Ramadan ist weit mehr als Verzicht: Zwischen Datteln, Baklava und Einladungen zeigt sich, wie Glaube, Gemeinschaft und gelebte Nächstenliebe zusammenwirken. Eine Zeit, in der nicht nur gefastet, sondern geteilt, gespendet und Nähe neu erlebt wird. Von Ole Rockrohr
Die Berlinale gerät zwischen Kulturpolitik, Gaza-Debatte und Machtfragen unter Druck – und der Eindruck wächst, dass hier weniger um Kunstfreiheit als um politische Kontrolle gerungen wird. Die Solidaritätsbekundungen für Intendantin Tricia Tuttle reißen nicht ab. Von Markus Geiler
Der Afrika-Cup zeigte, wie Zugehörigkeit entsteht. In der marokkanischen Diaspora verdichtete sich ein transnationales „Wir“ – nicht über Pass, Sprache oder „kulturelle Reinheit“, sondern in Hymnen, Symbolen und geteilten Emotionen. Von Dr. Soraya Moket
Der Jahreswechsel ist Anlass für viele kuriose Traditionen – andere Länder, andere Sitten. Wo man es in den letzten Sekunden des Jahres besonders krachen lässt – und bei wem die Uhren anders ticken.
Die Langhalsfrauen der Kayan Lahwi leben in Thailand als Minderheit. Die Ringe um ihren Hals faszinieren und locken Besucher aus aller Welt. Ist das gelebte Tradition oder kommerzialisierter Rassismus? Von Carola Frentzen
Zwischen Beeten und Beerensträuchern entsteht eine neue Form des Miteinanders. Viele Schrebergartenanlagen werden durch Migration bunter und vielfältiger – und das kleine Gartenhaus wird zum Treffpunkt.
Wenn in migrantischen Familien Haustiere einziehen, gerät die jahrzehntelang gepflegte Ordnung ins Wanken. Ein Saug-Wisch-Roboter wird dabei nicht zum Gadget, sondern zur Lösung für ein stilles Generationenproblem.
Nach der Debatte um Plagiatsvorwürfe aus Mexiko gegen Adidas und dessen Sandale sieht der Anthropologe Mirco Göpfert eine Chance für eine Zusammenarbeit mit der indigenen Gemeinschaft. Im Gespräch erklärt er, was hinter den Vorwürfen kultureller Aneignung steckt.
Das Auge trügt nicht? Das stimmt nur bedingt. In ein und demselben Bild können Menschen zum Beispiel sehr unterschiedliche Dinge sehen – abhängig von ihrem Herkunftsort.
Das Freiwilligenprogramm „weltwärts“ besteht seit 2008, und seit 2014 kommen auch junge Menschen aus dem Globalen Süden als Freiwillige nach Deutschland. Im Film „Was bleibt“ blicken sieben von ihnen auf das Jahr zurück. Die Unterschiede sind groß. Von Birte Mensing