Panorama
Ressort Panorama in chronologischer Reihenfolge:30 Jahre Rostock-Lichtenhagen
Der Rassismus ist noch nicht überwunden
23.08.2022
Die Erinnerung an das Pogrom darf nicht zum symbolischen Ritual der politischen Entlastung werden, fordert Heiko Kauffmann, Mitbegründer und langjähriger Sprecher von Pro Asyl. Im Interview erläutert er, wie staatlicher und alltäglicher Rassismus einander bedingen.
Versagen „auf ganzer Linie“
Menschenrechtler: UN nach Völkermord an Rohingya weiter untätig
22.08.2022
Fünf Jahre nach der Offensive gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar, werfen Menschenrechtler den Vereinten Nationen Versagen „auf ganzer Linie“ vor. Die Notlage der Deportierten und Vertriebenen habe sich kaum verändert.
Keine Entschädigung, keine Entschuldigung
30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen: „Der Hass ist nicht verschwunden“
22.08.2022
Bundespolitiker haben an die rassistischen Ausschreitungen in Rostock vor 30 Jahren erinnert. „Der Hass ist nicht verschwunden“, warnt der Justizminister. Ein Pogrom wie 1992 hält die Flüchtlingsbeauftragte jedoch nicht mehr für möglich. Flüchtlingsorganisationen fordern Ende von Massenunterkünften.
Interview mit Kien Nghi Ha
„Bis zum Pogrom lebte ich in einer realitätsfernen Blase“
22.08.2022
Vor 30 Jahren kam es im Stadtteil Rostock-Lichtenhagen zu einem massiven rassistischen Pogrom gegen osteuropäische Roma und vietnamesische Vertragsarbeiter:innen. Kultur- und Politikwissenschaftler Kien Nghi Ha erklärt im Gespräch die Unsichtbarmachung der Opfer in der Erinnerungspolitik und ihre Auswirkungen auf die vietdeutsche Community. Von Marten Brehmer
Taufe für die „Humanity 1“
„EU lässt Geflüchtete im Mittelmeer ertrinken, wir retten sie.“
21.08.2022
Anders als die Europäische Union will die Seenotrettungsmission SOS Humanity Geflüchtete im Mittelmeer nicht ertrinken lassen, sondern sie retten. Deshalb hat die Mission jetzt ihr eigenes Seenotrettungsschiff getauft. Es soll noch im August starten.
Vor 30 Jahren
Die Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen
21.08.2022
Vor 30 Jahren ereigneten sich in Rostock Lichtenhagen über vier Tage die schwersten rassistischen Ausschreitungen nach der Wende. Mehrere Tausend schaulustige applaudierten Rechtsextremisten aus ganz Deutschland. Die Polizei versagte.
30 Jahre Rostock Lichtenhagen
Erinnern als Weg gegen Rassismus und Hetze
21.08.2022
Auch 30 Jahre nach den rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen geht die Auseinandersetzung mit den damaligen Ereignissen weiter. Auf einer Gedenkveranstaltung am 25. August will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprechen. Von Anne-Dorle Hoffgaard
Münchener Olympiastadion
Security-Mitarbeiter zeigt israelischen Sportlern Hitlergruß
18.08.2022
50 Jahre nach dem Attentat auf die israelische Olympia-Mannschaft zeigte ein Security-Mitarbeiter in München einer Gruppe israelischer Sportlern den Hitlergruß. Der Mann wurde entlassen. Die Generalstaatsanwaltschaft München hat die Ermittlungen aufgenommen.
Verwaltungsgericht Berlin
Klage gegen Umbenennung der Mohrenstraße abgewiesen
18.08.2022
Die Berliner Mohrenstraße hätte bereits im Oktober 2021 umbenannt werden sollen. Zahlreiche Widersprüche haben das verhindert. Jetzt das Verwaltungsgericht über eine Klage entschieden und sie abgewiesen.
30-Jahre Rostock-Lichtenhagen
Politologin Heinrich: Breiter Diskurs zu Rassismus nötig
18.08.2022
Zum 30. Jahrestag des rassistischen Pogroms von Rostock-Lichtenhagen spricht Politologin Gudrun Heinrich über die Hintergründe der Anschläge und über die heutigen pädagogischen und gesellschaftlichen Notwendigkeiten. Von Anne-Dorle Hoffgaard