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Zeyneb Sayılgan

Zeyneb Sayılgan ist Islamwissenschaftlerin und promoviert derzeit zum Thema Vergleichende Theologie und Migration an der katholischen Georgetown Universität in Washington, DC. Sie ist Senior Fellow und Henry Luce Professor für Islamwissenschaft am Anglikanischen Priesterseminar in Alexandria, Virginia. Sie ist Buchrezensent für das akademische Journal „Studies in Interreligious Dialogue“ und „Journal for Ecumenical Studies“. Sie ist zudem Mitarbeiterin am „US Institut fur religiösen Pluralismus“- einem Programm des US Aussenministeriums. Von 2010-2014 war sie mit ihrem Mann Salih muslimischer Seelsorger und Studienberater auf dem Georgetown Campus. Beide leiten jährlich interreligiöse Studienreisen durch. In 2006 zog sie in die USA um ihr Studium zu vertiefen. Nach ihrem Islamwissenschaft Studium in Mainz, absolvierte sie einen zweiten Master am Hartford Seminary im Bundesstaat Connecticut.

In Erinnerung an Aylan

Menschlichkeit, das sind unsere Kinder!

04.09.2015

Das Bild vom regungslosen dreijährigen Aylan Kurdi aus Syrien lasst mich nicht mehr los. Ertrunken in der Ägäis und angespült an das türkische Ufer liegt sein zarter Körper mit dem Gesicht im Sand. Wahrscheinlich wird mich dieses Bild bis an mein Lebensende verfolgen. Hoffentlich verfolgt es uns alle. Denn so könnten wir vielleicht wieder zu uns selbst finden – zur Menschlichkeit.

Meine kosmische Identität

Eine migrantische Lesart des Koran

17.10.2014

Als gläubiger Mensch mit Migrationshintergrund fragte ich mich, was der Koran zu territorialen oder nationalen Identitäten sagt? Sind sie wirklich so bedeutend? Oder bietet der Koran Alternativen zu diesen modernen Konstrukten? – von Zeyneb Sayılgan.

Papst Johannes Paul II

Seine Rede an die Gastarbeiter in Deutschland

25.04.2014

An diesem Sonntag wird der frühere Papst Johannes Paul II. vom Vatikan heilig gesprochen. Keinem anderen katholischen Oberhaupt lag der christlich-muslimische Dialog so am Herzen wie ihm. Das hat er in vielen seiner Reden deutlich gemacht. MiGAZIN erinnert an seine Mainzer Rede aus dem Jahr 1980:

Die Hadsch

Sinnbild einer spirituellen Migration

21.10.2013

Manch einer mag sich in diesen Tagen vielleicht wundern, warum sich mehr als sonst so viele Muslime an den Flughafen Köln/Bonn, Frankfurt oder Berlin tummeln. Sie alle sind angefahren, um ihre Familien willkommen zu heißen, die von ihrer Pilgerreise aus Mekka zurückkehren – der Hadsch. Sie ist bis heute mit fast 3 Millionen Pilgern die jährlich größte Zusammenkunft von Menschen.

Ramadan

Auf der Suche nach der inneren Freiheit

10.07.2013

Gestern hat der islamische Fastenmonat Ramadan begonnen - Millionen Muslimen ist das Essen und Trinken von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht erlaubt. Doch ist das alles? Worum geht es beim Fasten wirklich, was steckt dahinter?

Anti-Islam Video

Eine muslimische Perspektive

17.09.2012

Die Mehrheit der weltweiten muslimischen Bevölkerung fragt sich, wie solch ein lächerliches, dubioses anti-islamisches Amateurvideo soviel Aufruhr und Wut auslösen kann - ein Kommentar von Zeyneb Sayılgan.

Taqiya

Ein Schreckenswort, das für Aufruhr sorgt

21.08.2012

„Taqiya“– ein weiteres arabisches Schreckenswort, das Ängste schüren und die Mehrheitsbevölkerung in Unruhe versetzen soll. Was die Scharia bedeutet, wurde mühselig erklärt und einige wenige haben es sogar verstanden. Und nun die „Taqiya“. Danach könne man Muslimen gar nicht mehr trauen, weil sie nur eins wollen: manipulieren und täuschen. Das glaubt zumindest die hessische CDU.

Stille, unsichtbare Helden

Mitglieder unserer Gesellschaft

14.08.2012

Maymuna ist meine stille, unsichtbare Heldin. Jede Nacht um 22 Uhr kommt sie an die Universität und arbeitet bis spät in den Morgen als Reinigungskraft. Um 8 Uhr dann macht sie sich auf den Rückweg. Sie muss dreimal den Bus wechseln um nach Hause zu kommen.

Ramadan

Zur ethischen Dimension des Fastenmonats

23.07.2012

Ein Plädoyer über die ethische Dimension des Fastens im Ramadan. Denn jährlich enden etwa elf Millionen Tonnen Lebensmittel oder 21,6 Milliarden Euro auf deutschen Müllhalden. Diese Summe muss man erst einmal verdauen.

Der Koran

Ein Nahöstlich-Europäischer Text

05.06.2012

Mit seinen jüngsten Äußerungen, der Islam gehöre nicht nach Deutschland, hat Bundespräsident Joachim Gauck gezeigt, wie wenig er über die christlich-islamische oder europäisch-morgenländische Geschichte weiß.