Interview mit Stefan Buchen
DDR-Schleuser waren Fluchthelfer, Syrien-Schleuser sind Verbrecher
13.10.2014
Wenn Syrer ihre Familien aus dem Krieg retten wollen, sind illegale Wege meist unausweichlich. Diese Menschen werden in Deutschland bisweilen wie Schleuser behandelt und kriminalisiert. Autor Stefan Buchen hat diese Fälle recherchiert. Drei Fragen an ihn über sein Buch und das Versagen des Rechtsstaates. Von Elisa Rheinheimer-Chabbi
Familienzusammenführung
Kaum jemand kann die Bedingungen erfüllen
06.10.2014
Angesichts des ISIS-Terrors versuchen viele Syrer verzweifelt, Angehörige nach Deutschland zu holen. Doch der deutsche Bürokratie-Dschungel verhindert eine schnelle Hilfe, wie der Fall von Familie Rothe zeigt. Von Karsten Packeiser
Buchtipp zum Wochenende
Angeklagt wegen Rettung von Leben in Not
15.08.2014
Vergangenes Jahr standen in Deutschland lebende Syrer vor Gericht, weil sie ihren Verwandten zur Flucht aus dem kriegsgebeutelten Syrien nach Deutschland verholfen hatten. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen vor, einer "internationalen Schleuserbande" anzugehören.
Syrische Flüchtlinge
Die humanitäre Aufnahme aus der Sicht der Kommune
11.08.2014
Die Bundesregierung hat auf den öffentlichen Druck reagiert und die humanitäre Aufnahme von syrischen Flüchtlingen zugesagt. Diese erhalten nach Einreise in Deutschland einen Aufenthaltstitel, Sozialleistungen und eine Arbeitserlaubnis. Soweit die Theorie, in der Praxis sieht das oft anders aus. Von Sarah Hergenröther
Gespräch mit Bülent Kiliç
„Das Leid der Syrer wird ignoriert!“
04.07.2014
Syrien verliert immer mehr an medialer Aufmerksamkeit, obwohl das Blutvergießen größer ist als jemals zuvor. Es braucht humanitäre Hilfe. Nasreen Ahmadi sprach mit Dr. Bülent Kiliç, Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie. Für die Hilfsorganisation “Help Sans Frontières” reist er in die Türkei nahe der syrischen Grenze, um dort verletzte Syrier zu behandeln. Von Nasreen Ahmadi
Innenministerkonferenz
Aufnahme von weiteren 10.000 Flüchtlinge aus Syrien beschlossen
13.06.2014
Auf die Aufnahme von weiteren 10.000 syrischen Flüchtlingen haben sich die Innenminister von Bund und Ländern geeinigt. Eine Unterscheidung nach Religion soll es nicht geben. Opposition wie Flüchtlingsverbände kritisieren mangelndes Engagement angesichts der humanitären Katastrophe.
José Mujica
Ärmster Präsident der Welt nimmt 100 syrische Waisen in sein Haus auf
27.05.2014
Während man sich in Europa darüber streitet, wie viele syrische Flüchtlinge aufgenommen werden sollen, hat der Präsident Uruguays sein eigenes Heim für 100 syrische Waisenkinder geöffnet. Damit zeigt José Mujica, der gerne als „ärmster Präsident der Welt“ betitelt wird, wie reich er ist. Von Emran Feroz
Nobel oder Augenwischerei?
Welche Zukunft bietet Deutschland syrischen Flüchtlingen?
19.05.2014
Deutschland rühmt sich damit, das Kontingent zur Aufnahme von 10.000 syrischen Flüchtlingen weiter aufzustocken. Das klingt nobel, den Flüchtlingen wird aber keine Perspektive geboten, sie haben sogar weniger Rechte als jene, die Asyl erhalten - von J. Olaf Kleist Von J. Olaf Kleist
Verlost und verkauft
Korrupte Terminvergabe an deutscher Visumstelle in Beirut
07.02.2014
Seit dem Bürgerkrieg in Syrien bekommt man Termine an der deutschen Visumstelle nur noch auf dem Schwarzmarkt. Mohammed will das nicht zahlen - schließlich ist er Deutscher. Das Auswärtige Amt bedauert die missliche Situation, aber hilft dem Betroffenen nicht. Von Tim Gerber
Winter auch in Syrien
„Sie dürfen nicht mehr Kinder sein“
18.12.2013
Während wir in Deutschland darüber debattieren, ob die Aufnahme von 5.000 syrischen Flüchtlingen genug ist, bricht in Syrien der Winter ein. Nasreen Ahmadi sprach mit Sahin Kotan, einem humanitären Helfer von "Kindertränen". Er war noch vor wenigen Tagen in Syrien. Von Nasreen Ahmadi