Aggression, Rückzug oder scheinbare Gleichgültigkeit werden schnell als Fehlverhalten bewertet. Häufig erzählen sie jedoch von Angst, Überlastung, Ausgrenzung oder fehlender Zugehörigkeit. Von Esma Coşgun
Mehr Therapieplätze sind wichtig, lösen aber nicht jede Hürde. Eine Psychologin an einer Schule in Berlin-Neukölln über Scham, soziale Herkunft, Migrationserfahrungen – und darüber, warum Hilfe nicht immer als Hilfe erlebt wird. Von Esma Coşgun
Psychotherapeutin Amira Sultan sieht wachsende Angst unter Geflüchteten. Neben Kriegen in den Herkunftsregionen belasten auch Asylverschärfungen, fehlende Therapieplätze und das Gefühl, in Deutschland nicht ankommen zu dürfen. Von Karen Miether
Friedrich Merz macht Migration zum Sündenbock für Gewalt gegen Frauen. Dabei ist jede dritte Frau in Deutschland von Gewalt betroffen. Das ist kein Importproblem, sondern gesellschaftliche Realität. Von Deborah Wolf
Eine Studie beleuchtet die Versorgung Geflüchteter mit psychischen Erkrankungen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Die Forschenden legen eine lange Liste mit erheblichen Mängeln vor.
Was viele aktuelle Konflikte in Deutschland verbindet, ist weniger Ideologie als ein Gefühl, übersehen zu werden. Wo Anerkennung fehlt, wird Provokation zur Sprache. Über denselben Hunger von Talahons und radikalen Rechten. Von Edgar Pocius
Viele Geflüchtete sind traumatisiert – doch fallen sie oft durchs Raster. Hilfe gibt es oft erst nach Monaten oder gar nicht. Eine neue Studie zeigt, wie groß die Lücken sind.
Während die Bundesregierung Therapieangebote für traumatisierte Geflüchtete drastisch kürzt, warnen Fachstellen vor einem Kollaps – und davor, dass diese Sparpolitik jene Probleme verschärft, vor denen die Politik warnt. Psychologin Schneck sieht die Bundesregierung in der Pflicht - rechtlich. Von Pat Christ
Während deutsche Städte verletzte Kinder aus Gaza aufnehmen wollen, blockiert der Bund. Die Bundesregierung lehnt die Initiative ab – offiziell wegen „unsicherer Lage“. Kritiker sehen darin ein politisches Signal: Hilfe ja, aber bitte nicht in Deutschland. Psychologin Brubakk erklärt, wie wichtig Hilfe wäre.
Drohende Abschiebung, ungewisse Zukunft, traumatische Erfahrungen: In Hessens Flüchtlingsunterkünften kommt es immer wieder zu Selbstverletzungen und Suizidversuchen. 36 Fälle in zwei Jahren zeigen die dramatische psychische Belastung.