Die Intervention der Türkei in Syrien ist ein Entweder-Oder - je nachdem, aus welchem Blickwinkel wir gucken. Nur eins ist sicher: Die deutsche Außenpolitik versetzt sie in eine unglückliche Lage. Von Sven Bensmann
Auf den griechischen Insel spitzt sich die Lage in den Flüchtlingsunterkünften dramatisch zu: Die Zahl der Migranten aus der Türkei ist dramatisch gestiegen. In Athen und Ankara hat der deutsche Innenminister nun Hilfe in Aussicht gestellt. Dabei geht es besonders um die Küstenwache.
Die Zahl der Bootsflüchtlinge, die im laufenden Jahr über das Mittelmeer nach Europa kommen, ist deutlich gesunken. Auch die Zahl der Toten ist zurückgegangen. Dennoch steigt die Zahl der Flüchtlinge in der Ägäis. Seehofer reist in die Türkei.
Die Moschee des Islamverbands Ditib in Köln sollte ein Symbol gelungener Integration werden. Doch die Kritik an der Bauherrin reißt nicht ab. Die Einweihung durch den türkischen Präsidenten lieferte einmal mehr Negativschlagzeilen. Von Gabriele Fritz
Bei seinem Staatsbesuch will Präsident Erdogan an der Eröffnung der Kölner Ditib-Moschee teilnehmen. Die Nähe zur Türkei hat den Verband in den vergangenen Jahren ins Abseits gerückt. Das Verhältnis zu deutschen Partnern hat sich deutlich abgekühlt. Von Corinna Buschow
Die Ditib spricht sich mangels Alternativen für eine weitere Imam-Kooperation mit der Türkei aus. Es gebe in Deutschland keine Imame, die in Ditib-Moscheen arbeiten könnten. Islamexperte Uçar sieht die Politik in der Pflicht, mit den Islamverbänden Vereinbarungen zu schließen.
Bei Diskriminierungserfahrungen steigt bei Türkeistämmigen das Zugehörigkeitsgefühl zur Türkei. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Prof. Haci-Halil Uslucan spricht von einem steigenden Trend zur heimatlichen Verbundenheit mit der Türkei.
Deutschland hat mit der Nicht-Aufklärung des NSU-Komplexes eine große Chance vertan, sagt der türkische Abgeordnete Mustafa Yeneroğlu im Gespräch mıt dem MiGAZIN. Eine Aufklärung hätte die Menschen emotional ansprechen, ihnen ein Gefühl der Geborgenheit, vermitteln können. Das Gegenteil sei passiert.
In Deutschland gab es wohl selten eine derartige öffentliche Enttäuschung am Wählerwillen wie im Fall der Türken. Von Selbstkritik keine Spur. Dabei machen wir so viel falsch in unserer belehrenden, arroganten Art. Von Yasin Baş Von Yasin Baş
Die meisten türkeistämmigen Wähler haben am vergangenen Wahlsonntag Recep Tayyip Erdoğan gewählt. Warum das so ist, erklärt Politikwissenschaftlers und Migrationsexperten Caner Aver vom Zentrum für Türkeistudien.