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Ministerium

Mehr als 90.000 ukrainische Schüler an deutschen Schulen

Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine sind mehr als 90.000 ukrainische Kinder in deutschen Schulen untergekommen. Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger spricht von einer „gewaltigen Leistung“. Organisation startet Schulstart-Hilfspakete für Kinder.

Sonntag, 08.05.2022, 16:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 01.06.2022, 15:07 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |  

An deutschen Schulen sind seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine Ende Februar Zehntausende ukrainische Schüler untergekommen. „Inzwischen wurden mehr als 90.000 ukrainische Kinder und Jugendliche an unseren Schulen aufgenommen. Das ist eine gewaltige Leistung, für die ich sehr dankbar bin“, sagte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

Die ukrainischen Kinder und Jugendlichen bräuchten nicht nur Sicherheit, sondern auch eine Perspektive. Diese erhielten sie durch eine rasche Integration in Kita und Schule in Kombination mit ergänzenden Angeboten auf Ukrainisch, sagte die Ministerin. „Der Bund unterstützt die Länder dabei mit einer Milliarde Euro, auch für den Bildungsbereich“, erklärte Stark-Watzinger.

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Der Deutsche Lehrerverband schätzt, dass es derzeit bis zu 50.000 schulpflichtige ukrainische Kinder in Deutschland gibt, die noch nicht am Unterricht teilnehmen. Man beobachte derzeit an den Schulen außerdem auch eine gewisse Rückkehrbewegung in den Westen der Ukraine und die Gegend von Kiew. Deswegen würden verstärkt auch wieder Kinder aus dem deutschen Unterricht abgemeldet. „Trotzdem ist der Zustrom immer noch größer als die Rückkehrbewegung“, sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, der Zeitung.

Schulstart-Pakete für ukrainische Kinder

Die Hilfsorganisation Care startet in NRW und Berlin ein Pilotprojekt zur Unterstützung für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine. Dabei können Schulen, Vereine und andere Bildungseinrichtungen Schulstart-Pakete für die Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine über die Care-Website bestellen, wie die Organisation am Donnerstag in Bonn mitteilte. Die Pakete seien angepasst an die Bedarfe von Sekundarstufe I und II sowie der Grundschule und enthielten grundlegende Schulmaterialien sowie einen Rucksack.

Das Projekt unterstütze zielgerichtet Schüler, „die dringend Hilfe benötigen, um am Schulalltag teilzunehmen“, erklärte der Care-Generalsekretär Karl-Otto Zentel. Der Organisation zufolge werden in einem ersten Durchgang insgesamt 1.500 Schulstart-Pakete zur Verfügung gestellt. Je nach Bedarf könne die Anzahl der Pakete erweitert und das Projekt auf andere Bundesländer ausgeweitet werden. Die Hilfsorganisation weitet ihre Ukraine-Hilfe damit auf Deutschland aus. (epd/mig)

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