Interview

Schlagwort Interview in chronologischer Reihenfolge:

Interview mit Oliver Wäckerlig

Rassismus: Sicherheitsapparat und Islamkritiker sind Teil des Problems

27.03.2020

Oliver Wäckerlig zeichnet in seiner Dissertation „Vernetzte Islamfeindlichkeit“ eine transatlantische islamfeindliche Bewegung bis in die Mitte der Gesellschaft nach. MiGAZIN sprach mit ihm über Rassismus, Islamkritik und Hanau, wie das alles zusammenhängt und warum Islamkritiker und der Sicherheitsapparat ein Teil des Problems sind.

Interview mit Meron Mendel

„Auch Einzeltäter handeln im politischen Diskursraum“

25.02.2020

Nach dem rechtsterroristischen Anschlag in Hanau betont der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main, Meron Mendel, dass auch Einzeltäter in einem politischen Diskursraum handeln. Menschenfeindliche Einstellungen von AfD-Politikern könnten dazu ermutigen, Hass in Gewalt umzusetzen, sagte Mendel im Gespräch. Von

Interview

Politologe: Nazi-Vergangenheit in den Familien diskutieren

18.02.2020

Der Politologe Samuel Salzborn forscht an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und im niederländischen Groningen über Antisemitismus. Im Gespräch beleuchtet er, warum jeder sich der NS-Vergangenheit in der eigenen Familie stellen sollte. Von

Studis gegen rechte Hetze

„Journalisten verbreiten gerne Positionen von Islamkritikern“

04.02.2020

Bei einer Veranstaltung Mitte Januar an der Frankfurter Goethe-Universität über „Verschleierung“ kam es zu Handgreiflichkeiten. Die Initiative „Studis gegen rechte Hetze“ hatte gegen die Veranstaltung protestiert. Die mediale Aufmerksamkeit war groß. MiGAZIN sprach mit einer Aktivistin über ihre Motive und die Hintergründe des Protests. Von

Völkermord an Herero und Nama

Polenz: „Die Grausamkeiten in Erinnerung rufen, die Deutschland verübt hat“

29.01.2020

Anfang des 20. Jahrhunderts ermordeten deutsche Kolonialtruppen Zehntausende Angehörige der Herero und Nama im heutigen Namibia. Historiker bezeichnen diese Gräueltaten als "ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts". Seit 2015 gibt es Gespräche über eine Wiedergutmachung. Verhandlungsführer Ruprecht Polenz erklärt im Interview, warum die Gespräche so lange laufen und warum es keine Entschädigung gibt. Von

Interview mit Gabriele Woidelko

Historikerin: NS-Zeit als Alltagsgeschichte greifbar machen

27.01.2020

Viele Jugendliche lehnen es ab, sich auch 80 Jahre nach dem Untergang des Dritten Reiches noch mit der NS-Zeit zu befassen. Und ihre Geschichtskenntnisse sind oft mehr als dürftig. Wie sich das Interesse junger Menschen an der NS-Zeit wieder wecken lässt, verrät die Historikerin und Slawistin Gabriele Woidelko im Gespräch.

Interview mit Joachim Gauck

Neurechte Verführer nicht automatisch ausschließen

24.01.2020

Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck wird heute 80 Jahre alt. Im Interview spricht er über 30 Jahre deutsche Einheit, die Regierungsbildung in Thüringen und den Umgang mit der AfD. Von und

Interview mit Suat Yılmaz

„Ich bin eine Visitenkarte der deutschen Gesellschaft“

20.01.2020

Suat Yılmaz ist Regierungsbeamter, doch man sollte sich von dieser preußischen Berufsbeschreibung nicht abschrecken lassen: An dem 44-Jährigen ist nichts verstaubt – am wenigsten seine Ansichten. Im Gespräch erklärt er, warum er sich dem Ziel eines gerechteren Bildungssystems für Deutschland verschrieben hat, eines, das sich an den Stärken junger Menschen orientiert, nicht an ihren vermeintlichen Schwächen. Dafür hat er einen neuen Job erfunden: den Talentscout an Schulen. Von André Boße

Interview

Juristin: Seenot ist nicht erst, wenn Menschen um ihr Leben kämpfen

11.12.2019

Seenotrettern wird vorgeworfen, Flüchtlinge von Afrika abzuholen und nach Europa zu fahren. Rechtsprofessorin Nele Matz-Lück erklärt im Gespräch, was Seenot ist und was sie bedeutet. Von Phillipp Saure

Historiker Paul Nolte

„Bevölkerung tut sich schwer mit einer bunten Gesellschaft“

30.09.2019

Vor 30 Jahren führte die friedliche Revolution in der DDR zur deutschen Einheit. Der Historiker Paul Nolte erklärt im Gespräch die Aufarbeitung und die heutige Situation im Osten. Er sieht einen "nationalistischen Rückschlag" in den früheren kommunistischen Staaten. Von Corinna Buschow