Der Krieg vertreibt immer mehr Menschen aus der Ukraine. Mehr als 3,5 Millionen Menschen sind außer Landes geflohen. Die Verteilung der Schutzsuchenden wird zur immer größeren Herausforderung - auch in Deutschland. Sogar der „Katastrophenfall“ wird diskutiert. Derweil sorgt sich Amnesty International um die Sicherheit der Geflüchteten in Polen.
Studierendenorganisationen fordern Hilfe für internationale Studenten, die aus der Ukraine geflohen sind. Der bisher von Deutschland gewährte Aufenthaltstitel reiche nicht aus. Die Studenten sollten ihr Studium innerhalb der EU fortsetzen können - auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel.
Die Zahl der in Deutschland ankommenden Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine steigt weiter. Ein Großteil von ihnen sind Frauen. Um sie vor Sexualstraftätern zu schützen, wird die Polizeipräsenz an Bahnhöfen verstärkt. Kritik ernten weiterhin rassistische Zurückweisungen an Grenzen.
Die Flucht vor dem Krieg trifft behinderte Menschen besonders schwer. 35 Flüchtlinge aus der Ukraine und ihre Betreuer haben Aufnahme in Schwäbisch Gmünd gefunden. Am schwierigsten war die Ausreise, berichten sie. Von Uta Rohrmann
Die Ukraine und Russland produzieren einen Großteil des Getreides weltweit. Durch den Krieg in der Ukraine steigen die Preise, Weizen und Mais werden knapp - mit verheerenden Folgen vor allem für die Menschen in ärmeren Ländern.
Laut den Vereinten Nationen sind bislang drei Millionen Menschen aus der Ukraine geflüchtet, davon mindestens 160.000 nach Deutschland. Brandenburgs Innenminister und der Städtetag fordern vom Bund mehr Koordination und weniger „Zufälligkeiten“.
15. März 2011. Proteste in Damaskus und Aleppo gelten als der Beginn des blutigen Syrien-Konflikts vor elf Jahren. Mehr als 13 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor der Gewalt – weltweit die größte Vertriebenenkrise. In dem Land herrschen Not und Elend.
Europäische Länder haben innerhalb von zwei Wochen mehr Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen als 2015. Der Migrations-Experte Gerald Knaus fordert eine rasche Entlastung von Staaten wie Moldau oder Rumänien - etwa durch eine Luftbrücke.
Geberländer kürzen ihre Hilfen für Afrika zugunsten der Ukraine. Hilfsorganisationen warnen vor katastrophalen Folgen. Afrika sei bereits in großer Not aufgrund ausbleibender Getreidelieferungen aus der Ukraine. Die UNO appelliert, Opfer anderer Konflikte nicht zu vergessen, darunter 5,7 Millionen Syrer - die weltweit größte Flüchtlingskrise.
Auf den ersten Blick erinnert die aktuelle humanitäre Katastrophe in der Ukraine an die Kriegsgeflüchteten aus Syrien und anderen arabischen Ländern. Doch bei genauem Hinsehen offenbaren sich fundamentale Unterschiede. Von Ulrich Kober