Martin Hyun, Migazin, Autor, Vietnam, Rassismus

Martin Hyun

Martin Hyun, 1979 in Krefeld geboren, Sohn koreanischer Gastarbeiter, studierte Politik, International Business und Relations in den USA und Belgien, war der erste koreanischstämmige Bundesligaspieler in der DEL und Junioren Nationalspieler Deutschlands. Im Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs 2008 engagierte er sich als Botschafter in Deutschland. Er gehörte dem Leadership-Programm der Bertelsmann-Stiftung an und nahm als ein Vertreter der Koreaner in Deutschland an der Jahreskonferenz 2008 "Forum demographischer Wandel" teil, die vom damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler initiiert wurde. Seit 2008 promoviert er zum Thema Arbeitsmigration. Martin Hyun ist Autor mehrerer Bücher.

Rassismus

Jetzt sind wir das Virus

11.05.2020

Rostock, Mölln, Solingen, NSU, Asylunterkünfte. Solidarität. Lichterketten. Es sind nur Kanaken gestorben. Integrationsgipfel. Die Kadermigranten stehen Spalier - für Krümel. Heute sind wir das Virus, werden beleidigt und attackiert - für Freund und Helfer nicht der Rede wert.

Integration im 16:9 Format

Ein bisschen Frieden

29.08.2014

Der Krieg in Gaza geht mir sehr nahe. Meine Eltern haben die Auswirkungen des Korea-Krieges (1950 – 1953) miterlebt. Über 2,5 Millionen Menschen starben oder wurden schwer verwundet, im sogenannten vergessenen Krieg.

Integration im 16:9 Format

Die Ersten

22.08.2014

Die Redensart „die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein“, stammt aus der Bibel. In Weisheiten steckt immer ein Stück Wahrheit und gerade das bereitet mir Sorgen.

Integration im 16:9 Format

Das Prinzip der Bestenauslese

06.08.2014

Mit der sogenannten Bestenlause werden in Personalabteilungen die vermeintlich Besten für einen Job ausgesucht. In der Politik und in der Kirche gilt dieses Prinzip freilich nicht. Dort gelten andere Regeln – auch mit Gottes Segen.

Fußball-WM

Wer nicht singt, der fliegt

11.06.2014

Der Countdown läuft. Bald fängt die Fußball-Weltmeisterschaft an. Und schon jetzt ist sich Martin Hyun sicher, dass die Diskussion um die Singpflicht der Nationalhymne neu entfacht wird. Im Fokus die deutschen Nationalspieler Mesut Özil, Jerome Boateng und Sami Khedira.

Integration im 16:9 Format

Eine Reaktion auf Julia Engelmanns Poetry Slam

21.02.2014

Julia Engelmann hat mit ihrem Poetry Slam Millionen mitgenommen, zum Nachdenken gebracht. Martin Hyun hingegen konnten sich mit Engelmanns Text nicht identifizieren, er hat seinen eigenen geschrieben - ich laufe, ich renne, ich kämpfe.

50 Jahre Koreaner in Deutschland

Eine lautlose und unsichtbare Minderheit feiert ihr Jubiläum

16.12.2013

Heute jährt sich das 50-jährige Jubiläum des deutsch-koreanischen Anwerbeabkommens. Das Programm zur Beschäftigung koreanischer Bergarbeiter im Steinkohlenbergbau vom 16. Dezember 1963 legte den Grundstein für eine koreanische Migration nach Deutschland.

Offener Brief an Maria Böhmer

50 Jahre Koreaner und Marokkaner in Deutschland

22.07.2013

Das Anwerbeabkommen mit der Türkei wurde zum 50-jährigen Jubiläum groß gefeiert auf höchster Ebene. In diesem Jahr feiern die Marokkaner und Südkoreaner - im Stillen, ohne Dankesworte und ohne Maria Böhmer.

50 Jahre Koreaner in Deutschland

Die Koreaner werden leise gewürdigt und verabschiedet

01.07.2013

In der 250. und gleichzeitig letzten Sitzungswoche des Bundestages am 27. Juni 2013 wurden die Koreaner - anders als die Türken - leise gewürdigt und verabschiedet. Keiner der in Deutschland lebenden koreanischen Gastarbeiter bekam etwas mit.

Koreaner in Deutschland (1963–2013)

Bundespräsident Gauck stellt deutsch-koreanische Gemeinschaftsbriefmarke vor

20.06.2013

Vor 50 Jahren kamen die ersten koreanischen Bergarbeiter nach Deutschland und heute stellt Bundespräsident Joachim Gauck zwei Sonderbriefmarken vor, die - entgegen der ursprünglichen Intention - nicht an die Bergarbeiter, sondern an 130 Jahre deutsch-koreanische Beziehungen erinnern sollen.