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Gerettete Flüchtlinge auf dem Deck der Sea Eye (Archiv-Foto) © Sea Eye/Fabian Heinz

Mittelmeer

„Geo Barents“ darf über 300 Gerettete nach Sizilien bringen

322 Menschen auf dem Rettungsschiff „Geo Barents“ dürfen bald an Land. Einige von ihnen haben über zwei Wochen an Bord verbracht. Auch das Beobachtungsschiff „Nadir“ hat Flüchtlinge gerettet.

Dienstag, 24.08.2021, 5:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 23.08.2021, 18:02 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |  

Das Rettungsschiff „Geo Barents“ mit 322 Flüchtlingen an Bord darf im sizilianischen Hafen Augusta anlegen. Die Behörden hätten der Besatzung den Hafen für die Anlandung zugewiesen, erklärte die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“, die das Schiff betreibt, in der Nacht auf Montag. Die Wartezeit von mehreren Tagen auf dem Schiff habe die Geretteten körperlich und psychisch belastet. „Wir sind froh, bald an einem sicheren Ort anlanden zu können.“

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Die Besatzung hatte die Menschen in mehreren Einsätzen seit dem 5. August gerettet. Am Sonntag sagte der Leiter des Such- und Rettungsteams, Iasonas Apostolopoulos, die Situation sei für die Geretteten inzwischen inakzeptabel. An Bord seien 95 Minderjährige, 84 von ihnen ohne Begleitung eines Erwachsenen. Das jüngste Kind sei zwei Wochen alt. Einige Flüchtlinge bräuchten medizinische Hilfe, alle seien erschöpft.

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Derweil übergab das Beobachtungsschiff „Nadir“ der Organisation Resqship 22 Gerettete der italienischen Küstenwache. Die Crew des Segelschiffs hatte sie am Sonntagabend aus einem Holzboot ohne Treibstoff gerettet, wie die deutsche Organisation am Montag mitteilte. Neun der Geretteten seien Kinder gewesen, darunter ganz kleine.

Kein Wasser, kein Essen

Die Menschen hätten kein Wasser und keine Lebensmittel gehabt. Außerdem sei die Situation für das kleinste Kind von zwei Monaten und seine Mutter bedrohlich gewesen, weshalb man sich entschieden habe, sie an Bord zu nehmen. Die „Nadir“ ist kein Rettungsschiff, sondern fährt Beobachtungsmissionen im Mittelmeer. Die italienische und maltesische Küstenwache seien alarmiert und um Hilfe gebeten worden. Italien entsandte daraufhin ein Schnellboot von Lampedusa.

Das Mittelmeer gehört zu den gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. Bislang sind in diesem Jahr laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mindestens 1.214 Migranten beim Versuch ums Leben gekommen, das Mittelmeer zu überqueren. Doch die Dunkelziffer wird weitaus höher geschätzt. (epd/mig)

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