MiGAZIN - Das Fachmagazin über Migration, Flucht und Rassismus

Studie
Kürzung bei Asylberatung kostet am Ende mehr
Die Bundesregierung will die Mittel für die unabhängige Asylberatung drastisch kürzen. Dabei zeigt eine Analyse der Wohlfahrtsverbände, dass jeder investierte Euro einen mehrfachen wirtschaftlichen Nutzen erzeugen kann. Die Verbände warnen vor einem teuren Fehler.

Damit „wenigstens Einer verreckt“
Brutale Chats: Neonazis planten Anschlag auf Geflüchtete – Fragen zum Polizeieinsatz
Zwei Neonazis verabreden sich im Chat zu einen Brandanschlag auf eine Geflüchtetenunterkunft. Die Polizei durchsucht ihre Wohnungen und lässt sie laufen. Am nächsten Tag ist einer der Verdächtigen mit einem Benzinkanister unterwegs. Der Flüchtlingsrat Niedersachsen fordert unabhängige Untersuchung.

Rheinland-Pfalz
Land will Integration stärker auf Fachkräfte ausrichten
Innenminister Achim Schwickert kündigt einen Paradigmenwechsel in der Integrationspolitik an. Internationale Fachkräfte und ihre Familien sollen besser unterstützt werden. Migrantenorganisationen warnen allerdings davor, andere Zugewanderte bei der Förderung zu benachteiligen.

Beschlossen
Saarlands neues Integrationsgesetz: Was es verspricht – und was nicht
Das Saarland hat erstmals ein Integrationsgesetz beschlossen. Es soll Zugewanderten mehr Teilhabe ermöglichen und Diskriminierung bekämpfen. Fachleute und Verbände begrüßen die Ziele, kritisieren aber fehlende finanzielle Garantien und einklagbare Ansprüche. Trotz Nachbesserungen bleiben zentrale Forderungen unerfüllt.

OFEK-Beratungsstatistik
Antisemitismus am Arbeitsplatz, in Schule und Wohnhaus
Am Arbeitsplatz diskriminiert, im Wohnhaus bedroht, in der Schule angefeindet: Jüdische Menschen berichten von Antisemitismus in nahezu allen Lebensbereichen. Der Zentralrat beklagt gesellschaftliche Gewöhnung an Antisemitismus. Antidiskriminierungsbeauftragte Ataman fordert stärkeren gesetzlichen Schutz.

„Migrantische Milieus“
Gen Z sucht Zukunft, Regierung liefert Herkunft
Schulen verfallen, Wohnungen werden teurer, soziale Unterschiede wachsen. Nach den Gen-Z-Protesten diskutiert die Bundesregierung jedoch vor allem über Herkunft statt Zukunft, über wenige Krawalos statt über Zehntausende – eine Debatte, die keine Frage beantwortet. Von Sedat Dursun

Der britische Sklavenhandel
Entschuldigung vielleicht. Reparationen? Auf keinen Fall.
Großbritannien zeigt sich offen für eine historische Entschuldigung für den Sklavenhandel. Doch finanzielle Wiedergutmachung lehnt Premierminister Burnham kategorisch ab. Bei seinem Besuch in der Karibik bekommt auch König Charles III. den Unmut darüber zu spüren. Von Jan Mies und Andrea Sosa Cabrios

Frankreich
Europarat beklagt Gewalt und Missstände in Abschiebezentren
Ratten, Bettwanzen und mangelhafte medizinische Versorgung: Ein neuer Bericht dokumentiert schwere Missstände in französischen Abschiebezentren. Inhaftierte berichten zudem von rassistischen Beleidigungen und Polizeigewalt. Ähnliche Abschiebezentren gibt es auch in Deutschland.

Arbeitsmarkt-Studie
Vergeudete Potenziale: Zugewanderte arbeiten unter Niveau
Trotz Fachkräftemangels arbeiten viele Zugewanderte unterhalb ihrer Qualifikation. Laut einer Bertelsmann-Studie verdienen ausländische Beschäftigte im Schnitt 19,6 Prozent weniger – auch wegen Sprachhürden, Bürokratie und Diskriminierung. Von Katrin Nordwald

Bildungsmigration
Forscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle
Deutschland will für Fachkräfte, Studierende und Auszubildende aus Drittstaaten attraktiver werden. Der SVR sieht jedoch Risiken: Vereinfachte Zugänge könnten zweckwidrig genutzt werden und junge Menschen in prekäre Lebenslagen bringen.

Kinostart
Schonungslos: „Block 10“ zeigt das Grauen der NS-Medizin
Der neue Film von Marcus O. Rosenmüller schildert die medizinischen Experimente an jüdischen Frauen im Konzentrationslager Auschwitz. Christian Berkel und Axel Prahl verkörpern historische Personen. Die Inszenierung verzichtet auf beschönigende Bilder – im Gegenteil.

Geschichten von Unterdrückung
Fotograf hinterfragt koloniale Schönheitsideale
- Lange galten traditionelle afrikanische Frisuren unter britischer Kolonialherrschaft als unerwünscht. Der kenianische Künstler Mutua Matheka greift historische Vorbilder auf und verwandelt ältere Menschen aus Kibera in selbstbewusste Figuren einer erdachten Zukunft. Von Birte Mensing











