Die Zahl der toten Bootsflüchtlinge hat sich UN-Angaben zufolge binnen drei Jahren mehr als verdoppelt. Im laufenden Jahr sind allein im Mittelmeer bereits mehr als 800 Menschen ums Leben gekommen. Eine staatliche Seenotrettung gibt es dennoch nicht.
Nach vielen Tagen Ausharren im Mittelmeer wurden zwei Rettungsschiffen mit mehr als 400 Menschen an Bord Hafen zugewiesen. Seenotretter kritisieren die langen Wartezeiten und warnen vor mehr Toten im Mittelmeer. Seit Jahresbeginn werden 810 Menschen vermisst.
„Informazia Ta Dopomoga“ steht auf einem Schild am Eingang zur Halle des Münchner Hauptbahnhofs unter der blaugelben Flagge der Ukraine: Information und Hilfe hier. Von Rudolf Stumberger
Ein Bündnis aus 57 Organisationen und Verbänden kritisiert die Ungleichbehandlung von nicht-ukrainischen Flüchtlingen in Deutschland. In einem Offenen Brief fordern sie Bundessozialminister Heil auf, diesen Zustand zu beenden. MiGAZIN dokumentiert den Brief im Wortlaut:
Heute schauen wir mal ein Stück in eine Zukunft, auf dieses Jahrzehnt, das noch in seinen Kinderschuhen steckt und das unweigerlich weitere Fluchtbewegungen erleben wird. Von Sven Bensmann
Nach seinen Reisen in Afrika und Davos bekräftigte Bundeskanzler Olaf Scholz das deutsche Engagement für die Ukraine. Den Blick auf Afrika müsse man ändern. Es sei wichtig, auf Augenhöhe zu reden und die Putin zu widerlegen, dass der globale Westen ein Feind sei.
Die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt wurde durch die Corona-Pandemie gebremst. Sie waren oft die ersten, die von Entlassungen betroffen waren. Doch mit ein paar Nachbesserungen sind wieder große Schritte möglich.
Mehrere Hunderttausend ukrainische Flüchtlinge sind in Deutschland registriert und brauchen Wohnraum. Im westfälischen Bad Oeynhausen stellt eine Kirchengemeinde ein Pfarrhaus als Unterkunft bereit und kümmert sich mit Freiwilligen um die Frauen und Kinder. Von Thomas Krüger
Seenotretter haben im Mittelmeer weitere 158 Menschen von zwei seeuntauglichen Schlauchbooten gerettet, darunter schwangere Frauen, ein drei Monate altes Baby und mehrere Kinder. Das Mittelmeer zählt zu den gefährlichsten Fluchtrouten der Welt. Eine Rettungsmission der EU gibt es nicht.
Bundesinnenministerin Faeser will geflüchteten russischen Journalisten den Aufenthalt in Deutschland ermöglichen. „Reporter ohne Grenzen“ bezeichnet den Schritt als „längst überfällig“. Doch es gibt auch Kritik: Warum gilt die Massenzustrom-Richtlinie nicht auch für geflüchtete Russen?