Viele Jugendliche in Deutschland sind noch nie in ihrem Leben Menschen jüdischen Glaubens begegnet. Das will das Projekt „Meet a Jew“ ändern. Denn Begegnung ist das beste Mittel gegen Vorurteile. Von Judith Kubitscheck
„Glauben Sie, dass ich oder Herr Müller Rassisten sind?“ - ein Gespräch zwischen der Seminarleitung und dem Referendar Karim Fereidooni. Es endet mit einer Entschuldigung – augenscheinlich. Von Prof. Dr. Karim Fereidooni
Akademikerinnen engagieren sich bei der freiwilligen Arbeit an Schulen ihrer Kinder häufiger als Mütter ohne beruflichen Abschluss. Letztere helfen dafür öfter bei den Hausaufgaben. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Experten befürchten weitere Verstärkung von Bildungsungleichheiten.
Eingebürgerte Kinder sind einer Untersuchung zufolge besser in der Schule als ihre Mitschüler ohne deutschen Pass. Gründe dafür könnten die Motivation der eingebürgerten Schüler, aber auch eine andere Bewertung durch die Lehrkräfte sein.
Eine Schule in Sachsen-Anhalt hat Erstklässler mit Migrationshintergrund in eine separate Klasse eingeteilt und Empörung ausgelöst. Nach Protesten von Eltern und Migrantenorganisationen wurden die Klassen neu gemischt.
Jedes dritte Kind auf der Flucht besucht keine Grundschule, zwei von drei Kindern keine weiterführende Schule. Das geht aus einem aktuellen UN-Bericht hervor. Corona habe die Bildungschancen zusätzlich verschlechtert.
Bei Schulschließungen wegen Corona befürworten große Mehrheiten der Deutschen intensivere Betreuung von Schülern. Bei Kindern mit Migrationshintergrund fällt die Zustimmung noch größer aus. Das geht aus dem ifo Bildungsbarometer 2021 hervor.
Schülern mit Migrationshintergrund traut man seltener gute Leistungen zu. Die Folgen sind oft schlechtere Noten. Einer Studie zufolge können Lehrkräfte mit Weisen Interventionen helfen. Vorausgesetzt, sie sind geschult und qualifiziert.
Bekenntnisschulen dürfen Grundschulkinder, die nicht der katholischen Kirche angehören, bei der Aufnahme benachteiligen. Das hat das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden. Begründung: In Nordrhein-Westfalen sei das laut Landesverfassung erlaubt.
Die „Sommerschule“ für Kinder und Jugendliche soll bundesweit pandemiebedingte Lernrückstände auffangen. SOS-Kinderdorf sieht das Programm in dieser Form kritisch, erklärt die Vorstandsvorsitzende Sabina Schutter im Gespräch. Von Christine Ulrich