Aufstieg und Fall
100 Jahre Plattenbau: Vom Fortschritt zum sozialen Brennpunkt
30.07.2026

Vor 100 Jahren begann in Berlin der Plattenbau. Einst begehrt, stehen Großsiedlungen heute für günstige Mieten, Armut und soziale Konflikte. Die Geschichte des Plattenbaus zeigt soziale Brüche und Vorurteile. Von Mia Bucher
Appell
Deutschlands „Wir“: ein empfindliches Konstrukt
19.01.2026

Als Schwarze Deutsche aus Sachsen fühlt sich Zugehörigkeit oft wie ein bedingter Vertrag an und nicht wie ein selbstverständliches Zuhause. Ein persönlicher Appell für ein neues „Wir“. Von Deborah Wolf
Zwei Deutschlands
DDR im Kopf
06.10.2025

35 Jahre nach der Wiedervereinigung ist Deutschland noch immer geteilt – nicht durch Mauern, sondern durch Bilder in unseren Köpfen – global. Die Welt sieht noch immer zwei Deutschlands. Von Edgar Pocius
Vor 50 Jahren in Erfurt
Algerier durch die Stadt gehetzt und verprügelt
10.08.2025
Ein rassistischer Mob jagt algerische Arbeitsmigranten, einige werden krankenhausreif verprügelt – geschehen im August 1975 in Erfurt. Zum antifaschistischen Selbstbild der DDR passte das nicht – und wurde vertuscht.
Flucht und „illegale“ Migration
35 Jahre Mauerfall: Dinge, die wir vergessen haben
07.11.2024
Vieles vom 9. November 1989 ist im kollektiven Gedächtnis. Einiges aber haben nach dreieinhalb Jahrzehnten nicht mehr alle auf dem Schirm: Flucht, Aufnahmestopp, Grenzkontrollen, „illegale“ Migration und Einwanderung, die die Staatskasse belastet. Von Verena Schmitt-Roschmann
Taube Ohren
Seit 30 Jahren fordern Ex-DDR-Vertragsarbeiter aus Mosambik ihren Lohn
01.10.2024
In der DDR waren Vertragsarbeiter aus Mosambik beschäftigt. Viele warten bis heute auf ihren vorenthaltenen Lohn. Sie fordern Entschädigung, stoßen in Deutschland aber auf taube Ohren: Man habe bereits bezahlt – Entwicklungshilfe an Mosambik. Die Betroffenen hatten nichts davon.
Wie viele sind wir eigentlich noch?
Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin über Judentum in der DDR
11.10.2023
Eine Ausstellung über das jüdische Leben in der DDR ist im Jüdischen Museum Berlin zu sehen. Fragen nach jüdischer Identität zwischen Zuschreibung und Selbstbild stehen dabei im Mittelpunkt. Von Sigrid Hoff
30-Jahre Rostock-Lichtenhagen
Politologin Heinrich: Breiter Diskurs zu Rassismus nötig
18.08.2022
Zum 30. Jahrestag des rassistischen Pogroms von Rostock-Lichtenhagen spricht Politologin Gudrun Heinrich über die Hintergründe der Anschläge und über die heutigen pädagogischen und gesellschaftlichen Notwendigkeiten. Von Anne-Dorle Hoffgaard
Lohnbetrug
Die vergessenen DDR-Vertragsarbeiter Mosambiks
05.07.2022
Allwöchentlich marschieren aus Deutschland zurückgekehrte Mosambikaner, die als Vertragsarbeiter in der DDR aushalfen, vor das Arbeitsministerium in Maputo. Sie fordern die ihnen vorenthaltenen Löhne ein. Seit Jahrzehnten warten sie vergeblich.
Historikerin
Die DDR tradierte NS-Ideologien über Sinti und Roma
22.06.2022
In der NS-Zeit wurden Sinti und Roma verhaftet als „vorbeugende Verbrechensbekämpfung“. Auch in der DDR waren sie massiven Stigmatisierungen ausgesetzt. Ihre Verfolgung habe in der Erinnerungskultur keinen Stellenwert gehabt. Das zeigen Forschungen der Historikerin Verena Meier. Von Bettina Gabbe