Aktuell

Ressort Aktuell in chronologischer Reihenfolge:

Friedenspreisträger Philippe Sands

Deutschlands Schweigen zu Israel ist „unanständig“

12.10.2026

Friedenspreis, Deutscher Buchhandel, Philippe Sands, Rede, Antisemitismus, Holocaust
In seiner Dankesrede kritisiert Philippe Sands Deutschlands Haltung gegenüber Israel ungewöhnlich scharf. Der Träger des Friedenspreises verlangt, Völkerstraftaten klar zu benennen, und warnt vor Einschränkungen der öffentlichen Debatte. Von

Schluss mit „PR-Platzierungen“

Parlament und Wahlurne: Migranten fordern mehr politische Teilnahme

12.10.2026

Bundestag, Debatte, Politik, Berlin, Plenarsaal, Berlin
Menschen mit Migrationserfahrung sind im Bundestag deutlich unterrepräsentiert. Organisationen beklagen Hürden, Intransparenz und aussichtslose Listenplätze. Sie fordern Reformen zudem das kommunale Wahlrecht. Ein Dossier zeigt, warum die deutsche Wiedervereinigung dies zumindest in einem Teil Deutschlands zunichtemachte.

Zu viele Ausländer beschäftigt

US-Regierung schließt Microsoft aus Visa-Programm aus

12.10.2026

Microsoft, Software, Köln, Konzern, USA, Künstliche Intelligenz, Büro, Wirtschaft
US-Vizepräsident JD Vance kritist Microsoft, amerikanische Mitarbeiter durch Ausländer zu ersetzen. Der Tech-Riese soll vorerst keine neuen Anträge auf dauerhaftes Bleiberecht für ausländische Mitarbeiter stellen dürfen. In Indien sorgt die historisch aufgeladene Wortwahl von Vance für scharfen Protest.

Niedersachsen

Umfassenden Schutz versprochen – Verbandsklage light geliefert

12.10.2026

SPD, Die Grünen, Niedersachsen, Koalitionsvertrag, Politik, Stephan Weil
SPD und Grüne versprachen umfassenden Schutz vor Diskriminierung durch Behörden. Vier Jahre später liegt ein deutlich kleinerer Entwurf vor: Kommunale Stellen bleiben ausgenommen, neue Entschädigungsansprüche fehlen. Klagen dürfen nur staatlich anerkannte Verbände.

Zehn Jahre nach der Ohrfeige

EGMR verurteilt Serbien nach Angriff auf neunjährigen Roma-Jungen

11.10.2026

Kinder, Junge, Mädchen, Straßenmusiker, Roma, Serbien
Ein neunjähriger Roma-Junge wird in Serbien von einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung geschlagen. Die Öffentlichkeit ist empört, die Politik fordert Konsequenzen. Doch das Strafverfahren wird gegen eine kleine Zahlung an einen Hochwasserfonds eingestellt. Dagegen kämpft die Familie jahrelang. Jetzt hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte das Land verurteilt.

„Bis ins Mark verrottet“

ICE schießt auf Mann im Auto: Kind (5) auf der Rückbank

11.10.2026

USA, ICE, Einwanderungsbehörde, Auto, Pkw, Kfz, Polizei
Ein 28-Jähriger wird bei einem Festnahmeversuch der US-Einwanderungsbehörde ICE in seinem Auto angeschossen. Ein fünfjähriges Kind befindet sich währenddessen im Fahrzeug. New Yorks Bürgermeister Mamdani reagiert scharf und fordert die Abschaffung. Die ICE sei bis ins Mark verrottet.

Halle-Gedenken

Warum AfD-Politiker Tillschneider nicht in die Synagoge durfte

11.10.2026

Synagoge, Halle, Gedenken, Tillschneider, AfD, Politiker, Juden, Studierende
Hans-Thomas Tillschneider sollte am Jahrestag des rechtsextremen Anschlags in Halle das Parlament vertreten. Doch vor der Synagoge bildeten Studierende eine Menschenkette und ließen ihn nicht rein. Ein Blick auf seine ältere Reden erklärt den Protest.

Trendwende

Asylklagen dauern wieder länger

11.10.2026

Verwaltungsgericht, Justiz, Gericht, Gebäude, Schild, Justitia, Rechtsprechung
Nach vier Jahren sinkender Verfahrensdauer kehrt sich der Trend um: Wer gegen einen Asylbescheid klagt, wartet je nach Bundesland wieder länger – und je nach Bundesland unterschiedlich lange. Das Bamf spielt dabei eine maßgebliche Rolle.

Rezension

Shida Bazyar und die Kunst des kollektiven Wegsehens

11.10.2026

Buch, Cover, Kiepenheuer & Witsch, Die Lücken, Buchpreis, Shida Bazyar
Shida Bazyar hat mit ihrem Roman Die Lücken den Deutschen Buchpreis 2026 gewonnen. Sie erzählt von jüdischen Familien, die aus einer Kleinstadt verschwinden, und von Bewohnern, die ihre Mitverantwortung verdrängen. Jahrzehnte später: Wiederholt sich die Geschichte? Ein hochaktueller Roman. Von

Schutzlücken

Jüdisches Leben: Studie zeigt Angst und Alltag

08.10.2026

Vater, Kind, Bildung, Schule, Kita, Polizei, Familie, Rucksack, Angst
Drei Jahre nach dem Hamas-Terror hat sich der Alltag vieler Juden in Deutschland verändert. Eine Studie dokumentiert Angst und Ausgrenzung – und zeigt, wie unterschiedlich jüdische Menschen auf Israels Krieg im Gazastreifen blicken. Antidiskriminierungsbeauftragte Ataman fordert Konsequenzen.