Die Bundesregierung will bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe weiter sparen. Hilfsorganisationen warnen vor tödlichen Folgen: Kleine Entlastungen im Haushalt könnten für Millionen Menschen Hunger, Krankheit und weniger Schutz bedeuten. Von Maximilian Arnhold
Der Bundesaußenminister reist nach dem Besuch bei den UN weiter nach Marokko. In dem nordafrikanischen Land will er einen strategischen Dialog führen. Es geht auch um Fluchtbewegungen. Doch Menschenrechtslage und EU-Asylpolitik machen die Partnerschaft heikel.
Ein neuer Leitfaden soll Sachsens Verwaltung im Umgang mit AfD-Mitgliedern ordnen. Er setzt auf Einzelfallprüfung und ordnet Maßnahmen an. Für Betroffene zählt am Ende aber nicht das Parteibuch, sondern die Praxis am Schalter.
In Niedersachsen nehmen rechte Straftaten an Bildungseinrichtungen deutlich zu. Offiziell geht es oft um Symbole, Volksverhetzung oder Sachbeschädigung. Für betroffene Minderheiten kann ein Hakenkreuz aber mehr sein: eine Drohung im vermeintlich „geschütztem Raum“. Von Birol Kocaman
7,7 Milliarden Euro flossen 2024 aus Deutschland als Rücküberweisungen ins Ausland. Hinter der Zahl stehen Familien, Krisenhilfe und stille Entwicklungspolitik von unten. Die Diaspora leistet, was politische Programme oft nur versprechen. Von Kiflemariam Gebre Wold
Deutschland steigt bei der afrikanischen Versicherungsagentur Atidi ein. Offiziell geht es um Entwicklung und Partnerschaft. Doch der Schritt zeigt auch: Entwicklungspolitik droht zunehmend zur Absicherung deutscher Unternehmen, Lieferketten und Märkte zu werden.
Immer mehr Länder im Globalen Süden zahlen Milliarden an Gläubiger, während Geld für Bildung, Gesundheit und Infrastruktur fehlt. Der Schuldenreport 2026 zeigt: Die Krise ist kein Haushaltsproblem, sondern eine Frage globaler Gerechtigkeit – und Migration.
Eine neue Auswertung des ifo Instituts zeigt: Bildungschancen in Deutschland hängen massiv vom Elternhaus ab. Kinder mit Migrationsgeschichte sind im Schnitt benachteiligt – doch der entscheidende Faktor ist häufig nicht die geografische, sondern die soziale Herkunft. Von Birol Kocaman
Viele Betriebe suchen Personal, verlangen aber zugleich hohe Deutschkenntnisse. Das zeigt eine aktuelle Studie. Das Sprachniveau B2 ist eine riesige Hürde, und nur wenige Firmen drücken bei mangelnden Kenntnissen ein Auge zu.
SPD, Grüne und Linke wollen befristete „Go-and-see-Besuche“ für Menschen aus Syrien ermöglichen, ohne sie ihren Schutzstatus riskieren. Union und AfD halten dagegen. Der Streit zeigt die Härte der deutschen Asyldebatte.