Ein Baumversteck, eindringliche Bilder und ein interaktives Hologramm: Eine neue Ausstellung in Bonn verbindet Kunst mit historischen Zeugnissen. Sie fragt, wie die Erinnerung an nationalsozialistische Verbrechen auch für kommende Generationen lebendig bleiben kann. Von Christoph Driessen
Deutschland kürzt die internationale Hilfe im eigenen Haushalt und drängt nun auch in Brüssel auf Einsparungen. Der neue EU-Kompromiss trifft die internationale Zusammenarbeit besonders hart, während Mittel für Grenzschutz geschont werden. Selbst aus der Bundesregierung kommt Kritik am Sparkurs.
Menschen wandern ein und aus in andere Länder. Bei solchen Umzügen werden auch Gewohnheiten und digitale Konten mitgenommen. Wer unbedarft weitermacht wie in der Heimat, läuft Gefahr, gegen Regeln zu verstoßen.
Nicht nur von außen kommt Druck: Viele Journalisten sehen bei der Nahost-Berichterstattung auch ihre eigenen Redaktionen als Gefahr für die Pressefreiheit. Besonders Medienschaffende mit Migrationsgeschichte üben Selbstzensur. Wem journalistische Kompetenz zugetraut wird, hängt ebenfalls von der Herkunft ab.
Während Tausende vor dem Krieg im Jemen fliehen, versuchen andere, über dasselbe Land nach Saudi-Arabien zu gelangen. Sie hoffen auf Arbeit und ein besseres Leben. Für mindestens 139 Menschen endete die gefährliche Reise nun mit dem Tod auf See. Die Katastrophe wirft ein Schlaglicht auf eine Migrationsroute, auf der Gewalt, Ausbeutung und Tod zum Alltag gehören.
Eine Berliner Schöffin fantasierte davon, Ausländer zu töten. Neonazis werben seit Jahren gezielt um Richterämter. Ein Gesetz dagegen scheiterte bereits. Nun unternimmt die Bundesregierung einen neuen Anlauf. Ob die neuen Regeln Rechtsextremisten von der Richterbank fernhalten? Und was geschieht mit Strafurteilen, an denen rechtsextreme Richter beteiligt waren? Von Birol Kocaman
Jenny Erpenbecks Roman „Heimsuchung“ wird zum Kinostoff: An einem See in Brandenburg wechseln Bewohner und politische Systeme. Besonders eindringlich wird das Schicksal einer jüdischen Familie geschildert. Die Konzentration auf knapp zwei Stunden hat allerdings ihren Preis. Von Barbara Schweizerhof
Ein Geländewagen der US-Einwanderungsbehörde ICE erfasst in Texas einen flüchtenden Bauarbeiter. Der 48-Jährige wird schwer verletzt. ICE spricht von einem Unfall. Doch die örtliche Staatsanwaltschaft sieht Hinweise auf einen vorsätzlichen Angriff. Überwachungsvideos zeigen den Vorfall.
Kinder wachsen mit religiösen und kulturellen Traditionen auf. Doch das Kopftuch gilt als Zeichen fehlender Freiheit. Eine Kritik gegen das österreichische Verbot und dessen Befürworter – die auch in Deutschland Karriere machen. Von Dr. Muhammad Sameer Murtaza
In seiner Dankesrede kritisiert Philippe Sands Deutschlands Haltung gegenüber Israel ungewöhnlich scharf. Der Träger des Friedenspreises verlangt, Völkerstraftaten klar zu benennen, und warnt vor Einschränkungen der öffentlichen Debatte. Von Sandra Trauner