Worin geht es in dem Konflikt um antisemitische Elemente in der Kunst? Unschuld? Schließlich ist Unschuld hierzulande eine begehrte Position. Von Prof. Dr. Astrid Messerschmidt
Der Krieg in der Ukraine verursacht schon jetzt irreparable Schäden an den Kulturgütern des Landes. Internationale Kulturorganisationen wollen helfen, Kunstschätze vor der Zerstörung zu bewahren. Von Franziska Hein
Der amerikanisch-japanische Bildhauer Isamu Noguchi gilt als einer der bedeutenden Bildhauer der 20. Jahrhunderts, ist hierzulande aber wenig bekannt. Das Kölner Museum Ludwig präsentiert ab Samstag das ungewöhnlich vielfältige Werk des Künstlers. Von Claudia Rometsch
Im Frankfurter Kunstverein werden Arbeiten des Künstler-Kollektivs „Forensic Architecture“ zum rassistischen Terroranschlag in Hanau und zum Tod von Oury Jalloh in einer Polizeizelle gezeigt. Franziska Nori, Curatorial Host, erklärt im Gespräch, warum ein Kunsthaus der richtige Ort für die Ausstellung ist, welche Erkenntnisse bisher gewonnen wurden und was sie bewirken soll. Von Lukas Geisler
Vor 125 Jahren wurden sie zu Kolonialzeiten aus dem Königreich Benin in Afrika geraubt, dann in Europa verkauft: Nun sollen die Artefakte aus deutschen Museen ins heutige Nigeria zurückkehren. Eine Vereinbarung dazu wurde in Berlin unterzeichnet.
Das Riesengemälde mit judenfeindlichen Motiven auf der documenta ist abgehängt. Trotz einer Entschuldigung des Kuratorenkollektivs Ruangrupa sind die Wunden auf der Ausstellung noch nicht verheilt. Von Christian Prüfer
Die documenta-Generaldirektorin Schormann will nach heftiger Kritik untersuchen lassen, ob auf der Kunstschau weitere judenfeindliche Werke gezeigt werden. Ein Versäumnis bestritt sie. Für das künstlerische Programm sei sie nicht zuständig.
Die Kritik an der documenta reißt nicht ab. Nach der Entfernung eines indonesischen Riesengemäldes mit antisemitischen Details richten sich Fragen gegen die Verantwortlichen. Neue Vorwürfe gibt es wegen eines pro-palästinenischen Filmprogramms.
Der Aufsichtsrat der documenta hat die Reißleine gezogen: Ein vielfach kritisiertes Gemälde mit antisemitischen Detailbildern muss entfernt werden. Der Kasseler Oberbürgermeister spricht von einem „immensen Schaden“ für die Stadt und die documenta.
Ein antisemitisches Werk auf der „documenta fifteen“ sorgt für Empörung. Kultusministerin äußert große Besorgnis, der Antisemitismusbeauftragte fordert Entfernung. Bereits im Vorfeld war die Kunstausstellung in die Kritik geraten.