfen, vergleichen. Ober wg. Bildungsniveau – ähnliche schlechte Voraussetzungen: Was haben die Italiener besser gemacht? Wovon könnten Türken lernen? Generell: Abgesehen von scheinbar ungerechten deutschen Forderungen – gibt es zur Lösung nicht oft genug gute Beispiele bei anderen Migrantengruppen?

    • Markus Hill sagt:

      Dagegen spricht, dass die Redaktion laut eigenem Anspruch nicht nur eine reine Türken-Seite sein möchte. Dagegen spricht auch, dass man durchaus auch einmal Interesse an Standpunkten von Deutschen oder anderen Doppelstaatlern zu Migrationsthemen zeigt. Ist ja keine Einbahnstrasse. Langfristige vielleicht auch eine gute Strategie, um in Zukunft mehr Aktzeptanz bei Migrationsthemen zu erhalten. Die Inhalte sind interessant, geraten oft auch über den Türkei-Rand hinaus. Die Diskussionen sind schön kontrovers. Man lernt auch einmal etwas über türkische bzw. türkisch-deutsche Standpunkte kennen. Mit einer weiteren Rand- bzw. Problemgruppen-Seite würde man sich meiner Ansicht nach unter Wert verkaufen.

  9. bosanac sagt:

    Na entlich mal einer der es aufn punkt bringt!
    Bravo Herr Schäuble!
    Die Türken sind echt störfriede der Integrations Politik.
    Bin mit einer Türkin Verheiratet aber was Ihre landsläute Dessinteresse zeigen an Geselschaftlichen leben ist nicht erklärbar ….

    • emire sagt:

      Nach deinen Nick zu urteilen bist du ein Bosnier um auf dein Zitat:Bin mit einer Türkin Verheiratet aber was Ihre landsläute Dessinteresse zeigen an Geselschaftlichen leben ist nicht erklärbar ….

      […]

      Meine Erfahrungswerte Deutschland betreffen 45 Jahre in diesem Land,kurz gesagt:Die Deutschen hatten nie Interesse an einer Integration.Das wir hier Lebten hat keinen interessiert,hauptsache die Türken haben das Straßenbild nicht geprägt.
      Vor uns gab es die Messestecher Itaker heute gibt es Italien-Wochen.Gerade eben kommt ein Scheiß Türke über die Lippen und in der nächsten halben Stunde sind diese dabei einen Döner im Mund zu halten.

      Wenn es schon nach 21 Jahren immer noch im Volke ein Ossi und ein Wessi gibt,was können die Türken erwarten…

      Ich bin Integriert,Zahle meine Steuern ,halte mich an Gesetze.
      Alles ander ist Privatsache,dort hat Deutschland nichts zu suchen,Ich teile mit keinem Deutschen eine Wohnung,ich muß mich nicht arrangieren.Punkt.

  10. @ ALL

    Leider ist die Diskussion hier teilweise so weit von der ursprünglichen Thematik abgedriftet, dass ich darum bitten muss, nur noch zur Sache zu kommentieren.

    Wolfgang Schäuble: “Wir haben mit Türken ein besonderes Integrationsproblem.“

    Leider muss ich auch beobachten, dass einige hier einfach nur noch provozieren oder unbedingt das lezte Wort haben wollen. Solche Kommentare werden nicht mehr berücksichtigt.