Der Malteser Hilfsdienst fordert eine Versachlichgung der Integrationsdebatte. Kosten und Nutzen der Einwanderung dürften weder schöngeredet noch daramatisiert werden. Der Zugang von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt müsse erleichtert werden. Der Verband legte am Mittwoch einen Bericht vor.
Europa sei eine Festung, die sich vor Flüchtlingen und Migranten abschotte, sagen Kritiker oft. Wenn das zutrifft, will die EU-Kommission jetzt die Zugbrücke für einige Zehntausend Menschen freiwillig herunterlassen. Von Phillipp Saure
Innerhalb der nächsten fünf Jahre, wird nach Überzeugung des Wirtschaftsexperten Marcel Fratzschner mindestens jeder zweite Flüchtling in den Arbeitsmarkt integriert sein. Die Integration sei zunächst eine Herausforderung, langfristig biete sie jedoch eine Perspektive.
In griechischen Flüchtlingsunterkünften herrschen einem EU-Bericht zufolge unmenschliche Bedingungen. Die Einrichtungen seien überfüllt und verdreckt. Kinder berichteten von Haft in Zellen. Griechenland weist die Vorwürfe in Teilen zurück, teilweise gelobt sie Besserung.
Mit einem mehrstufigen Ausbildungsmodell möchte die Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren und dem Nachwuchsmangel in der Branche begegnen. Niedersachsens Ministerpräsident Weil spricht von einem beispielhaften Modell.
Das Oberlandesgericht Hamm hat einen ehemaligen Berufssoldaten zu einer Geldstrafe von 3.750 Euro verurteilt. Er hatte in seiner Zeit bei der Bundeswehr auf Facebook gegen Ausländer und Flüchtlinge gehetzt, unter anderem mit "Gesochse", "Affen" und "Ungeziefer".
AfD-Wähler seien ja keine „Dumpfbacken“ heißt es jetzt von Experten, wir müssen mit ihnen reden. Aber worüber soll man mit ihnen reden? Etwa darüber, dass es nicht in Ordnung ist, das „deutsche Volk“ davor schützen zu wollen, vollends ein „Mischvolk“ zu werden? Von Maria Alexopoulou Von Maria Alexopoulou
Der deutsch-türkische Autor Akif Pirinçci hat sich am Montag wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten müssen. Weil er geständig war, fiel das Urteil vergleichsweise milde aus: Der einstige "Pegida"-Redner bleibt auf freiem Fuß.
Nach dem Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag ruft der Extremismusforscher Andreas Zick zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Partei auf. Im Bundestag werde sich die Kultur der Debatten verändern, sagt Zick im Gespräch. Es würden eine andere Sprache und mehr radikale Begriffe zu hören sein. Auf von der AfD geschürte Vorurteile sollte die Politik mit Aufklärung und einer klugen Zukunftspolitik reagieren. Von Holger Spierig
Die AfD konnte offenbar viele Nichtwähler und Menschen aus unterschiedlichen Gruppen mobilisieren. Meinungsforscher gehen davon aus, dass sich eine Partei vom "rechten Rand" dauerhaft im Bundestag etablieren wird.