Ressort: Interview

Ressort Interview in chronologischer Reihenfolge:

Interview mit Claus Leggewie

„Ich erwarte eine entschiedene Reaktion des Staates“

24.02.2020

Claus Leggewie, Politikwissenschaftler, Rede, Gespräch, Mikrofon
Nach dem Anschlag von Hanau ist die Sprache der Spitzenpolitiker gegen Rechts deutlicher geworden. Doch das reicht nicht, sagt der Politikwissenschaftler Claus Leggewie im Interview. Der Staat muss eine entschiedene Antwort geben und gefährdete Menschen besser schützen.

Interview

Politologe: Nazi-Vergangenheit in den Familien diskutieren

18.02.2020

Der Politologe Samuel Salzborn forscht an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und im niederländischen Groningen über Antisemitismus. Im Gespräch beleuchtet er, warum jeder sich der NS-Vergangenheit in der eigenen Familie stellen sollte.

Studis gegen rechte Hetze

„Journalisten verbreiten gerne Positionen von Islamkritikern“

04.02.2020

Goethe-Universität, Hochschule, Uni, Frankfurt, Uni Frankfurt, Johann Wolfgang
Bei einer Veranstaltung Mitte Januar an der Frankfurter Goethe-Universität über „Verschleierung“ kam es zu Handgreiflichkeiten. Die Initiative „Studis gegen rechte Hetze“ hatte gegen die Veranstaltung protestiert. Die mediale Aufmerksamkeit war groß. MiGAZIN sprach mit einer Aktivistin über ihre Motive und die Hintergründe des Protests.

Völkermord an Herero und Nama

Polenz: „Die Grausamkeiten in Erinnerung rufen, die Deutschland verübt hat“

29.01.2020

Ruprecht Polenz, CDU, Politiker, Bundestag, Herero, Nama
Anfang des 20. Jahrhunderts ermordeten deutsche Kolonialtruppen Zehntausende Angehörige der Herero und Nama im heutigen Namibia. Historiker bezeichnen diese Gräueltaten als "ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts". Seit 2015 gibt es Gespräche über eine Wiedergutmachung. Verhandlungsführer Ruprecht Polenz erklärt im Interview, warum die Gespräche so lange laufen und warum es keine Entschädigung gibt.

Interview mit Gabriele Woidelko

Historikerin: NS-Zeit als Alltagsgeschichte greifbar machen

27.01.2020

Auschwitz, Besucher, Stacheldraht, Konzentrationslager, KZ, Juden, Völkermord, Holocaust, Nationalsozialismus
Viele Jugendliche lehnen es ab, sich auch 80 Jahre nach dem Untergang des Dritten Reiches noch mit der NS-Zeit zu befassen. Und ihre Geschichtskenntnisse sind oft mehr als dürftig. Wie sich das Interesse junger Menschen an der NS-Zeit wieder wecken lässt, verrät die Historikerin und Slawistin Gabriele Woidelko im Gespräch.

Interview mit Joachim Gauck

Neurechte Verführer nicht automatisch ausschließen

24.01.2020

Joachim Gauck, Bundespräsident, Präsident, Joachim, Gauck
Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck wird heute 80 Jahre alt. Im Interview spricht er über 30 Jahre deutsche Einheit, die Regierungsbildung in Thüringen und den Umgang mit der AfD.

Interview mit Suat Yılmaz

„Ich bin eine Visitenkarte der deutschen Gesellschaft“

20.01.2020

Suat Yılmaz, Talentscout, Interview, MiGAZIN, Gespräch
Suat Yılmaz ist Regierungsbeamter, doch man sollte sich von dieser preußischen Berufsbeschreibung nicht abschrecken lassen: An dem 44-Jährigen ist nichts verstaubt – am wenigsten seine Ansichten. Im Gespräch erklärt er, warum er sich dem Ziel eines gerechteren Bildungssystems für Deutschland verschrieben hat, eines, das sich an den Stärken junger Menschen orientiert, nicht an ihren vermeintlichen Schwächen. Dafür hat er einen neuen Job erfunden: den Talentscout an Schulen. Von André Boße

Interview

Juristin: Seenot ist nicht erst, wenn Menschen um ihr Leben kämpfen

11.12.2019

Seenotretter, Schiff, Rettungsschiff, Open Arms, Flüchtlinge
Seenotrettern wird vorgeworfen, Flüchtlinge von Afrika abzuholen und nach Europa zu fahren. Rechtsprofessorin Nele Matz-Lück erklärt im Gespräch, was Seenot ist und was sie bedeutet. Von Phillipp Saure

Ärzte ohne Grenzen in Libyen

Christoph Hey: „Zwei Jahre auf weniger als zwei Quadratmetern“

13.09.2019

Flüchtlinge, Kenia, Dadaab, Afrika, Asyl, Armut, Wüste
Christoph Hey von "Ärzte ohne Grenzen" ist vor wenigen Tagen aus Libyen zurückgekehrt. Der 43-jährige Ökonom war Projektleiter der Hilfsorganisation im Internierungslager für Migranten und Flüchtlinge in Sintan, etwa zweieinhalb Autostunden südlich der Hauptstadt Tripolis. Im Gespräch bezeichnet er die dortigen Zustände als "absolut unmenschlich". Von Bettina Rühl

Islamprofessor Khalfaoui

„Die Wissenschaft lebt von Debatten“

11.09.2019

universität, hochschule, uni, studium, studieren, studenten
Kooperationen mit der islamischen Welt sind schwieriger geworden, stellt der Professor für Islamisches Recht, am Zentrum für Islamische Theologie (ZITh) in Tübingen, Mouez Khalfaoui im Gespräch fest. Von Judith Kubitscheck