Werte heruntergespielt
Beschlagnahmte jüdische Umzugsgüter unfair ausgeglichen
08.10.2021
Auf einem internationalen Symposium in Bremen haben Forschende über ein weiteres dunkles Kapitel der NS-Zeit diskutiert: Die Beschlagnahme der Umzugsgüter jüdischer Emigranten. Um Licht in das Dunkel zu bringen, ist detektivisches Geschick gefragt.
Interview mit Drecoll
An NS-Verbrechen Beteiligte zur Rechenschaft ziehen
07.10.2021
Heute beginnt in Brandenburg der Prozess gegen einen früheren SS-Wachmann des KZ Sachsenhausen. Der 100-Jährige muss sich wegen Beihilfe zum Mord in 3.518 Fällen verantworten. Es müssten auch angesichts jahrzehntelanger Versäumnisse der Justiz alle Anstrengungen unternommen werden, um weiter NS-Verbrechen aufzuklären und die Tatbeteiligten zur Rechenschaft zu ziehen, sagte der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Axel Drecoll, im Gespräch. Von Yvonne Jennerjahn
Hintergrund
Prozesse gegen KZ-Personal in den vergangenen Jahren
06.10.2021
Seit 1958 gab es rund 18.700 Verfahren wegen nationalsozialistischer Verbrechen, mehrere davon in der jüngeren Vergangenheit. Manche laufen noch, einige stehen bevor. Ein Überblick der jüngeren Verfahren gegen KZ-Personal.
Babi-Jar-Gedenken
Deutsche Erinnerungspolitik in der Kritik
06.10.2021
In Babi Jar ermordeten deutsche Spezialkommandos 34.000 ukrainische Juden. Am Mittwoch nimmt der Bundespräsident an einer Gedenkveranstaltung teil. US-Historiker Snyder fordert mehr Aufmerksamkeit für die Leiden der Ukrainer im Zweiten Weltkrieg.
Jahrzehntelanges Justiz-Versäumnis
Prozess gegen einen 100-jährigen früheren SS-Wachmann
05.10.2021
Als Modell- und Schulungslager der SS wurde 1936 das KZ Sachsenhausen errichtet. Mehr als 200.000 Menschen wurden dort von den Nazis inhaftiert. Zehntausende von ihnen starben. Nun beginnt der Prozess gegen einen 100-jährigen früheren Wachmann. Experte Drecoll ist sich sicher: Dieser Prozess ist wichtig. Von Yvonne Jennerjahn
Eine Zeitreise
Geschichte und Gegenwart der Interkulturellen Woche
04.10.2021

Die Interkulturelle Woche, einst als „Tag des ausländischen Mitbürgers“ in den 70ern entstanden, hat einen langen Weg mit Widersprüchen und Spannungen zurückgelegt - eine Zeitreise mit weitergehenden Überlegungen. Von Dr. Özkan Ezli
„Einzigartiger Schreckensort“
Der Massenmord an den Kiewer Juden vor 80 Jahren
29.09.2021
Die Schlucht von Babi Jar wurde vor 80 Jahren zum Massengrab für die Kiewer Juden: Die Deutschen erschossen dort am 29. und 30. September 1941 mehr als 33.700 Männer, Frauen und Kinder. Von Jürgen Prause
Zu viele blinde Flecken
Steinmeier ruft zur Auseinandersetzung mit Kolonialzeit auf
23.09.2021
Mit den ethnologischen Sammlungen ist von Donnerstag an das Herzstück des Berliner Humboldt Forums zu sehen. Die Eröffnung wird begleitet von einer Debatte über die Herkunft vieler Exponate aus der Kolonialzeit.
„Vieles ist nicht erzählt“
Steinmeier lässt Geschichte des Bundespräsidialamtes durchleuchten
14.09.2021
Bundespräsident Steinmeier zog erst in seine Berliner Dienstvilla, als das Schicksal des jüdischen Vorbesitzers Hugo Heymann aufgeklärt war. Jetzt will er mehr: Historiker sollen den Umgang seiner Vorgänger im Amt mit dem NS-Regime durchleuchten.
Rezension
Europa und die große Migration
10.09.2021
Im Buch „The Unsettling of Europe“ beschreibt Geschichtsprofessor Peter Gatrell Wanderungsströme in der Nachkriegszeit. Dahinter stecken ganz unterschiedliche Schicksale. Von Dr. Helene Guldberg