Schiffe deutscher Organisationen retten seit Jahren Flüchtlinge im Mittelmeer, jüngst wieder über 120. Daran waren am Wochenende auch deutsche Frachter beteiligt. Zum Sommer wechselt die „Sea-Watch 4“ Namen und Betreiber, bleibt aber im Einsatz. Update: „Geo Barents“ rettet weiteren 200 Menschen das Leben.
Bildung, Behörde, Alltag, Arbeits- und Wohnungsmarkt - Geflüchtete haben sich in der Corona-Pandemie stärker diskriminiert gefühlt als zuvor. Das ist das Ergebnis einer aktuellen DIW-Studie. Experten warnen vor den gesundheitlichen Folgen von Diskriminierung.
Eine präzise Zahl der nach Deutschland geflohenen Menschen aus der Ukraine gibt es auch zwei Monate nach Kriegsbeginn nicht. Daten des Ausländerzentralregisters zeigen nun aber, wer kommt: Vor allem Frauen und Kinder suchen Zuflucht in Deutschland. UN-Angaben zufolge haben 5,7 Millionen Menschen das Land verlassen.
Im vergangenen Jahr wurden europaweit weniger Menschen ein Schutzstatus zuerkannt. Die meisten positiven Entscheidungen entfielen auf Syrer und Afghanen. Die meisten Anerkennungen wurden in Deutschland gezählt.
Die Diskussion um Abschiebungshaft und die Abschiebungshafteinrichtung sind, nicht zuletzt aufgrund der Ereignisse in Afghanistan und in der Ukraine, in den Hintergrund gerückt. Dabei ist die Thematik weiterhin aktuell und brisant. Von Axel Meixner
Ab Juni erhalten Ukraine-Flüchtlinge Hartz IV und damit mehr Geld als andere Geflüchtete. Experten sagen, Flüchtlinge wurden schon immer ungleich behandelt - Beispiel: jüdische Kontingentflüchtlinge. Die Irritationen sind dennoch groß. Von Patricia Averesch
Das Einwanderungsland Deutschland braucht eine der freiwilligen Feuerwehr vergleichbare Organisation auch in der Geflüchtetenhilfe, sagt Experte Andreas Richter. Dafür brauche es mehr und nachhaltige Förderung. Von Lukas Philippi
Die Zahl der in Deutschland gezählten Geflüchteten aus der Ukraine beziffert Innenministerin Faeser auf knapp 400.000. Gleichzeitig gingen täglich etwa 20.000 Menschen wieder zurück in ihre Heimat – aus Polen.
Der Deutsche Mieterbund fordert mehr bezahlbaren Wohnraum. Der Wohnungsmarkt sei bereits vor der Flucht aus der Ukraine angespannt gewesen. Die Bundesregierung stehe in der Pflicht, mehr zu tun.
Mehr Geld, Zugang zur Bildung und zum Arbeitsmarkt, Aufnahmebereitschaft ohne Obergrenze - Die Ungleichbehandlung von ukrainischen und nicht-ukrainischen Geflüchteten ist rassistisch. Von Said Rezek