Die Sudan-Konferenz soll die größte humanitäre Krise der Gegenwart zurück auf die Agenda holen – nicht ganz ohne Eigennutz. Zwischen Hilfszusagen und Appellen bleibt eine unbequeme Wahrheit: Es gibt zu wenig Friedensdruck. Von Eva Krafczyk und Jörg Blank
Mit strengeren Meldepflichten beabsichtigt das Innenministerium Geldflüsse an Vereine mit mehrheitlich ausländischen Mitgliedern zu verhindern. Offiziell geht es um Kampf gegen Spionage- und Extremismus, praktisch trifft es aber die unbescholtene Zivilgesellschaft.
Die Koalition reformiert das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz – zur Umsetzung fristgebundener EU-Vorgaben. Das nun vorliegende Entwurf ist entsprechend dünn: Er sieht kleinere Anpassungen vor und bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Ataman warnt vor einer „halbgaren“ Reform. Von Christina Neuhaus und Corinna Buschow
Während viele europäische Regierungen Migration vor allem als Bedrohung inszenieren, geht Spanien einen anderen Weg: Hunderttausende Menschen ohne Papiere sollen legal arbeiten und leben können. Das ist nicht nur Ökonomie – es ist ein politisches Gegenmodell.
Nicht nur Straftaten selbst prägen das Sicherheitsgefühl. Wo Vertrauen in Polizei, Justiz und Politik fehlt, wächst die Kriminalitätsfurcht – besonders stark bei jungen Frauen mit Migrationsgeschichte und nach Erfahrungen mit Hasskriminalität.
Die Berliner Justizsenatorin Badenberg verspricht gleiche Chancen für alle – und will die Quote zugunsten von Bewerbern mit Migrationsgeschichte kippen. Das Problem: Behörden wählen dann wieder eher nach Passung statt nach Leistung. Von Adem Türkel
Behörden werden immer digitaler. Für Migranten ist das oft bequemer, manchmal aber auch eine zusätzliche Hürde. Es kommt darauf an, wie die Digitalisierung umgesetzt wird.
Wer in mehreren Ländern zu Hause ist, hat meistens ein Problem mit Behörden. Entweder ist die andere zuständig oder beide nicht. Für viele Migranten ist das Alltag. Können dezentralisierte Strukturen diese Hürden abbauen?
Der Sudan erlebt die größte Vertreibungskrise der Welt, doch internationale Hilfe bleibt lückenhaft. Während Millionen in der Region festsitzen, wird der Krieg für immer mehr Menschen auch zur lebensgefährlichen Route Richtung Europa. Rund 14.000 sind nach UN-Angaben bereits über das Mittelmeer geflohen.
Viktor Orbán war für Europas Rechte mehr als ein Verbündeter: Er war Vorbild und Bauplan dafür, wie sich Demokratie von innen aushöhlen lässt. Seine Abwahl trifft AfD, FPÖ, PiS und Le Pen politisch weit härter als nur symbolisch.