Seit fast einer Woche harren hunderte Flüchtlinge an Bord von Seenotrettungsschiffen auf einen sicheren Hafen – vergeblich. Ein Seenotrettungsbündnis ruft für Samstag in deutschen Städten zu Demos auf.
Die ersten der insgesamt 810 geretteten Geflüchteten an Bord von Rettungsschiffen im Mittelmeer warten seit Freitag vergangener Woche auf die Zuweisung eines Hafens – vergeblich. Seenotretter haben bereits mehrere Anfragen an Italien und Malta gestellt.
Mehr als 800 Flüchtlinge harren im Mittelmeer an Bord von zwei privaten Rettungsschiffen aus und warten auf die Zuweisung eines sicheren Hafens. Mehrere Menschen mussten bereits aus gesundheitlichen Gründen evakuiert werden.
Einsatz folgt auf Einsatz für die Mannschaften der Seenotrettungsschiffe auf dem Mittelmeer. Südlich von Malta haben zwei von ihnen Hunderte Menschen an Bord genommen.
2014 wurden Tausende Jesiden von Milizen getötet. Fast alle Überlebenden mussten fliehen und harren in Flüchtlingscamps aus. Ein neues Gesetz verspricht Entschädigung, doch eine Rückkehr in die Heimatdörfer scheint kaum möglich. Von Mey Dudin
Das Mittelmeer gehört zu den gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. Am Wochenende konnten Rettungsschiffe erneut mehrere hundert Menschen aus Seenot aufnehmen und in Sicherheit bringen.
40.000 Zuschauer, Hippie-Idealismus und als Überraschungskünstler Bob Dylan: George Harrison und Ravi Shankar organisierten 1971 ein riesiges Benefiz-Konzert zugunsten der Menschen in Bangladesch. Vergleichbares hatte es bisher nicht gegeben. Von Alexander Lang
Sechs Monate nach dem Putsch steht Myanmar am Abgrund. Regimegegner werden ermordet, verhaftet, verfolgt. Die humanitäre Lage ist katastrophal. Hinzu kommt eine weitere Corona-Welle. Von Nicola Glass
Die Genfer Flüchtlingskonvention war vor 70 Jahren eine Antwort auf die Nazi-Barbarei und Weltkriege. Heute ist ein Ende von Flucht nicht in Sicht. Im Gegenteil, die Zahl steigt und Flüchtlinge werden ihrer Rechte beraubt. Von Heiko Kauffmann
Gewalt und Vergewaltigung – viele Flüchtlinge in Lampedusa sind von ihrer Flucht traumatisiert. „Ärzte ohne Grenzen“ fordert ein Ende der Zusammenarbeit mit Libyen und der Kriminalisierung von Seenotrettern. Von Bettina Gabbe