Umnutzung
Warum aus Hitlers Geburtshaus eine Polizeiwache wurde
27.07.2026

Für 20 Millionen Euro wurde Adolf Hitlers Geburtshaus im österreichischen Braunau zur Polizeistation umgebaut. Die neue Nutzung soll Neonazi-Pilger abschrecken und dem Gebäude seinen bisherigen Wiedererkennungswert nehmen. Die Debatte über den Umgang mit dem NS-Erbe bleibt. Von Matthias Röder
Nordrhein-Westfalen
Rechte Gewalt erreicht neuen Höchststand
26.07.2026

Im vergangenen Jahr wurden mehr als 700 Menschen Opfer rechter Gewalt. Nach Beobachtung unabhängiger Beratungsstellen trifft Rechtsextremismus immer mehr Kinder und Jugendliche in NRW – selbst Schulwege werden zu Angsträumen.
Deutungshoheit
Warum der rechte OEZ-Terror jahrelang „Amoklauf“ blieb
23.07.2026

Die Angehörigen erkannten früh, dass die Opfer am Münchener Olympia Einkaufszentrum gezielt nach rassistischen Zuschreibungen ausgewählt worden waren. Behörden brauchten Jahre für diese Einordnung. Warum das so ist und was dahinter steckt. Von Mira E. Hazzaa
Rechtsterrorismus
Fragen und Trauer: München, Oslo und Utøya erinnern an 22. Juli
22.07.2026

Am 22. Juli vor zehn Jahren tötete ein Rassist am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen, die er gezielt auswählte. Beim Gedenkakt forderte Bundespräsident Steinmeier „mehr klare Kante“ gegen Rassismus. Zeitgleich erinnerte Norwegen an die Anschläge von Oslo und Utøya. Was die Taten verbindet.
Machtkalkül vs. Brandmauer
CDU entfacht weitere Debatte über Umgang mit der AfD
22.07.2026

Sechs Wochen vor der Landtagswahl fordert Sachsens Ministerpräsident Gespräche mit allen Parteien. Damit verschärft Michael Kretschmer den Streit über die Abgrenzung zur AfD. Nach seiner Logik ist die AfD vor der Wahl tabu, danach soll gezählt werden. Von Dörthe Hein, Bettina Grachtrup und Michael Fischer
Jahresbilanz
Beratungsstellen zählen doppelt so viele rechte Gewalttaten als der Bund
22.07.2026

Sind Strafverfolgungsbehörden blind auf dem rechten Auge? Während das Bundesinnenministerium 1.246 Fälle ausweist, dokumentierten Beratungsstellen in ihrer Jahresbilanz 3.167 rechte Angriffe. Sie warnen vor anhaltend hoher Gewalt - und vor den Folgen für Betroffene. Von Jonas Grimm
OEZ-Anschlag in München
Erst verloren sie ihre Kinder, dann ließ man sie allein
21.07.2026

Sie suchten stundenlang nach ihren Kindern, erhielten widersprüchliche Auskünfte und wurden mit der Todesnachricht allein gelassen. Der rechtsextreme Anschlag am Münchner Olympia-Einkaufszentrum vor zehn Jahren endete nach wenigen Minuten – das Leiden der Familien hält bis heute an. Sie verlangen Aufklärung, Respekt und Erinnerung. Von Susanne Schröder
„Lauf um dein Leben“
Utøya-Überlebende leben bis heute mit dem Terror
21.07.2026

15 Jahre nach dem rechtsextremen Anschlag auf der norwegischen Ferieninsel Utøya berichten Überlebende und Angehörige, wie der 22. Juli ihr Leben weiterhin prägt. Erinnerungen, Trauer und Wachsamkeit kehren besonders vor dem Jahrestag mit großer Wucht zurück. Von Julia Wäschenbach
Verkannter rechter Terror
Wie der Münchner OEZ-Anschlag jahrelang als Amoklauf eingestuft wurde
20.07.2026

Neun Menschen mit Migrationsgeschichte wurden am Olympia-Einkaufszentrum vor zehn Jahren ermordet. Obwohl zahlreiche Hinweise auf ein rassistisches Motiv deuteten, hielten die Behörden jahrelang an der Einordnung als unpolitischer Amoklauf fest - ein Rückblick. Von Daniel Staffen-Quandt
10 Jahre OEZ-Anschlag in München
Eltern kämpfen weiter um Anerkennung und Gerechtigkeit
19.07.2026

Beim rassistischen Anschlag am Münchner OEZ wurde der 14-jährige Can getötet. Für seine Eltern setzte sich das Leid nach dem Anschlag in den Reaktionen von Polizei, Behörden und Politik fort - die rassistische Dimension der Tat wurde lange bestritten. Von Cordula Dieckmann und Johannes Mörz