Während Chemnitz sich auf die Eröffnung des europäischen Kulturhauptstadtjahres vorbereitet, melden Neonazis eine Demo an. Ein Bündnis wirft der Stadt vor, rechte Strukturen zu ignorieren. Es werde weggeschaut.
Wo beginnt und wo endet Meinungsfreiheit? Mit Blick auf den Nahost-Konflikt wiederholt sich die Debatte – auch nach einem Eklat um die Berliner Ausstellung der berühmten US-Fotografin Nan Goldin. Von Verena Schmitt-Roschmann und Lisa Forster
Brasilien und Deutschland verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Vor 200 Jahren kamen die ersten Deutschen in dem Land an. Sie hinterließen Spuren – an Gebäuden sowie in Sprache und Tradition. Von Philipp Znidar
Tango und Deutschrap zeigen, wie Migration und soziale Realität kreative Musikgenres und einzigartige kulturelle Ausdrucksformen schaffen – eine (post-)migrantische Lebensrealität. Von Alexander Böttcher
Der Karneval der Kulturen erreicht mit dem Umzug seinen Höhepunkt. Zehntausende Menschen stehen an der Strecke und feiern fantasievolle Kostüme und kulturelle Vielfalt. Ihre Ursprünge hat die Veranstaltung 1996 - als Folge zahlreicher rassistischer Übergriffe.
Der Kampf gegen Antisemitismus auch in der Kultur sorgt für viel Diskussion. Auch Verhaltensklauseln sind im Gespräch. Nun zeigt ein Gutachten Möglichkeiten und Grenzen auf.
Trotz Widerständen ist Multikulturalismus nicht mehr aufzuhalten. Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung bringen unterschiedliche Kulturen immer stärker zusammen. Daraus erwachsen neue Kulturen.
Wer nicht weltoffen ist, sei auf der Berlinale nicht willkommen. Das werde man AfD-Politiker mitteilen. So reagiert die Festivalleitung auf Kritik, nachdem sie AfD-Politiker zur Festival-Eröffnung eingeladen hatte – darunter eine, die in Potsdam über „Remigration“ beraten hat.
Berlin zieht die umstrittene Antisemitismus-Klausel für öffentlich geförderte Kultureinrichtungen zurück. Begründung: juristische Bedenken. Die Entscheidung stößt auf ein geteiltes Echo. Jetzt könnte der Kampf gegen Antisemitismus in der Verfassung verankert werden.
Berlin fordert von Kultureinrichtungen die Unterzeichnung einer Antisemitismus-Klausel. Uffa Jensen sieht das kritisch. Sie fördere Selbstzensur und schränke den gesellschaftlichen Diskurs ein, sagt der Antisemitismusforscher im Gespräch. Er bemängelt eine Schieflage in der Debattenkultur. Von Lukas Philippi