Feuilleton
Ressort Feuilleton in chronologischer Reihenfolge:Heute vor 80 Jahren
Erste Massendeportation deutscher Juden
22.10.2020
Am 22. Oktober 1940 wurden mehr als 6.500 Juden aus dem Südwesten Deutschlands in das berüchtigte französische Lager Gurs deportiert. Eine Überlebende erinnert sich: "Ich sah meine Eltern erbleichen, zu Tode erschrecken" Von Alexander Lang
Sonderausstellung
„Der kalte Blick“ auf Juden in der NS-Zeit
21.10.2020
Von der Suche nach "typischen Rassenmerkmalen" bei Juden und von der Verwissenschaftlichung von Vorurteilen erzählt eine Sonderausstellung in Berlin am Beispiel einer polnischen Stadt unter deutscher Besatzung.
Wiedereröffnung
Ausstellung zeigt blühendes jüdisches Leben in Frankfurt
20.10.2020
Die Wiedereröffnung verzögerte sich um zwei Jahre, doch am Mittwoch ist es soweit: Das Jüdische Museum Frankfurt öffnet wieder nach fünf Jahren Bauzeit. Die neue Dauerausstellung zeigt die Vielfalt und Strahlkraft jüdischen Lebens. Von Jens Bayer-Gimm
"Idee der globalen Gerechtigkeit"
Indischer Armutsforscher Amartya Sen mit Friedenspreis geehrt
19.10.2020
Unter bizarren Umständen ist der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen worden: Weder der Preisträger noch der Laudator konnten in der Frankfurter Paulskirche dabei sein. Bundespräsident Steinmeier lobte Sen als moralische Instanz.
„Der undankbare Flüchtling“
Geschwister-Scholl-Preis für Autorin Dina Nayeri
16.10.2020
Für ihr Buch "Der undankbare Flüchtling" erhält die iranische Autorin Dina Nayeri den Geschwister-Scholl-Preis. Sie schreibt über die schwierige Situation von Migranten und ihrem lebenslangen Kampf im neuen Land.
Chaplin gegen Hitler
Vor 80 Jahren hatte Charlie Chaplins „Der große Diktator“ Premiere
15.10.2020
Für Charlie Chaplin war "Der große Diktator" ein Herzensprojekt, das er gegen viele Widerstände während des Zweiten Weltkriegs realisierte: eine Satire über Hitler, ein großer Anti-Nazi-Film. Den Schluss änderte er kurzfristig - und wurde und wurde ganz ernst. Von Birgit Roschy
Deutscher Buchpreis für Anne Weber
Roman über Retterin zweier jüdischer Jugendlicher ausgezeichnet
13.10.2020
„Annette, ein Heldinnenepos“ handelt von der französischen Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir. Sie rettete zweie jüdische Jugendliche. Für ihren Roman erhielt Anne Weber den Deutschen Buchpreis. Wenn sie nicht schreibt, engagiert sich die 96-Jährige mit Vorträgen an Schulen gegen Rassismus.
Armutsforscher mit weitem Horizont
Amartya Sen erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
12.10.2020
Er untersucht, was Hunger und politische Unfreiheit miteinander zu tun haben. Der indische Ökonom Amartya Sen setzte neue Maßstäbe, den Wohlstand einer Nation zu erfassen. Zugleich tritt er der These von einem Kampf der Kulturen entgegen. Von Elvira Treffinger
Ein schwieriges Erbe
Wie Kirchen und Missionare im deutschen Kolonialismus gewirkt haben
07.10.2020
In der Debatte um Rassismus und das Erbe des Kolonialismus spielen Religion und Kirche eine Rolle. Während es früher eine Zusammenarbeit zwischen Kolonialherren und Missionaren gab, steht heute der interkulturelle Dialog im Vordergrund. Von Cristina Marina
Kein Trauern, ohne nachzudenken
Neuer Buchenwald-Leiter hält an Hausverbot für AfD-Politiker fest
06.10.2020
Jens-Christian Wagner hat Leitung der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora übernommen. Der neue Stiftungsdirektor lobt seinen Vorgänger Volkhard Knigge in den höchsten Tönen und möchte dessen Arbeit fortsetzen. Dazu zähle für ihn auch, dass AfD-Politiker in den Gedenkstätten weiter Hausverbot haben.