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Migration und Integration in Deutschland

Die Zerteilung der Arbeit in kurze und ständig zu wiederholende, gleichförmige Handgriffe ermöglicht es, Arbeiter ohne Qualifikation und ohne Kenntnis der deutschen Sprache einzusetzen; die Art der Arbeit erfordert es vielleicht sogar.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Alle Beiträge dieses Autors


Theater

Wir sind alle Rassisten

23. September 2014 | Von Jamal Tuschick | Ein Kommentar

Wenn du einen Deutschen Rassist nennst, wird er dir erklären, wie ihm in Auschwitz bei der Besichtigung zumute war. Wegen des Holocausts kann er überhaupt kein Rassist sein. Rassismus in den Betrieben der Kultur – Ein Aktivistengespräch im Berliner Ballhaus Naunynstraße

Buchtipp zum Wochenende

Lebt – Anatomie eines Verbrechens

12. September 2014 | Von Jamal Tuschick | Keine Kommentare

Eine einzige Begegnung nimmt Can Evinman alle Gewissheiten. Und bedroht seine Identität. Vielleicht auch sein Leben … Grimme-Preisträger Orkun Ertener legt seinen ersten Roman vor. In „Lebt“ wird munter gestorben.

Buchtipp zum Wochenende

„Die Ungehaltenen“ – Debütroman von Deniz Utlu

21. März 2014 | Von Jamal Tuschick | Keine Kommentare

Generationenporträt, Liebesgeschichte, Einwandererschicksal, Berlinroman, Road-Novel. Deniz Utlu erzählt pointiert und poetisch die Geschichte zweier Berliner Gastarbeiterkinder der zweiten Generation. Er hat in seinem Roman „Die Ungehaltenen“ alles richtig gemacht.

Theater

Draußen

18. März 2014 | Von Jamal Tuschick | Keine Kommentare

Was wissen wir über die deutsche Flüchtlingspolitik? Was wissen wir über den Alltag eines Asylbewerbers in unserer Stadt? Wie gehen wir, wie geht Deutschland mit Flüchtlingen um? „Draußen“ im Berliner Ballhaus Ost basiert auf Originaldokumenten und Gerichtsverhandlungen, Behördentexten, Interviews mit Anwälten und AsylbewerberInnen, Reden von Politikern.

"Isabel" von Feridun Zaimoğlu

Wenn Töchter vor den Müttern sterben

17. Februar 2014 | Von Jamal Tuschick | Keine Kommentare

Feridun Zaimoğlu liest in der Berliner Backfabrik. Es ist der 13. Februar 2014, Premiere seines neuen Buches „Isabell“. Isabel ist eine schöne Frau, zum Modeln reicht es altersbedingt aber nicht mehr. Mit der Liebe ist sie ebenfalls am Ende. Sie verlässt ihren Freund und beschließt, ihr Leben neu zu entwerfen.

Buchtipp zum Wochenende

„Der überflüssige Mensch“ von Ilija Trojanow

14. Februar 2014 | Von Jamal Tuschick | Ein Kommentar

Ilija Trojanow – Debattenfürst und Leistungsträger der Empörungskultur – spricht im Prenzlauer Berg über den überflüssigen Menschen und fragt: „Wer entscheidet, wer überflüssig ist?“ Klar, überflüssig sind immer die anderen.

Theaterkritik

Ein Drama vergeblich gewonnener Kämpfe und anders sinnloser Siege

24. Januar 2014 | Von Jamal Tuschick | Keine Kommentare

An Rettet-die-Welt-Ideen mangelt es im Haus des Wissenschaftlers Protassow nicht. Dort geben sich die Bildungseliten die Klinke in die Hand, um über die Zukunft der Menschheit zu debattieren. Die Klasse als Patient – Nurkan Erpulat inszeniert Maxim Gorkis „Kinder der Sonne“ am Berliner Maxim Gorki Theater.

Theater

Der Imker als Islamist

17. Januar 2014 | Von Jamal Tuschick | Keine Kommentare

Der Nationalsozialistischen Untergrund als Matsch auf dem Theater – Lukas Langhoff inszeniert Marianna Salzmanns und Deniz Utlus Thesenstück „Fahrräder könnten eine Rolle spielen“ am Berliner Ballhaus Naunynstraße als Turboleske.

Theater

Rauş – Neue deutsche Stücke

14. Januar 2014 | Von Jamal Tuschick | Keine Kommentare

Texte zum Dasein in Deutschland aus der postmigrantischen Literaturwerkstatt RAUŞ in szenischen Lesungen im Ballhaus Naunynstraße – Juri Sternburgs „Wider die Natur! oder die Desintegrationsmaschine“ und Olivia Wenzels „Mais in Deutschland und anderen Galaxien“.

Theater

Mutanten erster Güte

13. Dezember 2013 | Von Jamal Tuschick | Keine Kommentare

Brüche und Neuanfänge ziehen sich durch die Biografien der Protagonisten. Die Familiengeschichten sind geprägt von der Zerbrechlichkeit der Welt: von kollabierenden privaten, politischen und gesellschaftlichen Systemen – Yael Ronen inszeniert Olga Grjasnowas Romandebüt „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ am Berliner Maxim Gorki Theater als Transit-Affäre.

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